Sonntag, 9. August 2020
Bis zu 43 Mrd Euro

Oesterreichs Energie fordert massives Investitionspaket

E-Technik | Dominik Schebach | 07.07.2020 | |  
Angesichts der Krise will will Österreichs Energie, der Interessensverband der heimischen E-Wirtschaft, mit massiven Investitionen in Erneuerbare Energie, intelligente Stromnetze und Elektromobilität einen Schub bei der heimischen Wertschöpfung auslösen. Angesichts der Krise will will Österreichs Energie, der Interessensverband der heimischen E-Wirtschaft, mit massiven Investitionen in Erneuerbare Energie, intelligente Stromnetze und Elektromobilität einen Schub bei der heimischen Wertschöpfung auslösen. (© Österreichs Energie) Wenn man sich aus der Krise herausinvestieren will, dann schon richtig. Dementsprechend hat sich nun Österreichs Energie zu Wort gemeldet und regt ein massives Investitionspaket in erneuerbare Energie an, um einerseits den notwendigen Umbau des Energiesystems anzugehen und gleichzeitig heimische Arbeitsplätze zu schaffen.

Ausgangspunkt ist eine Untersuchung der Österreichischen Energieagentur (AEA). Diese zeige, dass Investitionen in die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Wind und Sonne auch die Konjunktur in Gang bringe. „So viel sauberen Strom produzieren, dass wir unseren Energiebedarf aus eigener Kraft decken können, die Netzinfrastruktur verstärken und das Energiesystem flexibler gestalten – das sind die drei Handlungsfelder die wir im Zuge der Energiewende vor uns haben“, fasst Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie, die Ergebnisse der Studie zusammen. „Wenn wir den Umbau jetzt angehen, könnten wir mitten in der Krise viele Milliarden Euro an inländischer Wertschöpfung in Bewegung setzen und damit tausende Arbeitsplätze im Land schaffen und sichern“, so Strugl.

Studienautorin Karina Kaus ergänzt: „Die wirtschaftlichen Effekte von Investitionen in eine grüne Strominfrastruktur werden von Ökonomen für den Konjunkturaufschwung als besonders positiv bewertet.“ Laut Kaus, die das Center Volkswirtschaft, KonsumentInnen und Preise bei der Österreichischen Energieagentur leitet, stehen dabei Infrastrukturinvestitionen in grüne Energie an erster Stelle, gefolgt von Förderungen für die entsprechende Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in die IKT und saubere Mobilität. Im Zuge der Studie wurden verschiedenen Zukunftsszenarien errechnet. Grund für dieses Vorgehen ist die volatile gesamtwirtschaftliche Situation, die keine aussagekräftigen langfristigen Prognosen zulässt. Ziel der Untersuchung war zudem die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen.

Milliardeneffekte durch erneuerbare Energien

Dabei will die E-Wirtschaft durchaus einiges an Geld bewegen, wie aus den Ausführungen Strugls hervorgeht: „Wenn es uns gelingt, dieses Projekt jetzt ins Rollen zu bringen, dann können wir ein Konjunkturpaket in Bewegung setzten, das in seiner Maximalvariante 43 Milliarden Euro an Investitionen bewirkt.“

Rund 25 Milliarden Euro davon seien für Projekte zum Ausbau der Erzeugung von sauberem Strom geplant, sie sichern bis zu 180.000 Arbeitsplätze und lösen inländische Wertschöpfung von 18 Mrd. Euro aus. Die Modernisierung und Digitalisierung der Netze erfordert Investitionen von etwa 18 Milliarden Euro und stößt inländische Nachfrage in der Höhe von 13 Mrd. Euro an. Handlungsfelder seien dabei die Stromerzeugung selbst, ein Upgrade der Netze sowie Investitionen in Wasserstoff- und CO2-Infrastruktur, und Elektromobilität, sowie die Flexibilisierung des Energiesystems durch den geplanten Ausbau der Speicherkapazitäten von Batteriespeichern, der Einführung von Demand-Side-Management bis hin zu Pumpspeichern.

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