Mittwoch, 21. April 2021
Editor's ChoiceHandelsobmann fordert weitere Unterstützung – Abholmöglichkeit rettet nur kleinen Teil des Umsatzes

Trefelik: Click & Collect und B2B-Geschäft im Lockdown möglich

Die Branche | Dominik Schebach | 30.03.2021 | | 1  
„Geschäfte, die ab 1. April wegen des Lockdowns wieder schließen müssen, können ihre Waren zumindest per Click & Collect verkaufen und auch der B2B-Verkauf bleibt weiterhin möglich“, erklärt Spartenobmann Rainer Trefelik. „Geschäfte, die ab 1. April wegen des Lockdowns wieder schließen müssen, können ihre Waren zumindest per Click & Collect verkaufen und auch der B2B-Verkauf bleibt weiterhin möglich“, erklärt Spartenobmann Rainer Trefelik. Mit 1. April gibt es für den Handel in der Ostregion wieder einen Lockdown. Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel weist darauf hin, dass in dieser Zeit Click & Collect weiterhin möglich sind. Allerdings sichere dies nur einen kleinen Teil der Umsätze, weswegen er weitere Hilfe für die Branche einfordert.

„Geschäfte, die ab 1. April wegen des Lockdowns wieder schließen müssen, können ihre Waren zumindest per Click & Collect verkaufen und auch der B2B-Verkauf bleibt weiterhin möglich“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel. Es sei gelungen, wenigstens diese Bestimmungen in der Verordnung zu verankern. So können Kundinnen und Kunden im Non-Food-Handel online oder telefonisch bestellen und dann abholen.

Damit sei aber nur eine kleine Erleichterung geschaffen. „Die Lage für die vom Lockdown betroffenen Betriebe ist dennoch dramatisch“, warnt der Handelssprecher. „Die Unternehmen werden unter diesen restriktiven Bedingungen nur einen Bruchteil des üblichen Osterumsatzes machen können.“ Das ist insofern ein drastischer Einschnitt, als Ostern nach Weihnachten der zweitwichtigste Kaufanlass für die Konsumentinnen und Konsumenten sei. Ohne die Möglichkeit, direkt in den Geschäften zu gustieren, ist nach Ansicht des Spartenobmanns ein dickes Umsatzminus vorprogrammiert – und das, nachdem die Geschäftslokale heuer bereits wochenlang geschlossen waren: „Die Branche liegt bereits am Boden und bekommt nun einen weiteren Tritt.“

Hilfe für den Handel ausweiten

Die Bundessparte Handel fordert daher mehr Unterstützung für die Handelsbetriebe. „Es bedarf nicht nur einer Fortführung der bestehenden Hilfen für die Betriebe, sondern einer Ausweitung“, betont Trefelik auch im Hinblick auf die schon beschlossene Verlängerung des Osterlockdowns in Wien.

In Anbetracht der steigenden Infektionszahlen verstehe man natürlich die Notwendigkeit für verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Dass das Schließen der Handelsgeschäfte dafür hilfreich ist, bezweifelt Trefelik allerdings. Es gebe keine Analysen, die auf nennenswerte Ansteckungen im Handel hindeuten würden. Die meisten Kundinnen und Kunden sind nur so kurz in den Geschäften, dass seiner Ansicht nach eine Ansteckung kaum stattfinden kann. In diesem Zusammenhang verweist Trefelik auf die umfangreichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, welche in Geschäftslokalen getroffen werden.

Kritisch äußert sich Trefelik auch gegenüber den geplanten Eintrittstests im Handel: „Eintrittstests im Handel sind ein Quasilockdown. Die Umsätze hängen stark von den Kundenfrequenzen ab. Es kommt darauf an, dass die Menschen bei einem Einkaufsbummel in den Geschäften gustieren können. Bei Eintrittstests werden nur noch Zieleinkäufe erledigt. Die schon jetzt mauen Umsätze werden in den Keller rasseln. Wenn kein Weg daran vorbeiführt, dass Handelsgeschäfte nach dem Lockdown nur mit negativem Corona-Test betreten werden dürfen, dann müssen zumindest auch die Selbsttests anerkannt werden. Wir brauchen einen möglichst niederschwelligen Zugang. Daher sollten jedenfalls auch die Wohnzimmer-Tests, die zu Hause durchgeführt werden können, als Nachweis gültig sein.“

Kommentare (1)

  1. Ich finde es ja bewundernswert, dass das Corona Virus um den Lebensmittelhandel einen Bogen macht. Oder warum gelten für die keine Beschränkungen? Die m² Beschränkung ist ja auch nur ein schlechter Scherz bei den schmalen Gängen in den Lebensmittelgeschäften. Soll man über die anderen Personen hinwegfliegen wenn schon jemand im Gang steht? Aber ja der böse Handel und die Gastronomie sind ganz bestimmt die Hauptursache für die „dramatische Situation“.

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