Donnerstag, 30. Juni 2022
150 Mio Euro für Projekte von europäischem Interesse

Ministerrat beschließt IPCEI-Teilnahme

Dominik Schebach | 08.07.2020 | |  
Der Ministerrat hat heute für den Bereich Mikroelektronik die Teilnahme Österreichs an relevanten Projekten von gemeinsamen europäischem Interesse (Important Projects of Common European Interest – IPCEI) beschlossen. Damit soll die Förderung europäischer Zukunfts- und Schlüsseltechnologien sowie die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und Europas sichergestellt werden.

Das heute beschlossene und nun vorliegende Gesetz konkretisiert die Teilnahme Österreichs an der EU-Aktivität IPCEI zur Stärkung strategisch relevanter Wertschöpfungsketten in Europa und dem ersten diesbezüglichen IPCEI-Projekt zum Thema Mikroelektronik. Dadurch können ab Herbst 2020 150 Mio. Euro an zusätzlichen Wirtschaftsförderungen fließen, die für Produktionsbetriebe im Mikroelektronikbereich reserviert sind. Als „Important Projects of Common European Interest“ gelten Projekte in Zusammenarbeit von zumindest zwei EU-Mitgliedstaaten mit gemeinsamen europäischem Interesse, welche Ressourcen, Akteure und Expertise zusammenbringen, um in der Folge gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu überwinden.

Das könne jedoch nur der erste Schritt sein. Zusätzliche Mittel seien für Bereiche wie Batterieproduktion, Wasserstoff oder pharmazeutischen Industrie notwendig. wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck heute nach dem Ministerrat berichtet hat. Seitens des FEEI verweist man in diesem Zusammenhang auf die Schlüsselrolle der Mikroelektronik: „Wir sind sehr erfreut, dass Österreich nun diesen ersten Schritt zur Teilnahme am IPCEI Mikroelektronik macht. Gerade in unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Phasen ist es von großer Bedeutung, dass die globale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und Europas bei wichtigen Schlüssel- und Zukunftstechnologien, die für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit unumgänglich sind, gestärkt wird. Die Mikroelektronik zählt zweifelsohne zu diesen Technologien, denn sie ist der Enabler für die Digitalisierung heute und morgen“, zeigt sich Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI, über die Finanzierungszusage der Bundesregierung erfreut. Laut Roitner geht damit ebenso einher, dass Europa unabhängiger von anderen Wirtschaftsräumen Zugang zu Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in diesem wichtigen Bereich hat. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die digitale, technologische und wirtschaftliche Souveränität Europas in Zukunft.

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