Freitag, 4. Dezember 2020
Österreichweit für Maschinenkommunikation

LTE-M: Magenta baut sein IoT-Angebot aus

Telekom | Dominik Schebach | 13.11.2020 | |  
Mit LTE-M bietet Magenta Telekom eine IoT-Lösung für Anwendungen an, bei denen vor allem hoher Datendurchsatz und geringer Energieverbrauch in einem mobilen Umfeld benötigt werden. Mit LTE-M bietet Magenta Telekom eine IoT-Lösung für Anwendungen an, bei denen vor allem hoher Datendurchsatz und geringer Energieverbrauch in einem mobilen Umfeld benötigt werden. Magenta hat ein neues Netzangebot für IoT-Anwendungen vorgestellt. Mit LTE-M, kurz für „Long Term Evolution for Machines“, ermöglicht der Betreiber in zahlreichen Branchen die Verwirklichung anspruchsvoller Internet of Things-Szenarien, die einen höheren Datendurchsatz benötigen.

Bereits 2018 hat Magenta Telekom als erster Anbieter in Österreich die IoT Netzwerktechnologie NarrowBand IoT (NB-IoT) flächendeckend ausgerollt. Diese Netzwerktechnik eignet sich vor allem für IoT-Anwendungen mit geringem Datenverbrauch und im stationären Einsatz. Nur zwei Jahre später launcht Magenta Telekom bundesweit LTE-M. Das Unternehmen ist somit der erste und bisher einzige Mobilfunkprovider, der diese beiden Low Power Wide Area (LPWA) Technologien flächendeckend in Österreich anbietet. Die Übertragungstechnologie LTE-M für das Internet der Dinge ist ab sofort als Teil des Magenta IoT-Tarifportfolios erhältlich.

„LTE-M ist ein fixer Bestandteil unseres IoT-Netzangebotes und wurde speziell für mobile IoT-Anwendungsfälle entwickelt. Diese IoT Technologie ermöglicht geringe Latenz bei geringem Energiebedarf sowie relativ hohe IoT Datenraten im Vergleich zu NB-IoT. Die mobile Verbindung über LTE-M bietet daher noch mehr Möglichkeiten für die Umsetzung neuer, innovativer IoT-Anwendungen mit bis zu 50% günstigeren Modul- und Sensorenkosten“, so Volker Libovsky, CTIO Magenta Telekom, zur Einführung von LTE-M in Österreich. Zusätzlich zu den genannten Vorteilen bietet LTE-M den Vorteil guter Abdeckung in Innenräumen sowie niedrigeren Modulkosten. Zusätzlich unterstützt LTE-M auch SMS-Funktionalitäten.

„Mit NB-IoT und LTE-M bietet Magenta als erster Telekommunikationsanbieter in Österreich für jeden IoT-Anwendungsfall die passende Übertragungstechnologie. Dies ist ein wesentlicher Schritt um Innovation im IoT-Bereich in Österreich weiter vorantreiben zu können“, erklärt Maria Zesch, CCO Business & Digitalization bei Magenta Telekom.

LTE-M vs. NB-IoT

Von den Einsatz-Szenarien unterscheiden sich LTE-M und NB-IoT grundsätzlich und bieten unterschiedliche Vorteile. Da LTE-M beim Durchqueren mehrerer Mobilfunkzellen die Verbindung aufrecht erhält (sogenannter „Handover“) eignet sich die Technologie vor allem für mobile Anwendungsfälle bei denen eine höhere Datenrate und niedrigere Latenzzeiten entscheidend  sind. Das ist beispielsweise für Tracking Lösungen in der Kühllogistik von Vorteil.

Bei NB-IoT erfolgt ein derartiger „Handover“ nicht, weswegen diese Technologie besonders für stationäre Anwendungsfälle geeignet ist, bei denen aber zum Beispiel eine besonders lange Batterielaufzeit von Bedeutung ist, die wiederum durch die geringe Datenrate von NB-IoT gewährleistet wird. NB-IoT ermöglicht überdies eine noch tiefere Gebäudedurchdringung als LTE-M und gewährleistet somit eine Datenübertragung bis in den Keller oder sogar noch tiefer unter die Erde. Diese Eigenschaft ist beispielsweise bei smarten Mülltonen oder Smart Meter Anwendungen relevant.

IoT und 5G im LTE-M Netz

LTE-M und NB-IoT basieren auf dem 3GPP Standard und werden sich als Teil der 3GPP-5G-Spezifikationen daher auch dementsprechend weiterentwickeln. Die langfristige Lebensfähigkeit dieser Technologien sei somit laut Magenta Telekom gesichert.

Zudem steht LTE-M auch über die Landesgrenzen hinaus zur Verfügung. Mit Magenta Business kann LTE-M Roaming in Amerika, Australien und Europa, wo die Technologie bereits ausgerollt ist, genutzt werden. Das Roaming soll zudem in den nächsten Jahren laufend ausgebaut werden.

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