Samstag, 2. Juli 2022
Veranstaltung erstmals online

132. OVE-Generalversammlung: Sicher und gut vernetzt in eine nachhaltige Zukunft

Energiezukunft E-Technik | Wolfgang Schalko | 13.11.2020 | |  
OVE-Präsident Kari Kapsch und Staatssekretär Magnus Brunner im Rahmen der erstmals online abgehaltenen OVE-Generalversammlung. OVE-Präsident Kari Kapsch und Staatssekretär Magnus Brunner im Rahmen der erstmals online abgehaltenen OVE-Generalversammlung. (© OVE) Zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte fand die Generalversammlung des OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik am 10. November 2020 online statt. Auf der Agenda standen Neuwahlen in Präsidium und Vorstand sowie ein Überblick über die jüngsten Verbandsaktivitäten. Das bestimmende Thema war hier die Energiewende.

Der OVE hat im vergangenen Jahr zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten – darunter die OVE-Energietechnik-Tagung in Innsbruck sowie mehrere Positionspapiere und Pressestatements – dem notwendigen Umbau unseres Energieversorgungssystems gewidmet. „Die damit verbundenen Forderungen nach kürzeren Genehmigungsverfahren, geeigneten Fördermaßnahmen und größerer Investitionssicherheit haben wir sowohl der Öffentlichkeit präsentiert, als auch an die politischen Entscheidungsträger herangetragen“, fasste OVE-Präsident Kari Kapsch zusammen.

Wege zur Klimaneutralität

Im Rahmen der Generalversammlung gab dann auch Magnus Brunner, Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, einen Überblick über die konkreten Schritte der Regierung auf dem Weg zur Klimaneutralität Österreichs. Er bezeichnete das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) als das größte Energiepaket der vergangenen Jahre, das das komplette Fördersystem für Ökostrom auf ganz neue Beine stelle. Es brauche für jede erneuerbare Technologie die jeweils richtigen Rahmenbedingungen, so Brunner. Nicht überall in Österreich könnten die unterschiedlichen Technologien gleich verteilt werden, daher seien individuelle Lösungen gefordert. Intelligente Klimaschutzpolitik könne aber in jedem Fall ein Innovationsmotor für die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft sein. Vor allem im Wasserstoff sieht Brunner einen zentralen Baustein der Energiewende. Im Anschluss an seinen Vortrag stand der Staatssekretär den OVE-Mitgliedern dann noch für eine angeregte Diskussion zur Verfügung.

Gut vernetzt durch die Corona-Krise

OVE-Generalsekretär Peter Reichel berichtete über ein erfolgreiches Jahr 2019 und hob dabei insbesondere die E 8101 hervor. Die Bestimmungen für die Errichtung von elektrischen Niederspannungsanlagen sind im Vorjahr dank des professionellen Zusammenwirkens von Expertinnen und Experten aus Gewerbe, Industrie und Ingenieurbüros in einer neuen aktualisierten Fassung erschienen. Und auch das herausfordernde Jahr 2020 kann der OVE erfolgreich gestalten: Sämtliche Bereiche haben ihre Aktivitäten rasch an die neuen Anforderungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung von SARS COVID-19 angepasst und erfolgreich fortgesetzt. So werden etwa die Fortbildungsveranstaltungen der OVE-Academy online angeboten, OVE Certification konnte die Betreuung zahlreicher Fertigungsstätten weltweit durch ein „Remote Inspection Programm“ sicherstellen und die Technischen Komitees halten ihre Sitzungen online.

Neuer Vizepräsident gewählt

Gerd Pollhammer (Siemens) wurde im Rahmen der Generalversammlung zum OVE-Vizepräsidenten gewählt. Er folgt Arnulf Wolfram (Siemens) nach, der statutengemäß nach der zweiten Funktionsperiode ausscheidet. Andreas Kugi (TU Wien) wurde wiedergewählt. Vizepräsident bleibt außerdem Gerhard Christiner (APG). Statutengemäß wurde auch der OVE-Vorstand neu gewählt. Hier gab es ebenfalls eine personelle Änderung: Lia Gruber folgt Fabian Zavarsky als Vertreterin der OVE Young Engineers nach.

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