Mittwoch, 27. Januar 2021
Editor's ChoiceDer neue Bundesgremialobmann im Interview

Robert Pfarrwaller: „Werde meinen Weg gehen”

Hintergrund Die Branche | Wolfgang Schalko | 18.12.2020 | | 1  
Im Elektro- und Einrichtungsfachhandel will Robert Pfarrwaller eine neue Austauschkultur mit intensiverer Beteiligung der rund 14.000 Mitglieder etablieren. Im Elektro- und Einrichtungsfachhandel will Robert Pfarrwaller eine neue Austauschkultur mit intensiverer Beteiligung der rund 14.000 Mitglieder etablieren. (© Rexel Austria) Kurz vor dem Lockdown II kam es bei der konstituierenden Sitzung des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels zum Knalleffekt: Nicht Langzeit-Obmann Wolfgang Krejcik, sondern Rexel Austria-CEO Robert Pfarrwaller wurde für die nächsten fünf Jahre zum Spitzenvertreter der Branche gewählt. Im Gespräch mit E&W erläutert der neue Bundesgremialobmann seine Ambitionen für diese Funktion, welche großen Themen auf der Agenda stehen, was sich ändern soll – und was nicht.

Herr Pfarrwaller, Sie stehen nun an der Spitze des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels. Können Sie Ihren Weg dorthin skizzieren?

Ich war 28 Jahre bei Philips, ehe ich 2014 zu Rexel wechselte. Seither bin ich auch in der Wirtschaftskammer aktiv. Seit 2015 leite ich den Fachausschuss Elektrogroßhandel der WKÖ und in der WK Wien bin ich 2016 nach dem plötzlichen Ableben von Roman Adametz Berufszweigsprecher geworden. Alle diese Rollen fülle ich bis heute aus und über meine Funktion im Landesgremium bin ich in den Bundesgremialausschuss des Elektro- und Einrichtungsfachhandels nominiert worden. Ich bin seit vier Jahren Mitglied in diesem Ausschuss und pflegte hier eine sehr enge Zusammenarbeit mit Wolfgang Krejcik. Nachdem ich ja eher von der Elektrotechnik-Seite gekommen bin, haben wir uns entsprechend abgestimmt und auch gut ergänzt.

Es war und ist mir eine Freude, hier mitzuarbeiten – denn mitgearbeitet habe ich eigentlich mein ganzes Leben. In meiner Zeit in Deutschland war ich unter anderem Sprecher der Lichtindustrie und auch Energieeffizienzsprecher im ZVEI. Während meiner Tätigkeit bei Philips in Österreich war ich Mitglied der IV und auch stv. Ausschussvorsitzender im FEEI. Ein gewisses Engagement in Branchenthemen und diese aktiv mitzugestalten war aufgrund meiner Funktionen schon immer fast ein Muss. Dh es war nicht erst seit meinem Wechsel zu Rexel mein Verständnis, sich – als Ergänzung zu den beruflichen Herausforderungen – über das Unternehmen hinaus zu engagieren, den Markt für Zukunftsthemen aufzubereiten und auch aufzuzeigen, wo Rahmenbedingungen geändert werden sollten.

Die Funktion im Bundesgremium ist aber doch etwas Spezielles…

Es hat mich sehr gefreut und geehrt, dass ich überhaupt als möglicher Kandidat in Frage kam. Ursprünglich war keine sofortige Übergabe geplant, sondern eine zeitlich versetzte – jetzt ist es eben anders gekommen. Ich fühle mich auch sehr geehrt, dass ich einstimmig gewählt wurde. Ich werde natürlich meine Erfahrung einbringen, um die Interessen des Elektro- und Einrichtungsfachhandels mit den vielen verschiedenen Bereichen, die im Bundesgremium versammelt sind, bestmöglich zu vertreten. Wir sprechen hier immerhin von 14.000 Mitgliedern, mit über 50.000 unselbständig Beschäftigten und 2.500 Lehrlingen sowie 16 Milliarden Euro an Umsatzerlösen. Die Kernaufgabe ist, deren Interessen zu vertreten, und den Rahmen dafür bilden Lobbying, Öffentlichkeitsarbeit, Gesetzesbegutachtung und Lehrlingsausbildung.

