Freitag, 27. November 2020
„Sehr gut aufgestellt. Kein akuter zusätzlicher Handlungsbedarf“

Lockdown in Gütersloh: Statement von Miele

Hausgeräte | Stefanie Bruckbauer | 24.06.2020 | | 2  
Nach dem Ausbruch des Corona-Virus in einem Schlachthof der Firma Tönnies wurde über den gesamten Kreis Gütersloh der Lockdown verhängt. In Gütersloh hat auch Miele seinen Firmensitz. elektro.at fragte nach, ob bzw. inwieweit der Hausgerätehersteller von den Maßnahmen betroffen ist.

Es seien Vorsichtsmaßnahmen, die zunächst bis 30 Juni. anberaumt sind. Die strengen Corona-Auflagen, die im März über ganz Deutschland verhängt worden waren, hielten in den Kreisen Gütersloh und Warendorf nun wieder Einzug. Grund dafür ist der Ausbruch des Corona-Virus in der Fleischfabrik Tönnies, die in der Gütersloher Nachbarstadt Rheda-Wiedenbrück angesiedelt ist. Mehr als 1.000 Mitarbeiter sind infiziert.

Wenige Kilometer von Rheda-Wiedenbrück entfernt ist die Stadt Gütersloh, wo sich bekanntermaßen auch die Zentrale von Miele befindet. elektro.at fragte beim Premiumhersteller nach, inwieweit man vom Lockdown betroffen ist bzw. welche Auswirkungen dieser auf das Unternehmen hat. Carsten Prudent, Leiter der Unternehmenskommunikation in der Miele Zentrale in Gütersloh, antwortete wie folgt:

Auch nach der Infektionswelle in der Gütersloher Nachbarstadt Rheda-Wiedenbrück und der behördlichen Anordnung eines regionalen Lockdowns für den Kreis Gütersloh gibt es keine Anzeichen für einen Corona-Ausbruch bei Miele. Eine Störung der Produktion ist ebenfalls nicht zu erwarten.

Weil der Schutz der Beschäftigten und Gäste für Miele höchste Priorität hat, wurden sehr frühzeitig umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen beschlossen, konsequent umgesetzt und situativ angepasst. Die Palette dieser Maßnahmen reicht von der Versorgung mit Desinfektionsmitteln und Masken über die Sicherstellung der Mindestabstände – bis hin zu betrieblichen Freistellungen bei Verdachtsmomenten, die deutlich über die behördlichen Quarantäneregelungen hinausgehen.

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate ist Miele auch mit Blick auf die Infektionswelle, die nun von der Belegschaft des Fleischverarbeiters Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ausgeht, sehr gut aufgestellt. Zusätzlich wurden die bestehenden Präventionsmaßnahmen unverzüglich der veränderten regionalen Situation angepasst. Zum Beispiel wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Tönnies-Beschäftigten in einem Haushalt leben oder auf sonstige Weise in näherem Kontakt gestanden haben, gebeten, darüber ihre Vorgesetzten zu informieren. Diese haben dann mit Unterstützung des betriebsärztlichen Dienstes zu entscheiden, wer bis auf Weiteres zu Hause bleiben muss. 

Davon abgesehen, beginnen am Standort Gütersloh in wenigen Tagen die turnusmäßigen Werksferien (29. Juni bis 17. Juli), mit dem kompletten Runterfahren der Produktion und einer hohen Urlaubsquote auch in Verwaltung und Vertrieb. Auch dies trägt maßgeblich dazu bei, einer Ausbreitung des Virus wirksam vorzubeugen. So aufgestellt, folgt für Miele aus dem am 23. Juni 2020 verkündeten ‚Lockdown‘ im Kreis Gütersloh kein akuter zusätzlicher Handlungsbedarf. Miele verfolgt die Nachrichtenlage aber sehr genau und steht auch in engem Austausch mit dem Krisenstab des Kreises Gütersloh.“

Kommentare (2)

  1. Schade, man hat wohl den dringenden Handlungsbedarf nicht erkannt, oder woran liegt es sonst, dass man heute 6-8Wochen auf Geschirrspüler warten muss und online Bestellungen teilweise überhaupt nicht möglich sind.

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