Mittwoch, 21. April 2021
„Smarte Produkte wachsen weiter“

Gfu-Studie: Zunehmende Vernetzung in Haushalten

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 02.10.2020 | |  
Vernetzte, smarte Geräte haben alle Bereiche des täglichen Lebens erobert und gewinnen weiter an Bedeutung, wie eine aktuelle gfu-Studie zeigt. /Grafik: gfu) Vernetzte, smarte Geräte haben alle Bereiche des täglichen Lebens erobert und gewinnen weiter an Bedeutung, wie eine aktuelle gfu-Studie zeigt. /Grafik: gfu) Wie wichtig die Vernetzung für das Geschäftsleben und private Haushalte gleichermaßen ist, haben die corona-bedingten Einschränkungen gezeigt. Eine aktuelle gfu-Studie zeigt, dass vernetzte, smarte Geräte alle Bereiche des täglichen Lebens erobert haben und weiter an Bedeutung gewinnen.

Die vergangenen Monate haben besonders deutlich gemacht, wie sehr die Vernetzung – und die Abhängigkeit von ihr – fortgeschritten ist: Ob Homeoffice und Homeschooling, Online-Shopping und Video-Streaming, Nachrichten-Updates, Video-Konferenzen oder einfach nur mal wieder Freunde und Familie trotz Kontaktbeschränkungen per Video-Chat sprechen – all das wäre ohne Internet nicht möglich gewesen. „Tatsächlich sind die Haushalte in Deutschland inzwischen umfassend vernetzt und verfügen in der Regel über eine Reihe von Geräten mit Online-Anbindung“, so die Ergebnisse einer in diesem Sommer durchgeführten Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

Smartphone hat PC als Nummer 1 Online-Produkt abgelöst

Spitzenreiter bei den Online-Produkten ist laut gfu das Smartphone. 91% der Befragten gaben an, dass sie über eines verfügen. Damit hat das Smartphone den PC inzwischen vom Spitzenplatz bei den Online-Produkten im Haushalt verdrängt. Bei den 16- bis 39-Jährigen liegt der Anteil der Smartphone-Nutzer sogar bei 96%. Doch auch ein PC – ob als Tower, Desktop oder Notebook – ist weiterhin stark verbreitet: 86% der Befragten gaben an, dass in ihrem Haushalt ein Computer vorhanden ist. Auch hier gibt es wieder Unterschiede bei den Altersgruppen. Die über 60-Jährigen verzeichnen mit 93% eine deutlich höhere Haushaltsausstattung als die Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen mit 82%. Diese Altersgruppe ist wiederum eher ein Freund des Tablet-PCs, 61% der 16- bis 39-Jährigen haben ein solches Gerät in ihrem Haushalt. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil bei nur 48%, während ein Tablet-PC über alle Altersgruppen hinweg betrachtet in 55% der Haushalte vorhanden ist.

Mehrheit der Haushalte verfügt über einen Smart-TV

Der Fernseher ist inzwischen bei der Mehrheit (55%) der Befragten für Internetdienste gerüstet. Altersabhängige Unterschiede sind aber auch hier zu erkennen: 61% der 16- bis 39-Jährigen haben einen smarten Fernseher, bei den über 60-Jährigen nur 47%. „Insgesamt verzeichnen die smarten Fernseher das größte Wachstum innerhalb der Kategorie der Online-Produkte, sagt gfu. 2018 betrug ihr Anteil in den Haushalten 46%, 2019 wurde erstmals die knappe Mehrheit von 51% erzielt und nun die deutlichen 55%.

Genutzt wird die Online-Fähigkeit des TV-Geräts am häufigsten (55%) zum Abrufen von kostenpflichtigen Streamingdiensten, dahinter folgt die Nutzung von in der Regel kostenfreien Mediatheken der TV-Sender (34%) und Videoportalen (33%) wie zum Beispiel YouTube. Die Bereitschaft für Streamingdienste zu bezahlen, ist besonders bei den jüngeren Befragten ausgeprägt. Bei den 16- bis 39-Jährigen gaben fast vier von fünf (79%) der Smart-TV-Besitzer an, kostenpflichtige Dienste zu nutzen.

Smart-TVs verändern Fernsehverhalten

In der gfu Studie zeigt sich auch, dass Smart-TVs das Fernsehverhalten verändern: So gaben 50% der Smart-TV-Besitzer an, dass sie häufiger Sendungen schauen, die nicht von Werbung unterbrochen werden. Auch sogenanntes „Binge-Watching“, also das Anschauen von mehreren Folgen einer Serie hintereinander, wird durch Smart-TVs immer beliebter: 44% der befragten Smart-TV-Besitzer starten regelmäßig zum Serienmarathon. Besonders ausgeprägte „Serien-Junkies“ gibt es dabei in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen Smart-TV-Besitzer, hier bekennen sich fast zwei Drittel (65%) zum „Binge-Watching“. Ebenfalls erkennbar ist der Trend, dass die Smart-TV-Besitzer immer häufiger selbst bestimmen, wann etwas geschaut wird: bereits 40% von ihnen schauen unabhängig von festen Sendezeiten, bei den Jüngeren (16- bis 39-Jährige) liegt der Anteil bereits bei 51%.

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