Wenn ich das mit meiner beruflichen Tätigkeit in Verbindung bringe, dann sehe ich bei Rexel 16.000 Kunden und sehr, sehr viele davon sind Einzelhändler. Dh da gibt es schon eine Schnittmenge – auch wenn ich selbst kein Einzelhändler bin und nie einer war. In der Branche, die ich jetzt vertreten darf, hat der Großteil der Betriebe bis zu neun Mitarbeiter, und da wird auch mein Hauptaugenmerk liegen: Wie kann ich diesen bestmöglich helfen bzw wie kann ich diese bestmöglich vetreten, ohne dass ich das in meiner natürlichen DNA habe.

Doch genau darum geht es ja bzw besteht darin die Herausforderung für Sie – dass sich der „kleine” Händler von Ihnen gut vertreten fühlt, obwohl Sie weder ein Einzelhändler sind noch ein eigenes Geschäft besitzen.

Ich bin halt anders groß geworden, aber manche Mechaniken sind, ob als kleines oder größeres Unternehmen, die gleichen: Man muss jedes Monat genug Geld haben, um die Gehälter zu bezahlen, man muss den Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld zur Verfügung stellen, in dem sie sich wohl fühlen, und man muss über ausreichende Mittel verfügen, um das Lager bewirtschaften zu können. Manche typischen Mechaniken sind also durchaus ähnlich, wenngleich man sich als großes Unternehmen allein aufgrund der wesentlich breiteren Streuung in manchen Bereichen etwas leichter tut als ein Einzelgeschäft, das sich in einer Einkaufsstraße befindet. Hier bin ich sicher noch in einer Lernkurve, um das mehr zu verinnerlichen. Vieles habe ich jedoch schon bei meinen Aufgaben für den Elektrohandel in Wien gelernt, und wenn man so will ist die Interessensvertretung jetzt einfach größer und wichtiger geworden – dementsprechend möchte ich diese kalibrieren und feintunen.

Außerdem bin ich ja trotzdem als Unternehmer – wenn auch als angestellter Unternehmer – tätig, dh ich weiß wie ein Geschäft funktioniert. Es steht eben nur nicht in meinem Eigentum, aber es gibt ja bei uns einen Eigentümervertreter und der heißt Aufsichtsrat. Hilfreich ist hier für mich, dass diese eigentümergeführten Unternehmen in den Gremien und Ausschüssen vertreten sind. Das Hinhören, Verstehen und der Austausch, wo die Herausforderungen von eigentümergeführten kleineren, mittleren bis hin zum großen Geschäft liegen, sowie das gemeinsame Entwickeln von Themen werden sicher elementare Bestandteile der Zukunft sein.

Wie soll dieser Austausch sichergestellt werden. Über die „normalen” Sitzungen oder sind hier zusätzliche Gesprächsrunden, runde Tische o.Ä. geplant?

Ich bin ja gerade erst gewählt worden und die entsprechenden Strukturen werden jetzt aufgesetzt. Es gibt auf der einen Seite natürlich die formalen Sitzungen, die regelmäßig stattfinden. Darüber hinausgehend möchte ich gemeinsam mit den Bundesländervertretern und Branchenkollegen eine Austauschkultur fördern, sodass die Einbindung insgesamt breiter und der Austausch intensiver und punktgenauer wird. Dafür sollen auch die digitalen Möglichkeiten verstärkt ausgenutzt werden – nicht zuletzt um auch schneller reagieren zu können.

Wie stellt sich die aktuelle Situation des Elektrohandels dar? Was erwarten Sie in der näheren Zukunft?

Der neue Bundesgremialobmann schätzt seinen Vorgänger Wolfgang Krejcik. Er setzt in vielen Bereichen auf Kontinuität, will aber auch neue Impulse geben. (©Rexel Austria)

