Donnerstag, 21. Oktober 2021
Ceconomy Bilanz Q3

Von langen Marktschließungen und Einschränkungen geprägt

Die Branche | Stefanie Bruckbauer | 20.07.2021 | |  
Ceconomy legte die vorläufigen Quartalszahlen vor. Dies zeigen: Der lange Lockdown insbesondere auf dem deutschen Heimatmarkt macht dem Elektronikkonzern weiter zu schaffen.

Die vorläufige Ceconomy Bilanz für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 20/21 präsentiert sich wie folgt: Der Umsatz stieg gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um +7,3% auf 4,4 Milliarden Euro – bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen sogar um 8%. Das Problem dabei: Der vergleichbare Vorjahreszeitraum war deutlich von europaweiten Lockdowns im stationären Geschäft geprägt, was wiederum zu einer niedrigen Vergleichsbasis führt.

Blick auf die Länder

Alle Länder außer Deutschland und Portugal verzeichneten einen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Spanien, Italien und die Türkei hätten sich besonders gut entwickelt, wie Ceconomy berichtet, was den Umsatzrückgang in Deutschland (wo man besonders unter den Marktschließungen und Öffnungsbeschränkungen gelitten habe) überkompensierte. Besonders nachgefragt waren Neuen Medien (Computer-Hardware, Telekommunikation und Zubehör), Fernseher und Haushaltsgeräte, während der Umsatz der Kategorien Entertainment und Fotografie unter dem Vorjahresniveau lag.

Der Online-Umsatz legte um +3,3% auf 1,5 Milliarden Euro zu. Er macht rd.ein Drittel des Konzernumsatzes aus. Die Services & Solutions-Umsätze stiegen um +7,9% gegenüber dem Vorjahr und machen 5,5% des Gesamtumsatzes aus. Eine starke Nachfrage gab es nach Garantieverlängerungen und Smartbar-Services, wie Ceconomy berichtet. Zudem gab es eine höhere Annahme von Online-Services. Das bereinigte EBIT stieg von 45 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 93 Millionen. Dies vor allem „aufgrund der Normalisierung der Kostenbasis, durch den Wegfall der Kurzarbeit“, wie Ceconomy erklärt.

Ceconomy CEO Bernhard Düttmann sagt zu den Zahlen: „Fast das gesamte laufende Geschäftsjahr war bisher von der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen temporären Marktschließungen, insbesondere in Deutschland, geprägt. Das dritte Quartal bildete dabei keine Ausnahme. Die Pandemieentwicklung in Verbindung mit den inzidenz-basierten Regelungen in Deutschland ermöglichte erst zum Ende des dritten Quartals die vollständige Wiedereröffnung unserer deutschen MediaMarkt- und Saturn-Märkte. Die Kundenfrequenz nach der Öffnung liegt noch unter dem Niveau von vor der Pandemie und wir sehen ein deutlich transaktionaleres Geschäft. Dennoch verbessert sich der Umsatztrend in Deutschland leicht. In Ländern, in denen wir nicht oder weniger stark von COVID-19-bedingten Einschränkungen betroffen waren, hielt das hohe Kaufinteresse für Consumer Electronics auch im dritten Quartal an. Ich bin sehr erfreut über das nachhaltig starke Niveau der Online-Umsätze trotz der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr sowie über den Anstieg der Nachfrage im Services & Solutions-Geschäft, insbesondere im Online-Kanal. Wir profitieren also weiterhin von den Vorteilen unseres Omnichannel-Ansatzes und der dahinterliegenden Strategie.“

Am 12. August will Ceconomy den vollständigen Quartalsbericht veröffentlichen.

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