Mittwoch, 21. April 2021
Luftreiniger Miele AirControl

Hygieneinstitut bestätigt hohe Wirksamkeit

Hausgeräte | Stefanie Bruckbauer | 30.03.2021 | |  
Das renommierte Hygieneinstitut HYBETA in Münster führte eine Versuchsreihe zur Leistungsfähigkeit von Luftreinigern mit HEPA-Filter durch. Dabei stellte der mobile Luftreiniger Miele AirControl seine Wirksamkeit unter Beweis. Fazit: „Er hält die Aerosolkonzentration kontinuierlich auf einem geringen Level – und liefert damit einen wichtigen Baustein zur Infektionsprävention.“

Was leisten Luftreiniger mit HEPA-Filter in der Praxis? Vor allem mit Blick auf den Einsatz an Schulen wird die Frage derzeit diskutiert. Antworten liefert eine aktuelle Versuchsreihe, die das renommierte medizinische Hygieneinstitut HYBETA in Münster in Zusammenarbeit mit Miele durchgeführt hat. Dabei stellte ein mobiler Luftreiniger Miele AirControl mit der Modellbezeichnung PAC 1080 seine Wirksamkeit unter Beweis.

Dass sich das Virus SARS-CoV-2 maßgeblich durch Aerosole verbreitet, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Um deren Konzentration in geschlossenen Räumen zu simulieren, hat das Institut in seiner Versuchsanordnung mit sechs beheizbaren Dummies gearbeitet, die fortlaufend Aerosole abgegeben haben. Gemessen wurde kontinuierlich an vier Stellen in einem knapp 50 Quadratmeter großen Raum mit zwei Fenstern. Verglichen wurde die Entwicklung der Konzentration bei geschlossenen Fenstern sowie bei regelmäßiger Luütung – und dies jeweils mit und ohne Einsatz des Luftreinigers Miele AirControl, der die Raumluft sechsmal pro Stunde umwälzte.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Luftreiniger die Aerosolkonzentration kontinuierlich auf einem geringen Level hält. So stieg bei geschlossenen Fenstern und ohne Einsatz des Miele AirControl die Konzentration innerhalb von 45 Minuten um mehr als das Doppelte an (Faktor 2,5). Demgegenüber ließ sich die Konzentration bei eingeschaltetem Luftreiniger an allen vier Messpunkten nahezu konstant halten – und lag im Ergebnis um das 3,6-fache niedriger als ohne Einsatz des Luftreinigers.

Ohne den AirControl nahm die Konzentration der Aerosole auch dann zu, wenn die Fenster alle 20 Minuten für jeweils fünf Minuten geöffnet wurden. Nach den Lüftungen gingen die Messwerte zwar zunächst zurück, erhöhten sich jedoch regelmäßig und im selben Maß wieder. Nur bei Einsatz des Luftreinigers blieben sie 100 Minuten lang konstant niedrig.

Der Luftreiniger verringert in beiden Szenarien die Aerosolkonzentration“, so das Fazit der Studie. Und: „Luftreiniger können demnach einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.“ Dabei seien sie, neben Hygiene, Masken, Abstandsregelungen und Lüften, als ein weiterer Baustein zu betrachten.

Die Studie zeigt auf, dass in Räumen mit Aerosolexposition deren Konzentration aufgrund der kontinuierlichen Reinigung auf einem geringen Niveau gehalten werden kann. Im Sinne von „Vorbeugen ist besser als Heilen“ spiele dieser Baustein zur Infektionsprävention nicht nur in Schulen eine Rolle, wie die Studienautoren sagen. „Hochaktuell können mobile Luftreiniger die Initiativen zur Wiedereröffnung unterstützen, sowohl von Geschäften, Friseursalons und auch allen anderen Bereichen, in denen sich Personen über längere Zeit in einem Innenraum aufhalten. Da die Filtration unspezifisch ist und nicht nur der Reduktion von Sars-Cov-2 gilt, ist hierin auch ein langfristiger Mehrwert zu sehen.“

