Mittwoch, 20. Oktober 2021
PV Austria und Bundesinnung begrüßen Ausweitung der PV-Förderung

Klimafonds: zusätzliche Fördermittel für Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik Energiezukunft E-Technik | Wolfgang Schalko | 17.12.2020 | |  
Bundesinnungsmeister Andreas Wirth sieht in der Ausweitung des PV-Förderbudgets und förderbarer Anlagengrößen einen wichtigen Schritt zur Stärkung eines nachhaltigen Wirtschaftsstandorts Österreich und will im neuen Jahr mit einer eigenen Ausbildungsschiene aktiv werden. Bundesinnungsmeister Andreas Wirth sieht in der Ausweitung des PV-Förderbudgets und förderbarer Anlagengrößen einen wichtigen Schritt zur Stärkung eines nachhaltigen Wirtschaftsstandorts Österreich und will im neuen Jahr mit einer eigenen Ausbildungsschiene aktiv werden. (© WKÖ) Anfang Dezember präsentierte Bundesministerin Leonore Gewessler die Aufstockung sowie Ausweitung der bestehenden Photovoltaik-Förderung des Klima- und Energiefonds. Aus Sicht des Bundesverband Photovoltaic Austria ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung 100% erneuerbaren Strom bis 2030 und auch Bundesinnungsmeister Wirth ortete darin eine wichtige Maßnahme zur Stärkung eines nachhaltigen Wirtschaftsstandorts Österreich.

Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband Photovoltaic Austria, erklärte: „Mit der Anhebung des aktuellen Förderbudgets des Klima- und Energiefonds um weitere 20 Millionen Euro (somit eine Verdreifachung) sowie der Anhebung der förderbaren Anlagengröße von 5 Kilowattpeak auf 50 Kilowattpeak wird nicht nur entsprechend den neuen Anforderungen nachgezogen, sondern auch Unternehmen, als wichtige Umsetzungspartner, der Zugang zur Förderung ermöglicht.“ Der baldige Start – noch dieses Jahr – wird sehr begrüßt. Wichtig sei, dass die Neuauflage dieser Förderung an andere bestehende PV-Fördersysteme (OeMAG) angepasst wird, um eine Harmonisierung und damit auch die Kontinuität der Fördersysteme zu erhalten. Damit werde der PV-Branche eine weitere Perspektive und somit Planungssicherheit geboten. Auch das für nächstes Jahr angekündigte Programm für innovative PV-Anwendungen, wie Parkplatzüberdachungen, schwimmende PV oder Doppelnutzungskonzepte, schaffe Diversifizierung und eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreichs.

Im Bereich der erneuerbaren Energie wurde aus Sicht der Elektrotechniker mit der Ausweitung der Photovoltaik-Förderung des Klima- und Energiefonds ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt. „Wir freuen uns, dass unsere Forderungen gehört und umgesetzt werden. Als Bundesinnung begrüßen wir die Ausweitung der PV-Förderung aus dem Klima- und Energiefonds. Damit kommen wir nicht nur den Nachhaltigkeitszielen einen Schritt näher, sondern setzen auch einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls in Krisenzeiten“, so Andreas Wirth, Bundesinnungsmeister der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker zur angekündigten Aufstockung von Bundesministerin Leonore Gewessler. Die Bundesinnung hatte bereits im Frühjahr eine wirksame Förderungsmaßnahme für Investitionen in die Errichtung von privaten und gewerblichen Photovoltaikanlagen gefordert. Diese Forderung wird nun umgesetzt.

„Die Anhebung der förderbaren Anlagengröße ermöglicht auch Unternehmen einen einfacheren Zugang zur PV-Förderung und setzt damit Investitionsanreize im Bereich der erneuerbaren Energie. Diese Investitionen schaffen insbesondere massive regionalwirtschaftliche Effekte und unterstützen das Handwerk sowie das Gewerbe der Elektrotechniker“, zeigte sich auch der Photovoltaik-Sprecher der Bundesinnung, Fritz Manschein, erfreut. Gleichzeitig wies Manschein – genau wie Paierl – auf die Bedeutung harmonisierter Förderungen hin. „Um der Branche Planungssicherheit zu gewähren, muss diese Förderung auch an die bestehenden PV-Förderungen angepasst werden. Damit schaffen wir ein harmonisiertes PV-Förderungssystem ohne Unsicherheiten.“

Eigene Ausbildungsschiene für PV

Die Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker unterstützt die Elektrogewerbebetriebe im Bereich der Photovoltaik auch konkret mit einer eigenen Ausbildungsschiene bei der Fachkraftsuche und Umschulung. Unter dem Motto „Die Energiewende braucht Dich!“ will die Bundesinnung gemeinsam mit Kooperationspartnern Menschen motivieren, die sich zum Elektropraktiker für Photovoltaikanlagen umschulen lassen. Damit soll dem Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegengetreten werden. „Wir sind stolz, dass wir mit unserem Projekt zur PV-Fachkraftsuche und Umschulung bereits im Jänner 2021 starten können. Mit diesem Projekt wirken wir nicht nur dem Fachkräftemangel entgegen, sondern bieten in diesen für den Arbeitsmarkt herausfordernden Zeiten die Möglichkeit, mittels Umschulung zum Elektropraktiker in dem zukunftsträchtigen Bereich der Photovoltaik wieder in Beschäftigung zu kommen“, zeigt sich Bundesinnungsmeister Wirth optimistisch. (HSP/PWK623)

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