Freitag, 23. Oktober 2020
Erste Messung – neuer Standard erzeugt mit Abstand schwächste Signal

FMK: 5G zeigt keine nennenswerte Erhöhung der Emissionen

Telekom | Dominik Schebach | 28.09.2020 | | 2  
Das FMK führt laufend Mobilfunk-Messungen durch. Nun wurden erstmals auch die Emission von 5G gemessen. Das FMK führt laufend Mobilfunk-Messungen durch. Nun wurden erstmals auch die Emission von 5G gemessen. (© FMK) Das Thema 5G wird seit Monaten immer wieder kontrovers diskutiert. Viele besorgte Bürger befürchten eine gesundheitsschädliche Strahlungsbelastung. Nun hat das FMK die erste normgerechte 5G-Messung durchgeführt. Das Ergebnis birgt besonders für jene Kritiker eine positive Überraschung: Der neue Funkstandard bringt kaum zusätzliche Emissionen.

Es ist eine Entwarnung. Alle, die sich ob der teilweise auch absurden Panikmache rund um 5G Sorgen machten, können nun gelassen dem Ausbau von 5G entgegensehen. Die, nach der in Österreich anzuwendenden Messtechniknorm OVE EN 62232, Messung ergab, dass das 5G-Signal einer Mobilfunkanlage, auf der alle Standards gesendet werden, das mit Abstand schwächste ist.
Konkret wurde auf der beliebten Summerstage in Wien die gegenüber liegende Station vermessen. Das Ergebnis war eindeutig: Während das „stärkste“ Signal mit einer Grenzwert-Ausnutzung von lediglich 0,1% vom GSM-900-Kanal der Station kam, nutze das schwächste Signal, eben 5G, gerade mal 0,0002% des Grenzwertes aus. Auch die UMTS- und LTE-Aussendungen lagen mit einer Ausnutzung von etwa 0,003% deutlichst unter der Promillegrenze.

Die zuletzt nach dem Vollausbau von LTE in ganz Österreich durchgeführte Messreihe an öffentlichen, hochfrequentierten Plätzen ergab als höchsten Wert rund 0,9% Grenzwerteausnutzung in der Summe aller Aussendungen. Das FMK schätzt, dass sich nach dem Vollausbau von 5G der höchste zu messende Wert österreichweit um 0,3 bis 0,4 auf Prozentpunkte auf  etwa 1,3% erhöhen wird. „Damit ist klar, dass die in den letzten beiden Jahren –  zuletzt auch sehr unsachlich und mit absurden Argumenten geführte Diskussion an der dritten Kommastelle des eigentlichen Grenzwertes stattgefunden hat“, schreibt das FMK in seiner Aussendung. Eine Videodokumention der Messung finden Sie hier.

Zur Einordnung

Eine dieser Messungen wurde vom ORF-Konsumentenmagazin konkret am 23. September 2020 gezeigt. Bei dieser Messung kam übrigens das stärkste Signal nicht vom Mobilfunk, sondern vom Funkmikrofon des Fernsehteams.

Kommentare (2)

    1. Die 5G-Auktion in Israel für die Frequenzbänder 700MHz, 2,6 GHz und 3,5 GHz wurden Mitte August abgeschlossen. Ich bin sicher in den anderen Staaten verhält es sich ähnlich.

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