Mittwoch, 12. Mai 2021
Trotz Roaming-Verluste

A1: Stabiles Ergebnis im Corona-Jahr

Telekom | Dominik Schebach | 10.02.2021 | |  
Die A1 Telekom Austria Group meldet für das Jahr 2020 stabile Umsätze und ein leicht gestiegenes Gesamtergebnis. So erzielte die Gesamtgruppe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,549 Mrd Euro (-0,3%) sowie ein EBITDA von 1,577 Mrd. Euro. Ein Delle gab es im Q4/2020. Da sanken die Umsatzerlöse der Gruppe bedingt durch die geringeren Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten, während die Erlöse aus Dienstleistungen trotz hoher Roaming-Verluste (-2%) der Umsatzerlöse und negativer Währungseffekte unverändert blieben.

„Die operative und finanzielle Entwicklung der A1 Telekom Austria Group wurde im Geschäftsjahr 2020 maßgeblich von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Die Ergebnisse spiegeln die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells und die positiven Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen in diesem herausfordernden Umfeld wider“, erklärte Thomas Arnoldner, CEO der A1 Telekom Austria Group, zum Ergebnis 2020. So verwies Arnoldner speziell auf das Nettoergebnis für 2020. Diese betrug  388,8 Mio.  Euro und lag damit über dem Ergebnis von 2019.

Ein wichtiger Punkt seien die Investitionen: Vergangenes Jahr hat die A1 Telekom Austria Group allein in Österreich 456,4 Mio Euro in den Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur investiert. „Die stark wachsende Nachfrage nach Hochleistungsnetzen verlangt mehr Investitionen und kontinuierlichen Ausbau. Dies geht nur mit investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen. Diese Investitionen wären auch gleichzeitig Multiplikator, um aus der aktuellen Krise herauszuwachsen, Innovationskraft zu steigern und langfristig Wettbewerbsvorteile für Österreich im globalen Wettbewerb zu sichern“, so Arnoldner.

CEE-Märkte

Auf die einzelnen Märkte ging Alejandro Plater, COO der A1 Telekom Austria Group, ein: „Österreich verzeichnete 2020 eine solide Entwicklung: die Service-Umsätze blieben im Gesamtjahr trotz Roaming-Verlusten stabil, das EBITDA stieg um 1,7%.
Die CEE-Märkte zeigten 2020 insgesamt eine solide operative Performance aufgrund des Festnetzwachstums und der starken Nachfrage nach mobilen WiFi-Routern. Bulgarien verzeichnete ein herausragendes EBITDA-Wachstum mit 7,3%. Kroatien als Tourismusdestination spürte besonders die Roaming-Verluste. Weißrussland zeigte eine gute operative Performance, litt aber unter starken negativen Währungseffekten.“ In den CEE-Märkten sank das EBITDA im vergangenen Jahr leicht, weil steigenden Umsätze im Festnetzbereich die Roaming-Verluste und die negativen Währungseffekte nur teilweise ausgleichen konnte.

Österreich

Sieht man sich das Ergebnis für Österreich an, so fällt auf, dass die Umsätze für 2020 mit insgesamt 2,622 Mrd Euro weitgehend stabil entwickelten (-1%). Im Q4 hatte der zweite Lockdown laut A1 allerdings einige Auswirkungen auf die Bilanz des Unternehmens: So führte der Lockdown zu einer steigenden Nachfrage nach Streaming-Diensten sowie – bedingt durch Home Office – mobilen WLAN-Routern. Das Festnetzgeschäft war wiederum von einem größeren Bedarf nach höheren Übertragungsraten im Breitband gekennzeichnet war. Die Breitband-Aktionen im Privatkundenbereich führte im Vergleich zu den Vorquartalen zu einigen Zugängen und Upgrades. Allerdings verzeichnete der Betreiber nach eigenen Angaben auch einen erhöhten Churn im Festnetz-Bereich – vor allem bei Produkten mit geringer Bandbreite. Der zweite Lockdown im November und Dezember 2020 hatte allerdings auch starke Auswirkungen auf die Roaming-Umsätze – wegen der fehlenden Touristen. Gleichzeitig sanken die Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten von 89 auf 80 Mio Euro.

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