Mittwoch, 27. Januar 2021
„Befürchteter Kundenansturm bleibt aus“

Handelsverband: „Einkaufstage deutlich hinter den Erwartungen der Händler“

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 08.12.2020 | | 1  
Auch am zweiten verkaufsoffenen Tag nach dem Lockdown II blieb der Kundenansturm hinter den Erwartungen der Händler, wie der Handelsverband berichtet. (Bild: Petra Bork/ pixelio.de“ Auch am zweiten verkaufsoffenen Tag nach dem Lockdown II blieb der Kundenansturm hinter den Erwartungen der Händler, wie der Handelsverband berichtet. (Bild: Petra Bork/ pixelio.de“ Heute ist der zweite offene Tag im Non Food-Handel nach dem Lockdown II. „Der befürchtete Kundenansturm blieb auch am verkaufsoffenen Feiertag (Maria Empfängnis) aus bzw. deutlich hinter den Erwartungen der Händler“, wie der Handelsverband feststellt.

„Die ersten beiden Einkaufstage seit der Wiedereröffnung des stationären Non-Food Handels bleiben deutlich hinter den Erwartungen der Händler zurück“, sagt der österreichische Handelsverband und: „Am Montag war der Andrang auf die Geschäfte überschaubar, besonders wenn man bedenkt, dass die Geschäfte wochenlang geschlossen waren. Zu dem im Vorfeld befürchteten Ansturm kam es jedenfalls nicht. Auch am heutigen verkaufsoffenen Feiertag (Maria Empfängnis) – traditionell einer der umsatzstärksten Tage des Jahres – waren die Kundenfrequenzen bis zum frühen Nachmittag in den Geschäften weit niedriger als prognostiziert. Mit der Fortdauer des Tages ist nun mehr Aufkommen wahrnehmbar, allerdings wird vielerorts mehr gebummelt als tatsächlich gekauft.“

Händler hoffen auf Zunahme der Umsätze am späten Nachmittag

Viele Händler – insbesondere in den Segmenten Bekleidung, Schuhe, Baustoffhandel, Uhren, Schmuck – würden heute sogar mit weniger Umsatz rechnen als gestern, wie der Verband berichtet. „Je nach Warengruppe und Region haben einige bereits begonnen, Personal nach Hause zu schicken, andere hoffen noch auf eine Zunahme der Frequenzen und Umsätze am späten Nachmittag.“

Der Handelsverband bezieht sich in seinem Bericht auf Meldungen von Händlern und Shopping Center-Betreibern sowohl aus der Bundeshauptstadt Wien als auch aus den Bundesländern. „Die Händler sprechen heute von einem mäßigen Betrieb“, so der Verband und: „Von einem übermäßigen Andrang ist auch am Nachmittag kaum wo die Rede.“

Die Gastronomie fehlt dem Handel

„Die Gastronomie fehlt dem Handel sehr, da jetzt eher gezielte Käufe getätigt werden und Gelegenheitskäufe durch verkürzte Aufenthaltsdauern wegfallen – das zeigen die ersten beiden Einkaufstage seit Ende des harten Lockdowns ganz deutlich. Damit bleibt auch die wirtschaftliche Lage der heimischen Händler weiterhin angespannt„, kommentiert Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Auch Schlangenbildungen soll es heute vor den Geschäften nur vereinzelt und in sehr kleinem Ausmaß gegeben haben, wie Rainer Will berichtet. „Es gab also keine langen Wartezeiten. Diese wurden von den Kunden generell geduldig und unter Wahrung der Abstands- und Hygienevorgaben in Kauf genommen. Die Konsumenten waren sowohl gestern als auch heute sehr diszipliniert und vorbildlich.“

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