Dienstag, 18. Mai 2021
Größtes Förderbudget bisher

Bundesregierung kündigt 1,4 Mrd Euro für Breitband-Ausbau an

Telekom | Dominik Schebach | 22.04.2021 | | 2  
Mit 1,4 MRd Euro Förderung will die Bundesregierungbis 2030 Gigabit-Breitband in jede Region Österreichs bringen. Mit 1,4 MRd Euro Förderung will die Bundesregierungbis 2030 Gigabit-Breitband in jede Region Österreichs bringen. (© Expert Luwy) Bundeskanzler Sebastian Kurz und Telekom-Ministerin Elisabeth Köstinger haben heute ein zusätzliches Breitband-Budget in der Höhe von 1,4 Mrd Euro angekündigt. Es ist die bisher höchste Förderung für den Ausbau der heimischen digitalen Infrastruktur. Die Mitteln wurde im Rahmen der Regierungsklausur beschlossen und sollen vor allem den ländlichen Gebieten zu Gute kommen.

„Noch nie wurde mehr Geld in den Breitband-Ausbau investiert, als mit diesem Paket. Mit 1,4 Mrd. Euro können wir dem Ausbau einen gewaltigen Schub geben, bis hinein in jede Region. Unser Ziel ist, dass jede Bürgerin, jeder Bürger so rasch es möglich ist, Zugang zu schnellem Internet hat. Da geht es auch um gleiche Chancen zwischen ländlichen Gebieten und Ballungsräumen“, betont Bundeskanzler Sebastian Kurz.

„Wir zünden mit diesem Paket den Ausbau-Turbo, um Österreich bis 2030 flächendeckend mit festen und mobilen Gigabitanschlüssen zu versorgen. Mit den zusätzlichen 1,4 Mrd. Euro schnüren wir das größte Breitbandförderungsbudget, das wir jemals in Österreich hatten“, ergänzte Bundesministerin Elisabeth Köstinger bei der Pressekonferenz im Technischen Museum. Aktuell sind laut Köstinger 43% der österreichischen Haushalte mit gigabitfähigen Breitband-Anschlüssen ausgerüstet.

Korrekterweise muss man allerdings anmerken, dass nicht das gesamte Paket „frisches“ Geld ist: Das Ausbaupaket speist sich zum einen aus 891 Mio. Euro aus dem Resilienzfonds der EU, die Österreich gerade beantragt hat. Zum anderen aus der Zweckbindung der Erlöse der Frequenzvergaben. Davon 187 Mio. Euro aus der Auktion 2019 und 202 Mio. Euro aus der Auktion 2020. Hinzu kommen 166 Mio. Euro, die bereits im aktuellen Budget vorgesehen sind.

Nach der Fixierung der zusätzlichen Fördermittel werden in Kürze vom Ministerium die neuen Förderrichtlinien in Konsultation geschickt, durch die das frische Geld vergeben werden soll. Geplant ist, sie danach Brüssel zur Notifikation zu übermitteln. Gleichzeitig werde laut Bundesregierung an der Novelle des Telekommunikationsgesetzes gearbeitet, um für den privatwirtschaftlichen Ausbau von festem und mobilen Internet möglichst investitionsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Kommentare (2)

  1. Das ist leider überall so, viel Werbung, viel Planung, viel Vermessung, sehr viel Beratung und sehr sehr wenig Grabungsarbeiten, denn da könnte man dann das Glasfaser-Kabel endlich unter die Erde bringen !!!!
    Meiner Meinung nach ist die Glasfaser eine wichtige Infrastruktur die von der öffentlichen Hand errichtet und betrieben werden muss, damit sich die Telekom-Firmen oder andere einmieten können. Es gibt Straßen daliegen bereits 2-3 solcher Leerrohre vergraben (3 verschiedene Firmen) und jeder hat sich das fördern lassen dadurch wurden die Leitungen nie in Betrieb genommen ( 3x Werbung, Planung, Vermessung, und Beratung für eine Straße) da verpufft jede Milliarde ganz schnell ohne ein Ergebniss.
    Wir bauen auch nicht für jede Spedition eine eigene Straße, da genügt auch eine und jeder benützt diese warum sollte es bei der Glasfaser anders sein !!! Dadurch würde mind. 3x mehr errichtet und Österreich würde endlich mal schnelleres Internet bekommen!
    Mit dem vielen Geld was bereits ausgegeben wurde müssten wir schon goldene Glasfaserleitungen haben.

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  2. Leider versickert die Breitbandmilliarde gerade in Planungsarbeiten, Beratungstätigkeiten und Konsultationen aller Art ohne dass zumindestens bei uns auch nur ein Meter Glaskabel vergraben wird.
    Auch viele Politiker sind sich nicht zu schade uns jahrelang hinzuhalten und leere Versprechungen zum Besten zu geben.
    Statt endlich zu arbeiten, das heißt Kabeln zu verlegen wird das Geld leider anderweitig verbraten.
    Wir müssen uns bestenfalls mit 4Mbit begnügen.

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