Donnerstag, 16. Juli 2020
Aufwärtstrend

10,6 Millionen Breitbandanschlüsse in Österreich

Telekom | Dominik Schebach | 18.06.2020 | |  
Angesichts der ständigen Wachstumszahlen bei Anschlüssen und übertragenem Datenvolumen ist für RTR-GF Klaus Steinmaurer der weitere Ausbau der festen und mobilen Datennetze unbedingt notwendig. Angesichts der ständigen Wachstumszahlen bei Anschlüssen und übertragenem Datenvolumen ist für RTR-GF Klaus Steinmaurer der weitere Ausbau der festen und mobilen Datennetze unbedingt notwendig. Die Zahl der Breitbandanschlüsse steigt ständig. Das geht aus dem soeben veröffentlichten RTR Internet-Monitor-Jahresbericht für 2019 hervor. Demnach ist die Anzahl der Anschlüsse auf 10,6 Millionen gestiegen, die meisten davon in den Mobilfunk-Netzen.

„Um 2,7% legten die Breitbandanschlüsse im letzten Jahr zu – Ende 2019 verzeichneten wir in Österreich 10,6 Millionen Anschlüsse. Ein Viertel davon wird über Festnetze realisiert, drei Viertel über Mobilnetze“, gibt Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, Zahlen aus dem soeben veröffentlichten Internet Monitor Jahresbericht bekannt. „Und Internetzugänge sind systemrelevant! Das haben die letzten Wochen der COVID-19-Krise bewiesen. Das allseits verordnete Physical Distancing im beruflichen Alltag und im Privatleben beschleunigte das Virtual Moving Closer enorm. Ohne funktionierendes Internet wäre das undenkbar gewesen.“

Schlüsselt man die Zahlen etwas genauer auf, so sind die Zuwachsraten im vergangenen Jahr vor allem auf ein weiteres Wachstum im Smartphone-Bereich zurückzuführen. Mehr als die Hälfte aller Breitbandanschlüsse entfiel Ende 2019 auf Anschlüsse über Smartphone-Tarife (55,8 %). Letztere stiegen im Laufe des Jahres 2019 kontinuierlich an und verzeichneten im 4. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 4,8 %. Gegenüber dem Vorquartal betrug der Zuwachs 1,4 %. Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse sowie der reinen Mobilfunk-Anschlüsse blieb dagegen fast gleich. Beim Datenvolumen dreht sich das Bild: Der Konsum von Datenvolumen ist im Festnetz weiterhin fast doppelt so hoch wie der von mobilem Datenvolumen. Das konsumierte Datenvolumen im Festnetz betrug im Q4/2019 erstmals fast eintausend Petabyte (998 PB). Das entspricht einer Steigerung von 4,4 % im Vergleich zum Vorquartal und einem Zuwachs von 19,5 % im Jahresvergleich. Gleichzeitig legte allerdings auch das Datenvolumen im Mobilfunk drastisch zu. Erstmals wurden im Q4/2019 hier mehr als 500 Petabyte (exakt 530 PB) an konsumiertem Datenvolumen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 25,3 %. Der Gesamtumsatz bei den „reinen Datenumsätzen“ und Vorleistungen betrug laut RTR im vergangenen Jahr 1,6 Mrd Euro.

In den Zuwachsraten ist die jüngste Entwicklung im Rahmen der Corona-Krise noch nicht enthalten, weswegen Steinmaurer auch schon mit Spannung auf die nächste Auswertung wartet. „Interessant werden sicherlich die Zahlen der letzten Monate und wie die Entwicklung heuer bis Jahresende weitergeht. Feststeht jedenfalls, dass es unbedingt notwendig ist, den Ausbau der mobilen und festen Netze voranzutreiben, um Krisensicherheit, aber auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Österreich zukünftig zu gewährleisten“, so Steinmaurer abschließend. Der RTR Internet Monitor Jahresbericht ist auf der Website der RTR unter www.rtr.at/de/inf/internet-monitor-jahresbericht-2019 veröffentlicht und enthält umfangreiche Daten zum österreichischen Breitbandmarkt sowie Auswertungen zum RTR-Netztest. Die Daten zu den Grafiken sind im Open Data Bereich auf der Website der RTR abrufbar.

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