Seit vielen Jahrzehnten steht Miele Professional für verlässliche Hygienekonzepte in medizinischen Einrichtungen, Hotels und Gastronomie, ganz gleich, ob es um die Aufbereitung medizinischer Instrumente, Geschirrspülen oder Wäschereitechnik geht. Diese Hygienekompetenz überträgt Miele nun auf den Bereich der Luftreinigung: „Saubere Luft ist ein Grundbedürfnis und wird vermutlich bald zu einem Hygienestandard – und das nicht nur mit Blick auf Viren und Bakterien, sondern auch auf Pollen und Feinstaub“, sagt Dr. Christian Kluge, Leiter der Business Unit Professional der Miele Gruppe. Das gelte grundsätzlich, auch wenn die Dringlichkeit des Themas mit Covid-19 massiv gestiegen sei. „Um unseren Kunden schnell eine Lösung anzubieten, haben wir uns bei diesem Produkt für eine Kooperation entschieden“, so Kluge weiter. Die AirControl-Luftreiniger von Miele nutzen die Technologie des Elchinger Filtrationsspezialisten UlmAIR, die beide Unternehmen künftig gemeinsam weiterentwickeln.

Drei unterschiedlich große Geräte

Miele AirControl

Drei unterschiedlich große Geräte eignen sich für Raumgrößen von bis zu 45, 80 oder 200 Quadratmetern und sind, je nach Einsatzzweck, auch miteinander kombinierbar. Miele erklärt: „Mit einer Leistung von bis zu 3.300 Kubikmetern Luft pro Stunde (modellabhängig) lässt sich in diesem Zeitraum die komplette Raumluft sechsmal umwälzen und dabei filtern. Ein Vorfilter der Filterklasse G4 und ein Feinfilter halten zunächst die größeren Partikel aus der Luft zurück. Danach fängt ein HEPA-Hochleistungsfilter H14 selbst feinste Teilchen auf, sodass im Ergebnis mehr als 99,995 Prozent aller Schwebstoffe, Viren, Bakterien und Pilze unschädlich gemacht werden.“ Dass sich mit einer solchen Kombination grundsätzlich eine wirksame Prävention gegen das Corona Virus erreichen lasse, bestätige eine Studie der Universität der Bundeswehr München vom 22. September 2020. Zitat: „Als Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen […] steht fest, dass Raumluftreiniger und Entkeimungsgeräte mit einem Volumenstrom pro Stunde, der mindestens dem Sechsfachen des Raumvolumens entspricht, und hochwertigen Filtern der Klasse H14 eine sehr sinnvolle technische Lösung darstellen, um in Klassenzimmern die indirekte Infektionsgefahr durch Aerosole stark zu verringern.“

In den Geräten von Miele setzt nach jedem Betrieb automatisch die thermische Inaktivierung der Erreger in den relevanten Bereichen ein (Miele ThermoControl): Hierbei wird die Luft, die den HEPA-Filter durchströmt, auf etwa 70 °C erhitzt, was auch verhindert, dass sich Feuchtigkeit ablagert. Abgerundet wird das Konzept durch einen Aktivkohle- und einen Nachfilter. Unangenehme Gerüche seien damit ebenfalls passé, wie die Entwickler erklären.

Filterleistung

Luftreiniger filtern die Innenraumluft und halten dabei unter anderem virenhaltige Partikel zurück. Die gefilterte Luft sollte sich dabei nicht mit chemischen Schadstoffen (Noxen) anreichern. Vor diesem Hintergrund setzt Miele Professional auf ein rein physikalisches Filtrationsverfahren und gewährleistet durch ein mehrstufiges Filtersystem „höchste Effizienz“, wie versprochen wird.

Miele erklärt:

