Sonntag, 9. August 2020
Q2/2020

A1: Rückgang bei Roaming drückt Ergebnis

Telekom | Dominik Schebach | 16.07.2020 | |  
Die Netzbetreiber zählen gewisser Weise zu den „Gewinnern“ der Corona-Krise. Dass diese allerdings nicht ganz ungeschoren durch die Krise kommen, zeigt das nun veröffentlichte Quartalsergebnis der A1 Telekom Group. So sanken die Umsatzerlöse in diesem Zeitraum auf 1.095,7 Mrd Euro (-2,4% gegenüber Q2/2020).

„Im zweiten Quartal konnten wir durch eine starke operative Performance die Covid-19 und Wechselkurseffekte abschwächen. Die Umsatzerlöse sanken aufgrund der Covid-19 bedingten Roaming Verluste, geringerer Verkäufe von Endgeräten und der Fremdwährungseffekte um 2,4%. Das Konzern-EBITDA bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen stieg leicht um 0,5%“, erklärte Thomas Arnoldner, CEO der A1 Telekom Austria Group, zu den Highlights des zweiten Quartals 2020.

Laut Unternehmensstatement hätte sich der Rückgang bei Roaming wegen der fehlenden Touristen und Geschäftsreisenden mit -5% auf das EBITDA ausgewirkt. Stabil hätte sich dagegen das KMU-Segment entwickelt. Das Nettoergebnis für das 2. Quartal betrug so 113,8 Mio. Euro und lag um 62,7 % über der Vergleichsperiode des Vorjahrs, wobei beide Perioden durch Steuerverfahren in Bulgarien maßgeblich beeinflusst wurden. Aufgrund der Pandemie sowie Fremdwährungseffekten geht Arnoldner für das Gesamtjahr von einem Umsatzrückgang von rund 2% aus.

Auf der Haben-Seite hob Arnoldner die operative Stärke des Konzerns. Positiv sei auch, dass mit Covid-19 die Digitalisierung weiter Fahrt aufgenommen habe. Anwendungen wie E-Learning, Videoconferencing, TV-Streaming bis hin zu Security- und E-Health-Lösungen fördern langfristig den Bedarf nach leistungsfähiger Breitbandinfrastruktur.

Situation in Österreich

In Österreich erwirtschaftete A1im Q2/2020 einen Umsatz 635,9 Mio Euro – ein Minus von 3,4% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Dennoch zeichnet die Führungsspitze ein positives Bild von der Situation. „Österreich verzeichnete eine positive Entwicklung und konnte im 2. Quartal bei den Mobilfunkvertragskunden um 1,6% zulegen, wobei die Nachfrage nach hochwertigen Tarifen und WLAN-Routern sehr stark war. Bei Business Kunden standen Home-Office Lösungen und Bandbreiten-Erhöhungen im Vordergrund. Insgesamt konnte ein EBITDA Wachstum ohne Restrukturierungsaufwendungen von 0,4% trotz Roaming Verlusten erreicht werden“, wie Alejandro Plater, COO der A1 Telekom Austria Group, ausführte. „Da die weiteren Auswirkungen von Covid-19 schwer abschätzbar sind, tragen vorsorgliche Kürzungen von Investitionen und Betriebsausgaben zur weiteren Sicherung der Flexibilität bei.“

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