Freitag, 18. Juni 2021
Pilotprojekt im Windpark Weiden am See

Energie Burgenland kombiniert Wind- und Solarenergie auf einem Windrad

Photovoltaik Energiezukunft | Wolfgang Schalko | 04.09.2020 | | 5  
Die Energie Burgenland hat gemeinsam mit dem PV-Hersteller DAS Energy in Weiden am See ein innovatives Projekt realisiert: PV-Module auf dem Windrad sorgen für die besonders effektive Erzeugung von sauberem Strom. Die Energie Burgenland hat gemeinsam mit dem PV-Hersteller DAS Energy in Weiden am See ein innovatives Projekt realisiert: PV-Module auf dem Windrad sorgen für die besonders effektive Erzeugung von sauberem Strom. (© Energie Burgenland) Die Energie Burgenland investiert bis 2025 über eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Innovations-Projekte. Nun wurde im Windpark Weiden am See ein Pilotprojekt vorgestellt, bei dem auf dem Turm eines Windrades Photovoltaikzellen befestigt sind. Der zusätzlich produzierte Öko-Strom aus der PV-Anlage verbessert die Effizienz und den ökologischen Fußabdruck der Windkraftanlage.

Die Energie Burgenland hat das Projekt gemeinsam mit dem österreichischen Photovoltaikhersteller DAS Energy errichtet. Das Partnerunternehmen der Energie Burgenland hat eine weltweit einzigartige Lösung entwickelt, um Wind- und Sonnenkraftenergie zu kombinieren und um diese technische Höchstleistung zu realisieren. Kern dieser Neuheit sind die speziellen Eigenschaften der Photovoltaikmodule von DAS Energy. Im Gegensatz zu herkömmlichen Photovoltaik-Anlagen sind die Folien des österreichischen Unternehmens biegsam und passen sich dadurch der Form des Turms an.

Auf dem 80 Meter hohen Turm des Windrads sind 30 Sonnenkollektoren installiert, die nach Südosten und Südwesten ausgerichtet sind. Dadurch wird das Maximum der Sonnenenergie während des Tages genutzt. Die Photovoltaikzellen sind auf einer Fläche von 60 Quadratmetern und bis in eine Höhe von bis zu 40 Metern angebracht. Die Module sind rund fünfmal leichter als herkömmliche Photovoltaikmodule und nur 2mm dick. Die Montage und Wartung der Panele erfordern jedoch besonderes Geschick. Aus diesem Grund wurden die Photovoltaik-Kollektoren von den Seilkletterern der Firma Skyworkers aus Wiener Neustadt angebracht.

„Dieses Pilotprojekt gibt uns die Möglichkeit, das Potenzial von unseren Photovoltaikzellen zu zeigen. Photovoltaik ist generell eine der umweltfreundlichsten Technologien, benötigt aber sehr viel Fläche. Deshalb ist unser Ziel, möglichst viele Flächen nutzbar zu machen, um so den Strom der Zukunft zu liefern“, freut sich Christian Dries, Geschäftsführer von DAS Energy, über das Pilotprojekt mit der Energie Burgenland.

Kommentare (5)

  1. An Energie Burgenland ….
    Es freut mich das Ihre Firma die Windräder nachträglich mit Solarmodulen ausstattet .. Ist ja mühselig und aufwändig …Ich hoffe das
    die Windräder gleich schon in der Produktion mit Solarmodulen ausgestattet werden ..Also gleich mit 2 Energie Quellen …wenn die Behörden dann auch im Interesse des Klima Schutzes handeln würde .
    Und ganz schnell für Genehmigung dieser Energie Quellen erteilt so wären wir einen Riesen schritt weiter … Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen . Mit freundlichen Grüssen K.Groth
    Schnelle Genehmigung

  2. Habe mich schon viele Jahre gefragt weshalb die Flächen der Windmühlen nicht für Solarzellen genutzt werden ….Deshalb habe ich vor einiger Zeit einen Brief an Frau Professor Dr Kempfert gesendet .Titel Windenergie umrüsten …. Leider bis heute keine Antwort auf meinen Vorschlag . Ich habe noch einen Vorschlag wie die Flügel der Windmühle verbessert werden könnten damit diese geräuschärmer und kleiner aber zugleich effektiver sind .. Mal sehen wo ich diesesmal meinen Vorschlag unterbreiten werde .Eventuell bei Jugend forscht. .. es grüßt Sie Fr Groth

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  3. Hab ich mich schon lange gefragt, warum diese Kombination aus Windkraft und Photovoltaik noch nicht großflächig umgesetzt wurde. Sicherlich muss der „Turm“ der Windkraftanlage für die Solarzellenmontage technisch „freigegeben“ werden, durch die Solarzellen wird die Windlast am Mast m.E. auch etwas anteigen; aber wenn die Flächen an den vielen Türmen der WKAn ohnehin schon vorhanden sind, dann sollte man diese durchaus auch für Photovoltaik sinnvoll nutzen. Kennt jemand eine Abschätzung, wie viel Fläche insgesamt direkt an den WKA-Türmen deutschlandweit realistischer Weise für Solarzellen verfügbar ist ?

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