Das Jahr 2020 gliedert sich in drei Segmente. Zunächst den Start, wo es geschäftsmäßig eigentlich gut losgegangen ist. Dann kam der Lockdown I, unter dem speziell die stationären Geschäfte massiv gelitten haben und massive Einbrüche verzeichneten. Der Onlinehandel und die Mischbetriebe, deren Sortiment auch Produkte des Elektrohandels umfasst, konnten von der Situation hingegen durchaus profitieren. Dass es hier solche Ungleichheiten im Markt gab, war für den stationären Handel – in einer Bankentermininologie ausgedrückt – ein echter Stresstest. Danach folgte der Sommer mit durchaus respektablem Geschäftsverlauf, auch dadurch bedingt, dass viele Konsumenten Geld in das Verschönern des Zuhauses oder in das Aufrüsten der Ausstattung investert haben. Dennoch konnte dies die Effekte des Lockdowns in Summe nicht ganz aufholen. Es gibt sicher Branchen, die im Moment härter betroffen sind als unsere, aber man soll die Effekte, die diese Sperrungen mit sich bringen, trotzdem nicht kleinreden.

Jetzt im zweiten Lockdown war es ja wieder so, dass die stationären Geschäfte schließen mussten – wobei wir zumindest in die Verordnung hineinbekommen haben, dass man Aufträge entgegennehmen, liefern und installieren konnte, sodass das Geschäft auf dieser Achse weitergelaufen ist und auch B2B möglich war. Die Problematik der Mischbetriebe, die auch stationär verkaufen konnten, ist jedoch geblieben und war neuerlich ein Stressfaktor. Dementsprechend prominent haben wir platziert, dass wir mit dieser Regelung nicht glücklich sind und die fortgesetzte Ungleichbehandlung kein zukunftsweisendes Modell sein kann. Dazu kommt, dass das Thema Click & Collect ebenfalls nicht optimal geregelt war, weil es für manche Branchen möglich war und für manche nicht. Auch hier muss man die Verordnungen in Zukunft deutlich besser abstimmen und verhindern, dass es dadurch zu Ungleichheiten im Markt kommt. Zwar gibt es für den Elektro- und Einrichtungsfachhandel eine Umsatzvergütung von 20%, aber während diese für einen Betrieb, der online stark aufgestellt ist, ausreichend sein mag, kann sie für ein Geschäft in einer Einkaufsstraße möglicherweise zuwenig sein. Daher bereitet uns diese Pauschalierung gewisse Kopfschmerzen. (Anm.: Beim Lockdown im Frühjahr hatte es teilweise Rückgänge von mehr als 33% gegeben, durch den Lockdown II rechnet man mit einem Rückgang von zumindest ähnlicher Größenordnung. Hier kommt erschwerend hinzu, dass im Elektro- wie im Einrichtungsfachhandel ein großer Anteil des Umsatzes in das Weihnachtsgeschäft fällt, von dem nun rund die Hälfte der Zeit fehlt).

Ein weiteres relevantes Thema ist der Cash-flow: Mit unserer Interessensarbeit wollen wir dafür sorgen, dass durch Maßnahmen wie Steuerstundungen unseren Mitgliedern nicht die liquiden Mittel ausgehen. Man muss bedenken, dass wir ja nicht nur den klassischen Elektrohandel vertreten, sondern zB auch den Musikinstrumentenhandel – und dieser leidet wesentlich stärker unter den aktuellen Entwicklungen. Positiv ist anzumerken, dass das Thema Öffnungszeiten sehr schnell geregelt wurde und man einen klaren Fahrplan bis Weihnachten hat.

Und wenn man etwas weiter nach vorne blickt?

Dann sind zwei Themen akut: Eines ist natürlich, dass die Pandemie am 1. Jänner nicht vorbei sein wird – die hat ja kein Ablaufdatum. Ich werde mich daher dafür einsetzen, dass es bei den zukünftigen Verordnungen nicht mehr zu solch ungleichen Rahmenbedingungen kommt. Das andere ist eines, das mein Vorgänger Wolfgang Krejcik wiederholt zur Sprache gebracht hat: die Wettbewerbsvergleichbarkeit österreichischer Handelsunternehmen herzustellen. Hier geht es darum, einerseits die bestehenden Benachteiligungen im Vergleich zu den internationalen Onlinern – über die Mehrwertsteuer, Elektroaltgeräteabgabe, Speichermedienvergütung, etc – zu beseitigen und andererseits auch um die Frage, ob sich dieser Bereich zukünftig nicht anders organisieren ließe, etwa indem man all diese Abgaben in eine Art Haushaltsabgabe umwandelt und dadurch den österreichischen Handel, speziell den Elektrohandel, von den diversen Abgaben entlastet.

