Samstag, 26. September 2020
Neue Prater-Attraktion: Zweitgrößte Modelleisenbahnanlage der Welt

Mini-Zug düst mit Sonnenstrom durch Mini-Wien

Über den Rand Photovoltaik | Wolfgang Schalko | 17.08.2020 | Bilder | |  
Das Modell der Müllverbrennungsanlage Spittelau kann im „Königreich der Eisenbahnen“ im Wiener Prater täglich von 9 bis 21 Uhr bewundert werden. Das Modell der Müllverbrennungsanlage Spittelau kann im „Königreich der Eisenbahnen“ im Wiener Prater täglich von 9 bis 21 Uhr bewundert werden. (© Königreich der Eisenbahnen) Ganz Wien im Kleinformat, das können Interessierte und Modelleisenbahn-Begeisterte seit Anfang August im Prater bewundern. Das neue „Königreich der Eisenbahnen“ wird nach dem Endausbau die zweitgrößte Modelleisenbahnanlage der Welt und ermöglicht mit einer derzeitigen Größe von 270 Quadratmetern einen einmaligen Blick auf die Stadt. Mehr als 70 Wahrzeichen Wiens wurden im Maßstab 1:87 nachgebaut – vom Schloss Schönbrunn bis zum Stephansdom. Ein besonderer Hingucker: Das Modell der Müllverbrennungsanlage Spittelau. Die gesamte Anlage wird zudem mit Strom von einem Solarkraftwerk am eigenen Dach betrieben.

„Wir bringen Sonnenstrom auf Schiene! Am Dach des ‚Königreichs der Eisenbahnen‘ sorgt unser neues Solarkraftwerk für den Antrieb. Die Modelleisenbahnen kurven mit dem hauseigenen Sonnenstrom besonders umweltfreundlich durch diese beeindruckende Anlage“, erklärt Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl.

Wien Energie trägt aber auch ein Wahrzeichen zum Eisenbahnmodell bei: „Die Müllverbrennungsanlage Spittelau steht seit jeher für umweltfreundliche Wärme- und Stromversorgung für Wien. Wie im Original sticht der Kamin mit seiner goldenen Kugel im Hundertwasser-Stil auch aus der Mini-Stadt heraus und setzt so ein deutliches Zeichen für Klimaschutz“, so Strebl.

Mit Ökostrom auf den Gleisen

Die Photovoltaik-Anlage erzeugt rund 100.000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr und spart damit knapp 34 Tonnen CO2 ein. So können alle 62 Lokomotiven und 13.700 Beleuchtungen klimafreundlich betrieben werden. Auch die Wärme- und Kälteversorgung kommt von Wien Energie: Mit einer Grundwasser-Wärmepumpe wurde auch dafür eine besonders ökologische Lösung installiert. Diese garantiert an Hitzetagen einen angenehmen Besuch im „Königreich der Eisenbahnen“, und im Winter behagliche Wärme, denn das Königreich ist ganzjährig geöffnet.

Energiewunderwerk in klein

Die Müllverbrennungsanlage Spittelau versorgt über 60.000 Haushalte jährlich mit umweltfreundlicher Fernwärme und knapp 50.000 Haushalte mit Strom. Damit ist die Anlage ein wahres Energiewunderwerk, denn die Energie wird aus dem Hausmüll der Wienerinnen und Wiener erzeugt. Die Mini-Spittelau im Wiener Prater erzeugt zwar keine Energie, bietet aber mit ihren 1,44 Metern eine einmalige Möglichkeit, die Müllverbrennungsanlage auch von oben zu betrachten. Beim Original ist das nur schwer möglich – der Turm mit der berühmten goldenen Kugel ist knapp 126 Meter hoch.

Bilder
Die Energie für die Attraktion kommt von der Sonne.
Die Energie für die Attraktion kommt von der Sonne. (© Wien Energie / Max Kropitz)

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