Mittwoch, 20. Oktober 2021
Außergewöhnliches Jahr auch für das Elektrogewerbe

Jahresrückblick von Bundesinnungsmeister Andreas Wirth

Energiezukunft E-Technik | Wolfgang Schalko | 21.12.2020 | |  
(© WKÖ) Was schon vorher offensichtlich war, hat die Berufsgruppe der Elektro-, Gebäude-, Alarmund Kommunikationstechniker seit heuer schwarz auf weiß: Sie ist systemrelevant. „Auch im Krisenjahr halten wir Österreich unter Strom” lautet somit der treffende Titel, unter den der – erst kürzlich in dieser Funktion wiedergewählte – Bundesinnungsmeister Andreas Wirth seinen Jahresrückblick gestellt hat.

Hier 2020 aus Sicht von Bundesinnungsmeister Andreas Wirth im Rückspiegel:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu. Ein außergewöhnliches Jahr, in dem wir gezeigt haben, welch unersetzliche Rolle das Elektrogewerbe spielt. Ein außergewöhnliches Jahr, in dem wir viel geleistet und trotz der großen Herausforderungen viel für unsere Branche bewegt haben. Blicken wir gemeinsam zurück:

Interessenpolitische Erfolge

Im Jänner 2020 wurde eine neue Bundesregierung angelobt und das Regierungsprogramm für die kommenden Jahre präsentiert. Das Jahr 2020 begann somit mit einer erfreulichen Nachricht: die intensive Überzeugungs- und Interessenarbeit der Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker hat Früchte getragen. Im Regierungsprogramm finden sich zahlreiche unserer Vorhaben. Die Stärkung der dualen Ausbildung, ein Maßnahmenpaket Reparatur, Digitalisierungsmaßnahmen, die Erhöhung der Sanierungsrate bei Gebäuden oder der Photovoltaikausbau sind nur einige der vielen Akzente, die wir interessenpolitisch setzen konnten. Gemeinsam haben wir es als Bundesinnung damit geschafft, als verlässlicher Faktor für die Zukunft des Landes wahrgenommen zu werden.

Covid-19-Pandemie

Schon bald standen wir jedoch vor einer gänzlich neuen Situation: Im Frühjahr erreichte auch Österreich die COVID-19 Pandemie und stellte das Land und uns Elektrotechniker und –innen vor vollkommen neue Herausforderungen. Aber genau in einer solchen Krisenzeit wurde sichtbar, dass das Elektrogewerbe systemrelevant ist. Ich möchte Euch allen dafür danken, dass ihr gerade in der Corona-Krise Eure wichtige Tätigkeit auch unter schweren Bedingungen ausgeübt und zu einer funktionierenden Infrastruktur entscheidend beigetragen habt. Es war oft die Rede von „den Helden des Alltags“ – also Berufsständen, die so systemrelevant sind, dass sie auch in den schlimmsten Krisen funktionieren müssen, um das Wohl der Gesellschaft zu sichern. Und dazu zählen auch wir im Elektrogewerbe. Unter Einhaltung aller Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen haben wir weitergearbeitet und konnten so zeigen, dass wir auch in Krisenzeiten Österreich unter Strom halten.

Zukunftsthemen der Bundesinnung

In diesem Krisenjahr haben wir als Bundesinnung aber auch viel für unsere Branche weitergebracht und konnten die Weichen für die Zukunft stellen. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder gegenüber der Regierung oder anderen Stakeholdern und bringen uns bei unterschiedlichen Verhandlungen für unsere Branche ein, wie z.B. bei der Elektrotechnikverordnung, den KV-Verhandlungen oder der Stellungnahme zum EAG. Das sind nur einige Beispiele, wo wir uns im Sinne unserer Mitglieder stark machen. Erfreulich war auch, dass unsere Forderungen im Bereich der Photovoltaik gehört und umgesetzt werden. Wir haben es geschafft, dass die PV-Förderung aus dem Klima- und Energiefonds ausgeweitet wird. Das ist eine wichtige Entwicklung für uns Elektrotechniker und -innen und ein notwendiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft Österreichs. Gleichzeitig stellen wir eine eigene Ausbildungsschiene zum Elektropraktiker bei der Fachkraftsuche eine Umschulungsmöglichkeit im Bereich der Photovoltaik auf die Beine. Durch diesen Einsatz während des zu Ende gehenden Jahres können wir bereits im Jänner 2021 mit unserem Projekt gegen den Fachkräftemangel starten.

Zeit zum Danken

Es war ein besonderes Jahr für uns. Ein besonderes Jahr, in dem wir zeigen konnten, dass wir auch in zuvor unvorstellbaren Krisen Verantwortung übernehmen. Trotz dieser akuten Krise haben wir nicht den Blick für Zukunftsthemen verloren. Es war ein besonderes Jahr, das nun zu Ende geht. Und ich darf am Ende dieses ereignisreichen Jahres mit vollem Stolz auf unser Elektrogewerbe Euch allen Danke sagen für Euren Einsatz!

Neben all dem war es auch für mich persönlich ein besonderes Jahr, weil Ihr mir das Vertrauen geschenkt und mich zum Bundesinnungsmeister wiedergewählt habt. Für dieses Vertrauen möchte ich Euch mit voller Demut und im Bewusstsein für diese mir übertragene Verantwortung danken. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle aus diesem Krisenjahr noch stärker herausgehen werden, als wir in dieses hineingegangen sind. Als Bundesinnung und Eure Standesvertretung werden wir mit voller Kraft ins Jahr 2021 starten und uns für Euch stark machen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich wünsche Euch in diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in das neue Jahr und vor allem weiterhin viel Gesundheit. Danke für den Zusammenhalt, den wir dieses Jahr gezeigt haben und bitte Euch um weiteren Zusammenhalt, den wir in Zukunft auch dringend brauchen werden. Auf ein erfolgreiches Jahr 2021, in dem wir Österreich weiter unter Strom halten, denn die Zukunft ist elektrisch!

Andreas Wirth
Bundesinnungsmeister

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