Mittelfristig beschäftigen uns eine Reihe weiterer Themen, wie zB die Ausbildung und die Lehrberufe attraktiver zu gestalten, um für Nachwuchs für die Branche zu sorgen. Wir brauchen Mitarbeiter in der Branche und Digitalisierung ist nicht nur ein Ausbildungsthema, sondern auch ein Unternehmensthema – wie also können wir unseren Betrieben weiterhelfen, sich stärker zu digitalisieren und die Möglichkeiten der Digitalisierung voranzutreiben. Ein Themenkomplex, der uns in diesem Zusammenhang zukünftig betreffen wird, ist das digitale Gebäude bzw das komplette digitale Umfeld – sprich alles, was sich unter dem Titel Smart Home, Smart Living oder Smart Building subsummieren lässt. Wir müssen unsere Rolle bei diesen Trends und Zukunftsthemen finden, diese verankern und uns hier entsprechend positionieren. Denn damit einhergehend ist auch die Energiewende evident, ebenso die Energieeffizienz – da gibt es Risiken, aber eben auch Möglichkeiten für unsere Branche. Gleichzeitig bedeutet das für uns, die Arbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu intensivieren. Zu guter Letzt geht es auch darum, mit den Kreditversicherungen klare Spielregeln zu definieren, sodass das Risiko für den einzelnen Unternehmer nicht überbordend wird.

Das sind also die großen Themen und Überschriften, zu denen es vermutlich auch schon diverse Ideen gibt. Darf man hier in den nächsten Wochen und Monaten Konkretes vom Bundesgremium erwarten?

Definitiv. Das eben Genannte war gewissermaßen ein Auszug aus den Themenfeldern, so wie sich diese mir heute erschließen. Natürlich werden wir das im Rahmen der Gremienarbeit und der Strategiearbeit in den diversen Ausschüssen in den nächsten Monaten noch etwas verfeinern. Ein Thema haben wir aktuell schon erledigt: Im Markt ist ein Ansatz der GIS aufgetaucht, auch auf Lagerware Rundfunkgebühren einzuheben. Diese Thematik wurde von uns direkt mit der GIS geregelt und auch über den @-Insider kommuniziert. Dh manchmal muss man sehr schnell reagieren, und gewisse Themen dauern eben – manche Mühlen mahlen bekanntlich langsam.

Sie haben das Thema Wettbewerbsfairness angesprochen – eine sehr umfassende und komplexe Problematik, mit der die Branche schon seit etlichen Jahren kämpft. Braucht es hier einen Schulterschluss, zB mit den Kooperationen oder anderen Interessensverbänden, um der Stimme des Bundesgremiums mehr Gewicht zu verleihen?

Ganz konkret machen wir das – auch wenn‘s vielleicht nicht direkt vergleichbar ist mit der Situation des Elektroeinzelhändlers – im Großhandel bereits seit einiger Zeit intensiv, indem wir die ganze Wertschöpfungskette gemeinsam dargestellt haben. Der Schulterschluss zwischen Industrie, Großhandel und Gewerbe bringt uns einfach weiter als wenn jeder für sich alleine agiert. Wir haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz abgegeben, eine zum Energieeffizienzgesetz und zur gesamten Energietransformation ist in Ausarbeitung. Man befindet sich als Großhändler immer in einer „Dreiecksbeziehung” mit Lieferanten und Kunden. Hier bin ich über die Lieferanten in mindestens 15 Netzwerken involviert. Und als Rexel haben wir ja schon alleine drei große Kundengruppen: Industrie, Handel und Handwerk. Dieses Vernetzen und Zusammenarbeiten mit Stakeholdern in Interessensgruppierungen, um gemeinsame Interessen stärker auf die Straße zu bekommen ist etwas, das ich nicht nur gerne mache, sondern wo ich auch ein Überzeugungstäter bin, dass es uns schneller weiterbringt. Aber es bedeutet viel Arbeit, vor allem viel Überzeugungsarbeit, denn es ist nicht selbstverständlich und es gehört viel Vertrauen dazu, damit man miteinander etwas gestalten kann. Die Vernetzung entlang der unterschiedlichen Interessensgruppen auszubauen und entsprechend bei Themenbereichen, wo wir das gleiche gemeinsame Ziel haben, stärker zu mobilisieren, wird sicher auch ein Zukunftsthema für das Bundesgremium sein.

