Freitag, 18. Juni 2021
Hot!Miele hat Auftritt 2021 bereits abgesagt

IFA wackelt kräftig

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 12.05.2021 | | 1  
Miele hat den Auftritt auf der diesjährigen IFA bereits gecancelt. Nehmen sich andere Aussteller daran ein Beispiel und wird die IFA 2021 folglich abgesagt? (Bild: Messe Berlin GmbH) Miele hat den Auftritt auf der diesjährigen IFA bereits gecancelt. Nehmen sich andere Aussteller daran ein Beispiel und wird die IFA 2021 folglich abgesagt? (Bild: Messe Berlin GmbH) Miele sagte den Auftritt auf der IFA 2021 ab und die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass andere namhafte (Hausgeräte-)Hersteller diesem Beispiel folgen wollen bzw. werden. Wird die IFA 2021 abgesagt?

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Frank Jüttner, Chef der Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland und in Personalunion auch für die Vertriebsregion Deutschland/Österreich/Schweiz (DACH) verantwortlich, in einem offiziellen Statement. Gemeint sind die Auftritte als Aussteller auf IFA und Küchenmeile. Aus heutiger Sicht sei damit zu rechnen, dass beide Messen zum Schutz vor Ansteckung auch in diesem Jahr – richtigerweise – mit weitreichenden Einschränkungen verbunden sein würden. Dies gelte etwa für Erfassung und Kontingentierung der Gäste, die Gestaltung des Messestandes, die Durchsetzung von Abstandsregeln und nicht zuletzt auch für die Bewirtung.

All dies zusammen macht den persönlichen Austausch auf dem Messestand, wie ihn unsere Kunden von Miele gewohnt sind, praktisch unmöglich“, so Jüttner weiter. Hinzu komme, dass „die IFA für uns immer auch als weltweites Familientreffen unserer Vertriebsgesellschaften und deren Handelspartner eine überragende Rolle spielt“. Demgegenüber dürften in diesem Jahr nur wenige internationale Messegäste in Berlin sein, insbesondere was die Länder außerhalb Europas betrifft.

Gerüchteküche: Auch andere sagen ab

Schenkt man den Gerüchten Glauben, dann haben auch schon andere Aussteller ihren Auftritt auf der IFA abgesagt – vor allem namhafte Konzerne aus der Hausgerätebranche (die ja zuerst auf ein Stattfinden der IFA gedrängt haben). Offizielle Bestätigungen gibt es allerdings noch keine.

Auch seitens des IFA Veranstalters gibt es noch kein offizielles Statement – ob die Funkausstellung dieses Jahr nun als Präsenzveranstaltung stattfindet oder nicht, oder ob es wie im vergangenen Jahr ein Alternativkonzept geben wird. Wie auch immer, eines ist fix: Die Situation ist nach wie vor zu unsicher. Werden asiatische Gäste Visa bekommen? Wie sieht es in anderen europäischen Ländern mit Reisebestimmungen aus? Wie wird sich die Situation im September in Deutschland präsentieren? Wird es – wie befürchtet – eine vierte Welle im Herbst geben? Wird das Corona-Impfzentrum am Gelände der Messe Berlin rechtzeitig abgebaut? All diese – und viele weitere – Fragen kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand beantworten. Und die Zeit läuft. Eine Messe wie die IFA aufzubauen dauert lange, und wenn dann auch noch diverse Ansteckungs-Schutz- und Sicherheitsmechanismen implementiert werden müssen, noch viel länger. Der Aufwand ist enorm, die Kosten ebenso. Es stellt sich die Frage: Wer will dieses Risiko schon eingehen? ….

Übrigens:

2022 möchte Miele natürlich wieder dabei sein, in Berlin auf der IFA wie auch in Rödinghausen auf der Küchemeile – „sofern uns die Pandemie nicht noch einmal einen Strich durch die Rechnung macht“, ergänzt Jüttner.

Kommentare (1)

  1. Die Messeveranstalter werden die Digitalisierung in Zukunft stark zu spüren bekommen, auch wenn der persönliche Kontakt noch wichtig ist.

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