Mittwoch, 8. Juli 2020
Umsätze „explodieren”

Nedis: Corona-Krise kurbelt Smart Home-Geschäft an

Multimedia | Wolfgang Schalko | 23.06.2020 | |  
Die Umsätze im Segment Smart Home explodieren bei Nedis Austria aktuell förmlich, wie GF Mario Knapp berichtet. „Der diesjährige Umsatz hat sich im Vergleich zu den bereits ‚gesunden‘ Zahlen aus 2019 bis dato verdreifacht. Die Auswirkungen der Corona-Krise befeuern das Geschäft richtiggehend, vor allem in den Bereichen Kameras und Türsicherheit. ‚Smart Distancing‘ lässt sich mit diesen Produkten natürlich perfekt verbinden.“

Wie Mario Knapp erklärt, wird Smart Home ja nicht immer nur mit praktischem Nutzen und Funktionalität verbunden, auch der Image Faktor sowie die spielerische Komponente lassen einige Herzen höher schlagen: „Gerade in der Corona Zeit hatten sehr viele Menschen zuhause sehr viel Zeit um zu spielen…“ Um eine Einschätzung des Smart Home-Marktes insgesamt gebeten, sagt Knapp: „In den USA wurden heuer bereits Umsätze in Höhe von 22 Milliarden Euro getätigt. Der Markt in Österreich wird 2020 auf rund 325 Millionen Euro geschätzt, was einem Plus von etwa 18% entspricht. Wir als Firma Nedis haben dieses Potenzial schon sehr früh erkannt. Als essenziell erachten wir in diesem Zusammenhang eine benutzerfreundliche, mit allen wichtigen Sprachassistenten kompatible App, mit der man zuhause so gut wie alle Dinge bedienen kann.”

Im Trend sieht der Nedis-GF Kameras, „speziell vollbewegliche Modelle (mit Akku oder Netzbetrieb) im Outdoor Bereich zeichnen sich als Bestseller ab – ob vor der Türe, bei Carports, auf Terrassen, ganz egal wo, Hauptsache draußen.“ Auch im Innenbereich (als Babyphone oder in der Pflege) werden Kameras immer beliebter, wie Knapp ausführt.

Zudem verzeichnen Leuchtmittel & Steckdosen sowie das Segment der Melder (Rauch, Bewegung, Wasser) deutliche Wachstumskurven. Der Bereich Alarmsicherheit läuft hingegen noch nicht so gut, dies „da sich Händler und Konsumenten noch schwer tun Szenarien in der App zu erstellen“, so Knapp und: „Dabei funktioniert die App grundsätzlich auf dem einfachen ITTT (if this than that) Prinzip. Hier ein wenig Zeit zu investieren würde sich lohnen.“ Auch die Durchverkäufe bei Schaltern beschreibt Knapp als „nicht so gut“. Dies, weil beim Thema Licht gesamt betrachtet so gut wie immer Leuchtmittel anstatt von Schaltern bevorzugt werden.

Den Fokus legt Mario Knapp auf die Nedis Smart Life App, mit der man zahlreiche Produkte bzw. Bereiche schalten, steuern und automatisieren kann. Der Jahreszeit geschuldet liegt ein Schwerpunkt derzeit zudem auf den smarten Klimageräten und Ventilatoren von Nedis. „Des Weiteren sind wir damit beschäftigt, unsere ‚twisted‘ Filament LED Lampen stärker am POS zu platzieren. Smarte Deckenlampen (in RGB Ausführung) stehen ebenfalls ganz oben auf unserer Liste. Im Hintergrund ist das Produktmanagement damit beschäftigt smarte Thermostate bzw. Heizlösungen für die bevorstehende Wintersaison zu organisieren“, berichtet der GF.

Dem Fachhandel schreibt Mario Knapp im Zusammenhang mit Smart Home eine enorm wichtige Rolle zu. Er geht noch einen Schritt weiter und sagt: „Ich traue mich sogar zu behaupten, dass jene Händler, die sich nicht mit diesem ganzheitlichen Thema beschäftigen, in den nächsten Jahren nur mehr schwer existieren können. Dieses Produktsegment nur zu platzieren ist zuwenig! „Man muss es ‚leben‘, aktiv verkaufen, vorführen und vor allem die ‚schwierigste‘ Hürde überwinden, nämlich dem Kunden zeigen, wie einfach und komfortabel es eigentlich ist.“

Nedis unterstützt seine Handelspartner dabei u.a. mit kostenlosen, vorführbereiten Live Demoboards, Katalogen und In-Store Trainings durch den Außendienst.

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