Ab März 2021 kommt das neue Energielabel auf uns zu. Wäre das nicht ein prädestiniertes Thema, um gezielt gemeinsame Initiativen zu starten?

Absolut. Diese Verordnung ist da, ob man sie nun liebt oder nicht, und ein Thema wie die Energielabels können wir nur gemeinsam erfolgreich auf die Straße bringen. Das zieht sich ja von der Industrie über den Groß- und Fachhandel bis hin zum Endkunden und dementsprechend wird es – von uns als Interessensvertretung aufbereitet – gemeinschaftlich und vor allem auch einheitlich kommuniziert, damit sich der Konsument auskennt und der Händler weiß, was er zu tun hat.

Um das zu erarbeiten, stehen wir mit der Österreichischen Energieagentur in Verbindung. Unter www.label2020.at gibt es schon jetzt diverse Informationsmaterialien für Konsumenten und Händler. Nach Weihnachten starten wir dann gemeinsam eine groß angelegte Informationskampagne für die Mitgliedsbetriebe, um ihnen die passenden Argumente für die Kunden an die Hand zu geben, und es werden auch Online-Schulungen angeboten. Denn die Kunden werden natürlich überrascht sein, wenn sie nur noch Geräte der Energieeffizienzklasse C oder schlechter um sich haben. Die Herausforderung des Elektrofachhandels am POS besteht darin, dem Konsumenten klar zu machen, warum das so ist – dass nicht plötzlich die Geräte schlechter geworden sind, sondern sich hier grundsätzlich etwas geändert hat.

Welche weiteren Herausforderungen sehen Sie auf den Elektrofachhandel zukommen?

Als Gesamtbranche sind wir mit drei großen Transformationsthemen konfrontiert: Erstens die Änderung des Konsumentenverhaltens – alles schneller, am besten gleich, und Full-Service. Geschwindigkeit ist ein zentraler Punkt. Zweitens die Digitalisierung, die den ersten Aspekt unterstützt. Und drittens die Energiewende. Das spielt bei allen Produkten im Elektrohandel rein – denn diese brauchen Strom. Und das ist wiederum gekoppelt mit dem bereits genannten Komplex des Smart Home bzw Smart Living. Für den Elektrofachhandel geht es somit darum, schneller zu sein in der Logistik, das Servicebedürfnis besser zu befriedigen und die Beratung qualitativ zu intensivieren – denn irgendwo muss man sich ja vom klassischen Onliner unterscheiden.

Wie wollen Sie Ihre Funktion als Bundesgremialobmann grundsätzlich anlegen?

Ich werde nicht in den Fußstapfen von Herrn Krejcik laufen können, denn die sind zu groß und die sind auch anders – ich werde schon meinen eigenen Weg gehen. Ich werde die guten Dinge, die er gemacht hat, nicht aufgeben und versuchen, neue Erfahrungswerte und neue Aspekte einzubringen. Auf jeden Fall habe ich von ihm gelernt, mit welcher Leidenschaft und Akribie man diese Aufgabe ausführen kann. Das habe ich immer bewundert und hat mich fasziniert. Ich habe ihn auch sehr geschätzt, aber ersetzen kann und werde ich ihn nicht, dazu sind wir auch zu unterschiedlich.

Durch die Wahl habe ich einen Vertrauensvorschuss bekommen. Aber Vertrauen erarbeitet man sich und es ist mein erklärtes Ziel, dass sich die Branche durch mich bzw durch uns – und hier möchte ich ausdrücklich auf das Büro des Bundesgremiums verweisen, wo ich dankenswerterweise ein so kompetentes und engagiertes Team um mich habe – bestmöglich vertreten fühlt.

Kommentare (1)

  1. Im Markt ist ein Ansatz der GIS aufgetaucht, auch auf Lagerware Rundfunkgebühren einzuheben.

    Das kann doch nur ein Scherz sein oder von einem betrunkenen GIS Mann.
    Zu vergleichen mit Autobahn Vignette für die Neuwagen auf Halde.

    2

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