Donnerstag, 15. April 2021
„Weiterhin rund 250 Mio. Euro Verlust pro Woche“

HV hofft auf kolportierte Handelsöffnung am 8. Februar

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 01.02.2021 | |  
Darf der Non-Food-Handel ab 8. Februar 2021 wieder öffnen? Der Handelsverband hofft darauf. (Bild: Petra Bork/ pixelio.de) Darf der Non-Food-Handel ab 8. Februar 2021 wieder öffnen? Der Handelsverband hofft darauf. (Bild: Petra Bork/ pixelio.de) Die Gerüchte, dass der Non-Food-Handel mit Montag, 8. Februar, wieder öffnen darf, verdichten sich. Der Handelsverband hofft stark auf dieses kolportierte Ende des dritten Lockdowns.

Der Handelsverband schreibt in einer Aussendung: „Medienberichte verdichten sich, dass es heute (Anm.: 1. Februar 2021) zu einer Bekanntgabe seitens der Bundesregierung kommen soll, in welcher der von behördlichen Schließungen betroffene Handel abseits lebensnotwendiger Güter („Non-Food-Handel“) mit Montag, 8. Februar, wieder öffnen darf.“ Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will sagt dazu: „Wir, der Handelsverband, haben bis zuletzt an die Bundesregierung appelliert, diesen Öffnungsschritt zu setzen, da der Handel aufgrund kurzer Aufenthaltsdauern und losem Kundenkontakt nie ein Corona-Hotspot war.“

Die Bundesregierung greife damit das Motto des Handelsverbandes „Leben und Wirtschaften mit dem Virus“ auf, um die milliardenschweren Kollateralschäden etwas einzudämmen. „Ohne Gastronomie ist es damit eine Rückkehr in den ‚Lockdown light‘, der den österreichischen Händlern weiterhin rund 250 Millionen Euro an Verlusten pro Woche bescheren wird“, so Will weiter.

Wie der Verband weiter berichtet, hätten sich die Sicherheits- und Hygienekonzepte des österreichischen Handels darüber hinaus in der Praxis bereits bewährt. „Die österreichischen Händler sichern die konsequente Einhaltung der erprobten Maßnahmen zu, ebenso die Erweiterung um ein Angebot an FFP2-Masken und die Einhaltung der Abstandsregeln“, so der Handelsverband, der darauf hinweist, dass der Einhaltung des 2 Meter-Mindestabstandes („Elefant“ statt „Babyelefant“) ein Abstand von 16m2 pro Kunde entsprechen würde und die Einhaltung zusichert.

75% der Österreicher für Öffnung der Geschäfte

Rund 75% aller Österreicher sprechen sich für eine Öffnung der Geschäfte ab 8. Februar aus“, berichtet der Handelsverband, der sich dabei auf „diverse aktuelle Befragungen“ bezieht. „Damit wird ein Teil des Lebens wieder vom privaten in den öffentlichen Bereich verlagert. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hat sich an die Corona-Maßnahmen gehalten, damit wird der Bevölkerung ein Stück Freiheit zurückgegeben“, so Rainer Will.

Weihnachtsumtauschgeschäft erwartet

Der Handelsverband geht davon aus, dass die Konsumenten die Gelegenheit nutzen werden, zahlreiche Weihnachtsgeschenke umzutauschen, Warengutscheine und Geldgeschenke einzulösen. „Die Nachholeffekte werden generell unter einem Drittel liegen, da die Lockdown-Dauer eine sehr lange war“, so der Handelsverband in einer abschließenden Einschätzung.

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