Donnerstag, 15. April 2021
„Weder sinnvoll noch praktikabel. Kanzler muss Machtwort sprechen“

HV: Händler lehnen Corona-Eintrittstests kategorisch ab

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 25.03.2021 | | 2  
Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will hält wenig von den neuen, den Non Food Handel betreffenden Corona-Maßnahmen: „Zutrittstests in den Geschäften würden kaum etwas an den Corona-Fallzahlen ändern, aber bis zu zwei Drittel aller Umsätze im Handel vernichten.“ Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will hält wenig von den neuen, den Non Food Handel betreffenden Corona-Maßnahmen: „Zutrittstests in den Geschäften würden kaum etwas an den Corona-Fallzahlen ändern, aber bis zu zwei Drittel aller Umsätze im Handel vernichten.“ Über Ostern gibt es in Ostösterreich den vierten harten Lockdown. Der Non Food Handel muss also wieder schließen und danach gelten verpflichtende Tests auch beim Shoppen. Die Geschäfte würden zwei Drittel aller Umsätze verlieren, warnt der Handelsverband, laut dem sich übrigens „eine klare Mehrheit von 77% der Bevölkerung gegen Zutrittstests beim Einkauf“ ausspricht.

Von 1. bis einschließlich 6. April soll der Handel in der Ostregion Österreichs schließen. Ausgenommen bleiben die Geschäfte des täglichen Bedarfs. Nach dem Lockdown soll es auch im Handel Zutrittstests geben, so die Vorgaben der Bundesregierung, die gestern Abend im Zuge einer Pressekonferenz bekannt gegen wurden (elektro.at berichtete)

Der Handelsverband und damit alle österreichischen Händler sprechen sich klar gegen die ab 7. April geplanten Corona-Zutrittstests im Handel aus. „Zutrittstests in den Geschäften würden kaum etwas an den Corona-Fallzahlen ändern, aber bis zu zwei Drittel aller Umsätze im Handel vernichten. Diese sinnlose Maßnahme würde tausende Unternehmen in ihrer Existenz gefährden und zehntausende Arbeitsplätze kosten. Daher ersuchen wir Bundeskanzler Kurz, ein Machtwort zu sprechen, um diese Regelung für den Handel abzuwenden“, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Zutrittstests bedeuten Umsatzverluste von 280 Millionen Euro pro Woche in Ostösterreich

„Die Vorstellung, vor dem Kauf einer Wurstsemmel oder einer Unterhose
einen negativen Corona-Test vorweisen zu müssen, ist schlicht absurd.“

„Wir reden hier allein in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland von 280 Millionen Euro Umsatzverlust pro Woche im Non-Food Handel. Diese Regelung wäre für den Handel ein wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisches Desaster. Daher lehnen die österreichischen Händler Corona-Eintrittstests kategorisch ab„, ergänzt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

Die tägliche Praxis zeigw, dass die strengen Hygienemaßnahmen und Sicherheitsauflagen von den Geschäften flächendeckend eingehalten werden. Die Konsumenten halten den Mindestabstand von 2 Metern vorbildlich ein und tragen beim Einkauf eine FFP2-Maske. Vor diesem Hintergrund wären Zutrittstests im Non-Food Handel die ultimative Bestrafung und wissenschaftlich nicht haltbar.

Corona-Eintrittstests weder sinnvoll noch praktikabel

„Gerade für den Einzel- und Großhandel sind derartige Corona-Eintrittstests auch aufgrund der begrenzten Aufenthaltsdauer nicht notwendig. Wir haben in den Geschäften eine durchschnittliche Einkaufsdauer von lediglich 13 Minuten. Daher wären verpflichtende Corona-Eintrittstests weder sinnvoll noch praktikabel. Die Vorstellung, vor dem Kauf einer Wurstsemmel oder einer Unterhose einen negativen Corona-Test vorweisen zu müssen, ist schlicht absurd„, so Branchensprecher Rainer Will.

Kommentare (2)

  1. Das betrifft „von 1.-6. April“ Gründonnerstag, Karfreitag und Samstag!!!
    Mit einem Test der 48 Stunden gültig ist, wird man doch hoffentlich nicht lebensnotwendige Produkte an zwei von drei Tagen „shoppen“ können, ohne dass deshalb der (Non-Food) Handel (noch mehr) pleite geht?!?!?

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    1. Ich verspreche dir, es bleibt nicht bei den paar Tagen, wie einige „Experten“ schon berichten geht das ganze nahtlos sowieso in einen längeren Lockdown über

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