  1. Grobfilter im Ansaugbereich
    Der Grobfilter dient dazu, im Ansaugbereich Grobpartikel mit einer Größe von > 10 µm – wie Pollen, Flusen oder Papierschnipsel – aus dem Luftstrom, der in das Gerät gelangt, herauszufiltern und zurückzuhalten. Dies ermöglicht eine längere Lebensdauer für den innenliegenden Kassettenfilter und reduziert somit den Wartungsaufwand.
  2. Feinfilter
    Der Feinfilter hält Partikel mit einer Größe von 1 bis 10 µm zurück, wie etwa Rauch, Bakterien und Keime. Gemeinsam mit dem HEPA H14-Filter (3.) bildet er eine Filtereinheit (Kassette) und sitzt ohne Leckage im Gerät. Das heißt: Der komplette Luftstrom wird durch die Filterkassette gezogen, nichts kann ungefiltert an den Wandungen entweichen. Ein sogenannter Filterlecktest kann in Anlehnung an die DIN EN ISO 14644-3 durchgeführt werden.
  3. HEPA H14-Hochleistungsfilter
    Der HEPA H14-Filter ist nach europäischer Norm EN 1822-1 geprüft und zertifiziert. Er hält 99,995 Prozent der Partikel mit einer Größe von 0,1-0,3 µm zurück – dazu zählen auch Viren und Keime. Zertifizierte HEPA H14-Filter sind speziell zum Herausfiltern von Schwebstoffen dieser Größe entwickelt worden: Daher ist von einer prinzipiellen Wirksamkeit auszugehen. (3) Neben diesen Filtern werden auch HEPA H13-Filter von aktuellen Veröffentlichungen als wirksam angesehen. Diese weisen einen Abscheidegrad von 99,95Prozent auf.
  4. Aktivkohlefilter
    Der Aktivkohlefilter ist dem HEPA-Filter nachgeschaltet und filtert zusätzlich Geruchsstoffe aus der Luft heraus.
  5. Nachfilter
    Der Nachfilter optimiert den Luftaustritt, sorgt für gleichmäßige Verteilung und eine homogene Strömungsgeschwindigkeit. Zudem wird der innenliegende Bereich des Gerätes vor Schmutz oder gröberen Partikeln, die von oben hineinfallen könnten, geschützt.

CO2-Gehalt wird automatisch gemessen

Über die Notwendigkeit zum Luftwechsel wacht ein integrierter Sensor, der kontinuierlich den CO2-Gehalt in der Raumluft misst. Auf einem Display kann die jeweilige Konzentration abgelesen werden. Im Automatikmodus erhöht der Miele AirControl die Laufleistung und reagiert somit indirekt auf einen erhöhten Eintrag virentragender Partikel.

Die drei Varianten des Miele AirControl kommen mit wenig Platz aus: So benötigt beispielsweise das mittlere Modell bei einer Höhe von 127 Zentimetern eine Stellfläche von 50 mal 50 Zentimetern. Auf Rollen können die Geräte leicht an einen anderen Platz gefahren werden und überall genutzt werden, wo eine Steckdose verfügbar ist.

Vielfältige Anwendungsbereiche

Luftreiniger helfen dabei, die Virenlast in Innenräumen zu senken und schützen damit die Personen, die sich dort aufhalten. Miele sagt: „Zu den Anwendungsbereichen zählen daher Arztpraxen und Pflegeheime genauso wie Schulen und Kindergärten, die Gastronomie und der Dienstleistungssektor. Auch in Büros, Handwerksbetrieben oder Laboren sorgen die Geräte für gesunde Luft und damit mehr Sicherheit im Arbeitsalltag.“

Bei der Konstruktion wurde laut Miele besonders auf die Anforderungen für den Einsatz im halböffentlichen Raum geachtet, zum Beispiel mit Blick auf stabilen Stand und Schutz vor Manipulation. Ebenso will Miele den hohen Anforderungen der gewerblichen Nutzer an die Robustheit und Langlebigkeit der Geräte Rechnung tragen. Für die schnelle und kompetente Wartung des Miele AirControl steht ein dichtes Netz eigener oder autorisierter Servicetechniker bereit.

Alle Geräte sind im Handel und über den eigenen Onlineshop von Miele Professional verfügbar. Erhältlich ist der Miele AirControl ab 2.790 Euro (Listenpreis netto). Alternativ zum Kauf können die Geräte auch geleast werden. Die monatlichen Leasingraten beginnen für das kleinste Modell schon bei rund 50 Euro (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer).

Investitionszuschuss

Ab 29. März 2021 gibt es einen Investitionszuschuss für den Erwerb eines Miele AirControl.
Für den Erwerb eines

Miele AirControl PAC1045 gibt es 300,-  Euro netto
Miele AirControl PAC1080 gibt es 500,- Euro netto
Miele AirControl PAC1200 gibt es 700,- Euro netto

Der Investitionszuschuss wird bei Erwerb eine Miele AirControl sofort von der Rechnung abgezogen, wie Miele sagt.

 

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.