Dienstag, 20. Oktober 2020
PV Austria: EAG muss Fundament der Energiewende werden

365 Tage Klimanotstand in Österreich

Photovoltaik Energiezukunft | Wolfgang Schalko | 25.09.2020 | |  
Der PVA fordert von der Politik mehr Engagement bei der Umsetzung der Energiewende. Der PVA fordert von der Politik mehr Engagement bei der Umsetzung der Energiewende. Vor genau einem Jahr wurde vom Nationalrat der bundesweite Klimanotstand ausgerufen, mit dem der Kampf gegen die Klimakrise oberste Priorität erhielt. Die Bilanz zu dieser Zielsetzung fällt aus Sicht des Bundesverband Photovoltaic Austria jedoch nicht nur positiv aus.

Zwar wurden einige wichtige Eckpfeiler gesetzt, wie etwa das Bekenntnis der Bundesregierung zu 100% Ökostrom bis 2030 oder die konkreten Ausbauziele der Erneuerbaren Energien. Jedoch fehlte insgesamt der Umsetzungswille. Erst vor einer Woche veröffentlichte das Ministerium den Entwurf für das lange erwartete Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG). „Eine Bewegung in Richtung Energiewende ist sichtbar und wir können nur an die Politik appellieren, jetzt nicht an Tempo zu verlieren und die gesetzten Ziele auch rasch umzusetzen. Nicht zuletzt wurde durch die Corona Krise klar, dass Krisenabwehr nur durch Vehemenz und eine klare Handlungslinie mit nationalem Schulterschluss möglich ist“, betont Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria.

Die ambitionierten Ziele für den Ausbau der Photovoltaik von 11 TWh Zubau bis 2030 müssen demnach rasch in Angriff genommen werden. Hierfür soll das Erneuerbaren Ausbau Gesetz das Fundament bilden. Das neue Gesetz soll in den kommenden Wochen beschlossen werden und nach der Freigabe durch die EU Anfang 2021 in Kraft treten. Die Basis passt für den PVA, jedoch sind noch einige wichtige Details anzupassen und zu überarbeiten. „Wir freuen uns, dass viele wichtige Punkte für die Photovoltaik im neuen Gesetz verankert werden, sehen derzeit jedoch mit Sorge in die Bundesländer. Hier wird aktuell eher ein Rückzug als ein zukunftsorientiertes Handeln wahrgenommen“, zeigt sich Paierl besorgt – schließlich bringt der Ausbau der Erneuerbaren neben der Grundlage für den Klimaschutz auch Investitionen in die heimische Wirtschaft sowie sichere Arbeitsplätze.

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