Donnerstag, 16. Juli 2020
Umfrage von ING

Corona-Krise: Der große Schreck ist vorbei

Hintergrund | Wolfgang Schalko | 15.06.2020 | Bilder | |  
Die Solidarität mit österreichischen Unternehmen nimmt wieder ab. Die Solidarität mit österreichischen Unternehmen nimmt wieder ab. (© APA/ING) Nach wie vor herrscht unter den Österreichern viel Zuversicht, wenn es um die Bewältigung der Coronakrise geht. Das zeigt die neueste Umfrage der ING in Österreich, die zuerst im Befragungszeitraum 31. März bis 3. April und nun vom 15. bis 24. Mai mit gleichlautenden Fragen durchgeführt wurde.

Waren bei der ersten Befragungswelle Ende März/Anfang April 71% der Österreicher zuversichtlich, dass die Krise hierzulande gut gemeistert werden wird, so sind es nun (Mitte bis Ende Mai) 72%. Bei der ersten Befragungswelle gaben 40% der Österreicher an, dass die Krise negative finanzielle Auswirkungen für sie hätte. Mit 36% sind es nun etwas weniger, wobei sich gleichzeitig auch weniger Menschen mit ihrer Finanzsituation auseinandersetzen: 46% vs. 39%. Ebenso haben jetzt weniger als zuvor ihren Notgroschen im Blick: Diesem wollten im März noch 52% mehr Augenmerk schenken, im Mai nur noch 44%. Parallel dazu wollen auch weniger Menschen größere Anschaffungen aufgrund der Krise aufschieben: 43% vs. 32%. Dafür ziehen mehr als bei der ersten Befragungswelle alternative Sparformen wie Investmentfonds in Betracht (12% zuvor, 16% im Mai).

„Der Umgang mit den Finanzen wird wieder etwas entspannter bzw. zielorientierter. Auf den großen Schreck und Stillstand folgt langsam wieder die Lust auf Investieren und Anlegen“, meint ING CEO Barbaros Uygun.

Solidarität mit Österreichs Wirtschaft sinkt

51% waren es Ende März/Anfang April, die betroffene regionale Unternehmen stärker unterstützen wollten als sonst. Knapp zwei Monate später sind es nur mehr 43%. Ähnlich entwickelt sich Einstellung gegenüber österreichischen Produkten. Bei der ersten Welle gaben 78% der Befragten an, heimischen Produkten den Vorzug geben zu wollen, nun sind es immerhin noch 69%.

„Solidarität darf nicht zur Krisenerscheinung werden, sondern sollte die Basis des Miteinander zwischen Wirtschaft und Konsumenten sein“, so Uygun abschließend.

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Es herrscht große Zuversicht hinsichtlich der Krisenbewältigung, die Auswirkungen auf persönliche Finanzen entspannen sich.
Es herrscht große Zuversicht hinsichtlich der Krisenbewältigung, die Auswirkungen auf persönliche Finanzen entspannen sich. (© APA/ING)

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