Freitag, 23. Oktober 2020
Jänner-Termin nicht zu halten

Berufs-EM EuroSkills neuerlich verschoben

Die Branche | Wolfgang Schalko | 09.10.2020 | |  
Aufgrund der aktuellen Covid-19-Entwicklungen kann der Jänner-Termin nicht gehalten werden und die EuroSkills müssen erneut verschoben werden. Aufgrund der aktuellen Covid-19-Entwicklungen kann der Jänner-Termin nicht gehalten werden und die EuroSkills müssen erneut verschoben werden. Die ständig steigende Anzahl an Covid-19 positiv getesteter Personen in Europa, zahlreiche internationale wechselseitige Reiswarnungen und die derzeitigen Einschränkungen führen zu einer neuerlichen Verschiebung von EuroSkills 2020. Einen Ersatztermin – und damit einhergehend eventuell auch ein modifiziertes Format – will man so bald wie möglich präsentieren.

Die Covid-19 Situation in ganz Europa und die damit verbundenen Restriktionen haben sich in den letzten 3 Wochen verschärft und stellen den Lizenzgeber World Skills Europe und die EuroSkills 2020 GmbH, Veranstalterin von EuroSkills 2020, der Europameisterschaft der Berufe im Zusammenhang mit der Organisation für Jänner 2021 vor enorme Herausforderungen.

„Die aktuelle Situation ließ uns leider keine andere Wahl, als EuroSkills neuerlich zu verschieben. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wir wollen die Berufs-EM in Graz auf jeden Fall nachholen. Derzeit sind wir mit den internationalen Verantwortungsträgern in intensivem Austausch“, erläutert Josef Herk, Aufsichtsratsvorsitzender der EuroSkills 2020 GmbH.

Die Absage einiger Nationen in den letzten Tagen hat die Anzahl der Wettbewerbsteilnehmer mittlerweile um insgesamt rund ein Drittel verringert. „In einigen Wettbewerben kann somit auch die Mindestteilnehmerzahl nicht mehr erreicht werden. Die zahlreichen wechselseitig ausgesprochenen Reisewarnungen und die angekündigten Reduktionen der Winterflugpläne sorgen für große Unsicherheiten bei den teilnehmenden Nationen, sodass bis zum Schluss keine konstante Teilnehmeranzahl gewährleistet ist und damit die Planungsgrundlage dieser Europameisterschaft entzogen wird“, erklärt Geschäftsführer Harald del Negro. Aufgrund der ständig steigenden Anzahl positiv getesteter Personen in ganz Europa muss mit weiteren Absagen gerechnet werden, sodass eine ausgeglichene, faire und spannende Europameisterschaft für die besten Jungfachkräfte aus Europa nicht mehr zu erwarten ist.

„Wir geben keinesfalls auf und sind mit dem Lizenzgeber und Dachverband WorldSkills Europe in intensivem Austausch“, erläutert Geschäftsführerin Angelika Ledineg. „In den letzten Wochen wurde die Lage Tag für Tag analysiert und es wurden mögliche Szenarien erarbeitet und diskutiert. Wir haben uns schlussendlich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Dachverband dazu entschlossen, EuroSkills zu verschieben und eine Lösung zu finden, die es uns erlaubt, die EM der Berufe so durchzuführen, wie wir es uns alle gemeinsam vorgestellt haben – oder dieses internationale Highlight in einem neuen, aber der Idee entsprechenden Format zu entwickeln!“

Die grundsätzliche Idee, Jugendlichen Perspektiven zu zeigen, Berufsorientierung im Rahmen einer europäischen Leistungsschau der besten Fachkräfte Europas zu bieten, kann unter den derzeitigen Einschränkungen für Schulen im Jänner 2021 nicht umgesetzt werden. „Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass es gerade jetzt, wo Unternehmen in Österreich trotz zahlreicher freier Lehrstellen und Ausbildungsplätze mit dem Fachkräftenachwuchs kämpfen, enorm wichtig ist, der Jugend zu zeigen, was alles möglich ist und sie vor allem eines spüren zu lassen: die Leidenschaft, mit der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Bewerben ihren Beruf ausüben. Dass diese Leidenschaft sichtbar wird und sichtbar bleibt, ist das Ziel. Nicht im Jänner 2021 aber zu einem späteren Zeitpunkt“, betonen die beiden Geschäftsführer und arbeiten mit Hochdruck daran, möglichst bald einen neuen Termin bekannt geben zu können.

Gelingen kann dies in erster Linie mit Unterstützung und mit vollem Einsatz aller Beteiligten. „Mein Dank gilt unserem hervorragenden Team, das hier unter den aktuellen Herausforderungen Großartiges leistet, und unseren zahlreichen Sponsoren sowie Fördergebern und freiwilligen Helfern, die uns weiter tatkräftig unterstützen“, so Josef Herk abschließend.

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