Donnerstag, 16. Juli 2020
Vertrauen in die Digitalisierung

T-Breakfast: Die Welt nach Corona

Telekom | Dominik Schebach | 10.06.2020 | |  
Gastgeberin Maria Zesch, CCO Business & Digitalization von Magenta, und Zukunftforscher Matthias Horx beim T-Breakfast von Magenta. Gastgeberin Maria Zesch, CCO Business & Digitalization von Magenta, und Zukunftforscher Matthias Horx beim T-Breakfast von Magenta. Am 9. Juni fand zum ersten Mal das etablierte Eventformat T-Breakfast von Magenta in digitaler Form statt. Gemeinsam mit dem Zukunfts- und Trendforscher Matthias Horx gingen Magenta Telekom-CEO Andreas Bierwirth und Gastgeberin, Maria Zesch, CCO Business & Digitalization von Magenta, der Frage nach, wie die neue Realität nach der Krise aussehen wird. Dabei waren rund 400 Teilnehmer aus der österreichischen Wirtschaft digital „zu Gast“.

Nachdem unsere Erwartung von der beständigen linearen Entwicklung unserer Gesellschaft, Geschäftsmodelle und Lebensweisen im wahrsten Sinne des Wortes enttäuscht wurde, gelte es nun die Lehren aus der Krise zu ziehen, wie Horx betonte: „Die Zukunft entsteht nicht durch Linearitäten, sondern in Schleifen, Krisen und Disruptionen. Das beweist – wieder einmal – die Corona-Krise. Unser Verhältnis zur Technologie, zur Globalisierung und zur Gesellschaft wird sich dadurch langfristig ändern. Das neue Normal ist nicht das alte Normal – auch wenn viele das so sehen wollen.“

Denn die Krise stelle nicht nur einen Bruch in der Entwicklung dar, sie habe auch als gewaltiger Digitalisierungsschub gewirkt. Insofern hätte die Krise auch viele Prozesse beschleunigt, die bereits vor dem Ausbruch der Pandemie latent im Gange waren, bisher allerdings nicht zum Durchbruch gekommen seien. Ein gutes Beispiel dafür sei die Verbreitung von Home Office – die Möglichkeit von Home Office stehe nun außer Frage und die Kinderkrankheiten werden ausgemerzt.

Horx und Zesch waren sich dann auch einig, dass eine intelligente Mischung aus mobilen vernetzten Gruppen und Teamarbeit wird die Zukunft sein. „Wir haben Vertrauen in die Digitalisierung gelernt, Vertrauen in Home Office Lösungen. Ich gehe davon aus, dass die Mischung aus Home Office und Büro-Arbeit zu einer neuen hybriden Form des vernetzten Arbeitens und somit auch zur Produktivitätssteigerungen führen wird“, erklärt Zesch. Ein weiterer Schwerpunkt, den Zesch durch diesen Digitalisierungsschub noch stärker kommen sieht, ist die Transparenz aller Geschäftsprozesse, etwa im Logistikbereich in Form von „Track and Trace“ Lösungen.

Digitale Angebote für Mitarbeiter

Magenta CEO Andreas Bierwirth stellte ebenfalls die Lehren aus der Krise in den Vordergrund. So sei eine zentrale Erkenntnis, dass Dinge, die unmöglich schienen, plötzlich möglich waren und sogar gut funktioniert hätten: „Ich denke es wird vieles anders werden und wir werden auch viel Positives mitnehmen. Mittlerweile haben wir die gleiche Leistungsfähigkeit von zuhause aus wie zuvor. Wir werden künftig mehr abwägen und bestimmt ein Drittel der Geschäftsreisen nicht mehr antreten, weil wir gelernt haben, dass viel remote geht. Natürlich ist ein Digitalisierungsprozess auch mit Kosten verbunden, doch diese wird man wo anders einsparen, zum Beispiel bei Büroflächen in Kombination mit anderen Vorteilen wie CO2 Einsparungen. Ich gehe somit in Zukunft von einem neuen digitalen Arbeitsumfeld aus“, so Bierwirth.

Auch Horx bestätigte dies mit seiner These, dass Mitarbeiter die Vorteile des digitalen Arbeitens zu schätzen gelernt haben und sich zukünftig die Unternehmen aussuchen werden, die dafür gute Angebote schaffen. Horx rief Unternehmer in diesem Zusammenhang dazu auf, ihre eigenen Prinzipien zu hinterfragen. Der Zukunftsforscher vertrat die Position, dass sich viele Unternehmen und Branchen wegen den Folgen der Corona-Krise komplett neu erfinden und andere Zugänge finden müssten, um so den Weg des Neuen antreten zu können. Dabei werden die Unternehmen erfolgreich sein, die das Verhältnis zwischen Digitalisierung und Mensch verstehen.

Zesch ihrerseits betonte die Notwendigkeit laufender Innovationen: „Allem voran braucht es Mut zur Innovation sowie Digitalisierung als Basis-Zutat im Geschäftsbereich. Wir haben eine klare Mission, diese lautet Digital Voraus.“ Magenta Business hat es sich zum Ziel gesetzt seine Kunden fit für die vernetzte, digitale Zukunft zu machen. Ein Kernthema wird dabei das vernetzte Arbeiten sein.“

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