Donnerstag, 15. April 2021
Handelsverband warnt vor einer erneuten Lockdown-Ausweitung

HV fordert Öffnung des gesamten Handels am 8. Februar!

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 27.01.2021 | | 1  
Handelsverband Geschäftsführer Rainer Will fordert die Öffnung des gesamten Handels am 8. Februar und warnt vor einer erneuten Ausweitung des dritten Lockdowns. (Foto: Handelsverband) Handelsverband Geschäftsführer Rainer Will fordert die Öffnung des gesamten Handels am 8. Februar und warnt vor einer erneuten Ausweitung des dritten Lockdowns. (Foto: Handelsverband) „10.000 stationäre Händler kämpfen um´s wirtschaftliche Überleben, es ist keine Liquidität mehr vorhanden, 100.000 Arbeitsplätze wackeln“, so der österreichische Handelsverband, der dringend die Öffnung des gesamten Handels am 8. Februar fordert: „Es läuft uns die Zeit davon, die Kassen sind leer!“

Der Handelsverband fordert eine ehestmögliche Öffnung des stationären österreichischen Handels. Er scheint damit nicht alleine zu sein. Immerhin wurde die Petition #arbeitsplätzeretten (elektro.at berichtete) bereits von 6.666 Unterstützern aus Handel, Gewerbe, Industrie und Privathaushalten unterzeichnet. „Es läuft uns die Zeit davon, die Kassen sind leer. Wir erleben ein ‚wirtschaftliches Sterben‘ auf Raten. Bei einer weiteren Lockdown-Verlängerung können wir viele Jobs nicht mehr halten„, macht Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, die dramatische Lage des Handels deutlich.

Situation verschärft

Die Situation habe sich derart verschärft, dass mittlerweile 10.000 stationäre Händler um´s wirtschaftliche Überleben kämpfen, wie der Verband ausführt: „Aufgrund der jüngsten Verlängerung des harten Lockdowns ist breitflächig keinerlei Liquidität mehr vorhanden, wodurch 100.000 Arbeitsplätze akut gefährdet sind. Sollte es zu einer weiteren Verlängerung kommen, sind diese Jobs trotz Kurzarbeitshilfen nicht aufrechtzuerhalten.“ Daher warnt der Handelsverband vor einer erneuten Ausweitung des dritten Lockdowns:

„Beinahe jeder dritte Händler kann eingehende Rechnungen nicht mehr vollständig bedienen. Alleine 4.200 österreichische Mode-, Schuh- und Lederwarenhändler ringen um ihre wirtschaftliche Existenz, die hierzulande mehr als 45.000 Mitarbeiter beschäftigen.“

Dringender Appell

Rainer Will unterstreicht den Apell der österreichischen Händler an die Bundesregierung: „Der Handel ist aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauern kein Corona-Hotspot und hat durch praxiserprobte Sicherheits- und Hygienekonzepte stets bewiesen, dass ein Wirtschaften mit dem Virus möglich ist, ohne Umsatzeinbrüche von 1 Milliarde Euro pro Woche mit allen damit einhergehenden Beschäftigungseffekten zu verursachen. Wir brauchen Planungssicherheit. Jetzt!“

Kommentare (1)

  1. Aus Sicht eines Angehörigen einer Covid-Stationsmitarbeiterin: Vorsicht!
    Ein voreiliges Lockdownende wäre wohl der Auftakt des nächsten Lockdowns, der in Summe dann teurer käme als das Aussitzen des bisherigen. Immerhin warten die infektiöseren Virenmutationen auf ihre Chance, zuzuschlagen!

    Wenn es Öffnung gibt: Bitte in aller Konsequenz: Nur mit korrekt getragener FFP2-Maske bei Mitarbeiter*innen und Kund*innen und absoluter, konsequenter Zugangskontrolle.
    Alles andere können wir uns erst recht nicht leisten!

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