Samstag, 31. Oktober 2020
Auch hierzulande kräftiges Plus

gfu: Deutscher TV-Markt weiterhin auf Wachstumskurs

Multimedia | Wolfgang Schalko | 15.10.2020 | | 1  
Der Markt für TV-Geräte wächst – in Deutschland ebenso wie hierzulande. Der Markt für TV-Geräte wächst – in Deutschland ebenso wie hierzulande. Nach den positiven Zahlen des ersten Halbjahrs 2020 im deutschen Markt für TV-Geräte erwarten viele Marktteilnehmer gespannt die Entwicklung im dritten Quartal, das weiterhin unter dem Einfluss der Corona-Pandemie steht. Mit einer Vorabveröffentlichung der Zahlen aus dem Home Electronics Markt Index kann die gfu Consumer & Home Electronics GmbH einen weiterhin positiven Verlauf bekannt geben: Der Markt der TV-Geräte weist auch von Januar bis September 2020 ein Wachstum auf – sowohl im Umsatz, als auch bei den Absatzzahlen.

Mit TV-Geräten wurde in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2020 ein Gesamtumsatz von rund 2,6 Milliarden Euro erzielt, was einem Zuwachs von 5,5 Prozent entspricht. Die verkaufte Stückzahl stieg in diesem Zeitraum um 5,3 Prozent auf rund 4,6 Millionen Geräte. Erstmals seit langer Zeit wurde zudem ein – wenn auch geringer – Anstieg des Durchschnittspreises verzeichnet (565 Euro, + 0,2 Prozent).

Die Trends zu größeren Bildern und besserer Auflösung zeigen sich auch im betrachteten Zeitraum Q1-3/2020. So beträgt der Umsatz der verkauften TV-Geräte mit Diagonalen über 54 Zoll (137 cm) fast die Hälfte des gesamten TV-Umsatzes (47 Prozent). Dem gegenüber steht ein Stückzahlanteil dieses Segments von 36 Prozent. TV-Geräte mit UHD-Auflösung stehen in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 für 89 Prozent des Gesamtumsatzes. 71 Prozent aller verkauften TV-Geräte in Deutschland sind UHD-tauglich.

Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu, kommentiert die aktuelle Marktlage: „Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie lassen sich im Moment vor allem zwei Entwicklungen erkennen von denen der TV-Markt weiterhin profitieren kann: Die Menschen verbringen deutlich mehr Zeit zuhause, was unter anderem auch den Bedarf an Unterhaltung steigen lässt. Gleichzeitig sind die Konsumenten bereit, in innovative Technik zu investieren, um ihr Zuhause der veränderten Realität anzupassen. Diese beiden Entwicklungen zeigen sich aktuell deutlich im Wachstum des TV-Marktes in Deutschland. Dabei setzt sich auch der Trend zu größeren und sehr gut ausgestatteten Fernsehgeräten fort. Beides spiegelt auch unsere gfu Studie wider.“

Die repräsentative Online-Befragung der gfu von Juli und August diesen Jahres mit 2.000 Befragten aus Deutschland zeigt in ihrem Ergebnis unter anderem die Gründe für die erhöhte Anschaffungsneigung der Konsumenten auf: Gefragt nach ihren Anschaffungsgründen für ein neues TV-Gerät gaben 65 Prozent an, einen größeren Bildschirm zu wollen. Auf dem zweiten Platz folgte mit 59 Prozent der Wunsch nach einer besseren Bildauflösung (UHD/4K bzw. 8K). Auch „Smart-TV“ (47 Prozent) und eine „bessere Ausstattung“ (39 Prozent) wurden oft als Kaufgründe angegeben.

TV-Markt in Österreich

Hierzulande war von Jänner bis August gegenüber dem Vorjahr stückmäßig ein Plus von 10% auf 369.000 verkaufte TV-Geräte zu verzeichnen und wertmäßig um 8% auf 219 Mio. Euro Gesamtumsatz. Der Elektrofachhandel konnte seine TV-Umsätze in diesem Zeitraum um gut 13% steigern und hat einen Anteil von 27% am Gesamtmarkt. Die Großfläche bleibt trotz eines Minus von 1,7% klar der stärkste Kanal (49,5% des Gesamtumsatzes), die größte Steigerung gelang den Mass Merchandisern (inkl. Pure Player) mit +32,8%. Die Durchschnittspreise bewegen sich weiter über dem Niveau unserer Nachbarn und lagen zuletzt bei gut 600 Euro.

Wachstumssegmente bilden TV-Geräte mit Diagonalen von 50 Zoll aufwärts, besonders stark die Klassen 50-54 sowie über 70 Zoll. Die OLED-Technologie macht mittlerweile fast ein Viertel der Umsätze bei 55 Zoll-Geräten und sogar über 30% bei 65-Zöllern aus.

Kommentare (1)

  1. Jetzt wird es heißen, der jammert schon wieder.
    Leider bleibt den Geräten die in großen Massen verkauft werden eben nicht viel oder fast nichts hängen?
    Klingt nicht komisch, es ist so.

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