Reed Exhibitions: Kündigungen und grundlegende Umstrukturierung

Die Corona-Krise hat der Veranstaltungsbranche und somit auch Reed Exhibitions stark zugesetzt. Mit März ist das Veranstaltungsgeschäft de facto komplett zum Erliegen gekommen, „quasi auf Null gesetzt“, wie Unternehmenssprecher Paul Hammerl gegenüber elektro.at sagt. Deshalb kommt es bei Reed Exhibitions nun zu massiven Umstrukturierungen. Diese hätten sowieso stattgefunden, die Corona-Krise hat die Durchführung nun aber beschleunigt.
Eine Konsequenz ist, dass in Österreich 90 Mitarbeiter entlassen werden. Im Messebereich sind 53 Arbeitsplätze betroffen – 25 am Standort in Salzburg und 28 am Standort in Wien. Bei der auf Messebau und Messetechnik spezialisierten Tochtergesellschaft STANDout müssen 37 Mitarbeiter gehen. Die Vorgaben für den Personalabbau kamen seitens der Konzernmutter Reed Exhibitions in London. Für die betroffenen Mitarbeiter ist ein Sozialplan ausgearbeitet worden.
An der strategischen Neuausrichtung führe kein Weg vorbei, sagte Benedikt Binder-Krieglstein, Vorsitzender von Reed Exhibitions Österreich, gegenüber den Salzburger Nachrichten: „Durch die rechtzeitig und konsequent gesetzten Maßnahmen kann unser Unternehmen erfolgreich bleiben und sich am dramatisch verändernden Messemarkt weiterhin behaupten.“
Die Zukunft
Reed Exhibitions wird sich künftig auf größere Messeformate konzentrieren. Von der bisher 30 Messeformaten werden ua. die „Alles für den Gast“, die „Wohnen & Interieur“, die Bau-Messen in Wien und Salzburg, die „Smart“ und die „Intertool“ sowie die „Austropharm“ im Portfolio von Reed Exhibitions bleiben. Bleiben werden auch die Elektrofachhandelsmessen. Der Veranstalter sieht großes Potential in dem Bereich und wird sich deshalb selbst darum kümmern, wie Paul Hammerl gegenüber elektro.at berichtet.
Die „kleineren“ Messen sollen in Lizenz vergeben werden, wobei neun Messen in Zukunft (ab 2021) die neugegründete Austrian Exhibition Experts GmbH übernehmen soll. Dahinter stecken bekannte Namen aus der Veranstaltungsbranche, nämlich Nikolaus Pelinka, Rudi Kobza und Markus Grießler.
Find ich super wenn der Pressesprecher vom Bild lacht bei der Anzahl an Kündigungen!
… ist froh, das Unternehmen überlebt und er muss nicht alle kündigen