Freitag, 5. März 2021
„Tag der Batterie“ am 18. Februar

UFH ruft zum überlegten Umgang mit Batterien und Akkus auf

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 16.02.2021 | |  
(Bild: UFH) (Bild: UFH) Am 18. Februar ist „Tag der Batterie“. Das nimmt das UFH zum Anlass, um zum richtigen und überlegten Umgang mit Batterien und Akkus vor allem am Ende ihres Lebenszyklus aufzurufen. „Denn fachgerechtes Entsorgen und Recycling der kleinen Stromspeicher verhindert nicht nur Gefahren wie Brände und giftige Emissionen. Durch die umweltgerechte Verwertung können viele wertvolle Sekundärrohstoffe gewonnen und Ressourcen geschont werden“, so das UFH.

Ein Leben ohne Batterien und Akkus ist für uns heute nicht mehr vorstellbar und oftmals auch gar nicht möglich. Ganz selbstverständlich verwenden wir tagtäglich Geräte in denen Akkus und Batterien verbaut sind. Darüber hinaus stehen wir bei der Elektromobilität und der Nutzung von erneuerbaren Energiequellen gerade erst am Anfang. „Hier sind Stromspeicher in Form von Batterien und Akkus wichtige Voraussetzungen, um den Verkehr zu elektrifizieren und Strom aus erneuerbaren Energiequellen in unser Energiesystem zu integrieren. Ihre Bedeutung und die Anzahl der im Umlauf befindlichen Batterien und Akkus wird dementsprechend in Zukunft noch weiter zunehmen“, sagt das UFH.

Damit steigen jedoch auch die Herausforderungen, wenn es um die fachgerechte Entsorgung und Wiederverwertung geht. Die beginnt bei den Kosumenten selbst, denn in vielen Fällen werden leere Batterien und kaputte Akkus etwa aus Elektrogeräten nicht richtig aufbewahrt und entsorgt. Dadurch werden wertvolle Sekundärrohstoffe der Wiederverwertung entzogen: „Leider werden nach wie vor leere Batterien und ausgediente Akkus oftmals nicht richtig aufbewahrt geschweige denn entsorgt. Das ist aber wichtig, weil darin viele Bestandteile, wie Nickel, Mangan, Kobalt, Kupfer oder Lithium enthalten sind, die wertvolle Sekundärrohstoffe darstellen. Diese können von der Industrie wiederverwerten werden, wodurch der Abbau von natürlichen Ressourcen reduziert wird“, erklärt Robert Töscher, Geschäftsführer der UFH Holding GmbH. Für Töscher ist die Wiederverwertung insbesondere deshalb von großer Bedeutung, weil durch die Digitalisierung und die Elektrifizierung des Verkehrs in Zukunft viel mehr Batterien und Akkus benötigt werden. Die dafür zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen seien jedoch begrenzt.

Die richtige Aufbewahrung und Entsorgung von Batterien und Akkus sei jedoch nicht nur aus dem Blickwinkel des Umweltschutzes und der Kreislaufwirtschaft zu betrachten, wie Töscher warnt, sondern ist auch eine Frage der Sicherheit,: „Die Schublade ist nicht der richtige Ort, um alte Batterien und Akkus aufzubewahren. Die falsche Lagerung und Entsorgung stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Mensch und Umwelt dar. Denn Beschädigungen oder Erwärmung können im schlimmsten Fall zu Bränden und sogar giftigen Emissionen führen, weil enthaltene Metalle unkontrolliert reagieren.“

Deshalb ruft Töscher die Konsumenten auf, ihre ausgedienten Batterien und Akkus zu entsorgen, und das vor allem richtig: „Jede und jeder nutzt Batterien und Akkus in allen Lebenslagen. Somit kann auch jede und jeder sehr einfach etwas dazu beitragen, dass Ressourcen und Umwelt geschont werden. In ganz Österreich stehen dafür rund 2.000 kommunale Sammelstellen zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden kümmern wir uns um die fachgerechte Sammlung, Lagerung und Verwertung, und das für alle Konsumenten völlig kostenlos“, so Töscher.

Die Pflichten der Händler, Hersteller und Importeure von Elektrogeräten

Darüber hinaus verweist Töscher auch auf die Pflichten der Händler, Hersteller und Importeure von Elektrogeräten: „Wir gewährleisten zwar die richtige Entsorgung und Wiederverwertung von Batterien und Akkus, sie müssen aber auch zu uns gelangen. Neben den Konsumenten spielen dabei die Händler, Hersteller und Importeure eine wichtige Rolle. Das UFH stellt dafür ein Sammel- und Verwertungssystem zur Verfügung, an dem Hersteller und Importeure gesetzlich verpflichtend teilnehmen müssen. Aber auch Händler müssen Batterien und Akkus unabhängig vom Neukauf von den KonsumentInnen zurücknehmen.“ Die Batterienverordnung ist hier eine wichtige gesetzliche Grundlage, die es laut Töscher ermöglicht, dass Sammelsysteme funktionieren und durch moderne Verfahren heute über 80% aller Batterien und Akkus recycelt werden können.

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