Freitag, 4. Dezember 2020
Ein Blick auf Q4 und das Geschäftsjahr 2019/20

Ceconomy Bilanz: „Besser als erwartet“

Die Branche | Stefanie Bruckbauer | 09.11.2020 | |  
Ceconomy präsentierte die vorläufige Bilanz für das 4. Quartal 2020 und das Geschäftsjahr 2019/20. Trotz Minus unterm Strich sagt Ceconomy CEO Bernhard Düttmann: „Wir haben diese außergewöhnliche Zeit erfolgreich gemeistert und das Geschäftsjahr besser als erwartet abgeschlossen.“

„Wir haben diese außergewöhnliche Zeit erfolgreich gemeistert und das Geschäftsjahr besser als erwartet abgeschlossen. Die Krise hat mehr Menschen dazu veranlasst, ihr Leben zu Hause abwechslungsreicher, unterhaltsamer und erlebbarer zu gestalten. Dies spiegelt sich gut in unserer starken Online-Performance und der Erholung des stationären Geschäfts seit dem Ende des Lockdowns wider. Natürlich bleiben die Unsicherheiten im Zusammenhang mit COVID-19 und den weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen bestehen. Unser Schwerpunkt liegt nun darauf, den Kunden auch in der anstehenden Weihnachtssaison ein sicheres und angenehmes Einkaufserlebnis zu bieten. Wir gehen mit großem Respekt, aber auch mit Selbstvertrauen in die kommenden Monate“, so Bernhard Düttmann, CEO von Ceconomy.

Q4 2019/20 vorläufige Ergebnisse

Ceconomy nennt die vorläufigen Ergebnisse für das 4. Quartal des Geschäftsjahres 2019/20:

„Der Umsatz stieg währungs-und portfoliobereinigt um +7,6% (flächenbereinigt: +7,9%), angetrieben durch eine fortgesetzt starke Kundennachfrage, erfolgreiche Kampagnen und eine anhaltend gute Online-Dynamik; der zum Vorjahr vergleichbare Umsatz wuchs sogar um +9,8%.

Der Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr fand in allen Ländern statt, mit Ausnahme von Luxemburg. Deutschland, Österreich und die Türkei schnitten besonders gut ab.

Besonders stark war die Nachfrage nach Home-Office-Equipment, Haushaltsgeräten und Fernsehern, während der Umsatz der Kategorien braune Ware, Entertainment und Fotografie unter dem Vorjahresniveau lag.

Der Online-Umsatz stieg um ca. +35% gegenüber dem Vorjahr auf 16,1% des Gesamtumsatzes. Die Pick-Up-Rate stabilisierte sich bei ca. 39%.

Die stationären Umsätze waren dank höherer Durchschnittsbons und gestiegener Konversionsraten positiv. Die Frequenz in den Stores pendelte sich zuletzt bei etwa –15% im Vorjahresvergleich ein.

Die Services & Solutions-Umsätze gingen im Vorjahresvergleich um etwa –23% zurück und machten 4,7% des Gesamtumsatzes aus. Dienstleistungen an den „Smartbars“ in den Märkten sowie Garantieverlängerungen entwickelten sich positiv, während das GSM-Mobilfunk-und andere Vertragsgeschäfte aufgrund starker Kampagnen im Vorjahr vergleichsweise rückläufig waren.

Das bereinigte EBIT lag bei rund 120 Mio. Euro. Eine starke Umsatzentwicklung unterstützte das Ergebnis, während die Bruttomarge niedriger als im Vorjahresquartal war, jedoch mit einer Trendverbesserung gegenüber dem Neunmonatszeitraum.“

GJ 2019/20 vorläufige Ergebnisse

Die vorläufigen Ergebnisse für das gesamt Geschäftsjahr 2019/20 präsentiert Ceconomy wie folgt:

„Der Umsatz lag währungs-und portfoliobereinigt mit –1,8% nur leicht unter dem Vorjahresniveau (flächenbereinigt: –1,4%), was die negativen Auswirkungen der mit COVID-19 verbundenen Marktschließungen widerspiegelt. Diese glichen sich durch die starke Erholung seit der Wiedereröffnung der Geschäfte und die solide Umsatzentwicklung in den ersten fünf Monaten (Oktober-Februar) jedoch fast aus.

Die Online-Umsätze präsentieren sich mit einem außergewöhnlichen Anstieg um ca. +44% im Vorjahresvergleich auf 4,2 Mrd. Euro oder 20,2% des Gesamtumsatzes. Dank der verstärkten Konzentration der Vertriebsaktivitäten und -ressourcen auf den Online-Kanal; wurden mehr als sechs Millionen neue Webshop-Kunden im Gesamtjahr konzernweit registriert.

Services & Solutions-Umsätze gingen um ca. -8% gegenüber dem Vorjahr auf 5,4% des Gesamtumsatzes zurück, was hauptsächlich auf die COVID-19-bedingten Marktschließungen und die niedrigere Kundenfrequenz seit dem Ende der Schließungen zurückzuführen ist.

Das bereinigte EBIT liegt bei rund 230 Mio. Euro. Der Rückgang resultiert aus der COVID-19-bedingten negativen Umsatzentwicklung des stationären Geschäfts im April und Mai und einer negativen Margenentwicklung in Folge der COVID-19-induzierten Kanalverschiebung, höheren Lieferkosten und bestandsbezogenen Effekten. Die frühzeitigen und umfangreichen Maßnahmen als Reaktion auf COVID-19 sowie die konsequente Umsetzung der strategischen Initiativen wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus“, so das Unternehmen, das für 15. Dezember 2020 die endgültigen Ergebnisse präsentieren wird, sowie ein „Strategie-Update einschließlich der nächsten Schritte im Transformationsprozess des Unternehmens“.

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