Mittwoch, 20. Oktober 2021
Künstliche Intelligenz für Soziale Netze

Drei startet mit Kinder-App Keepers als Mobbing-Schutz

Telekom | Dominik Schebach | 12.08.2021 | Bilder | |  
Drei hat eine exklusive Partnerschaft mit dem österreichischen Start-up Keepers abgeschlossen. Dessen App soll mithelfen, Kinder und Jugendliche im Web vor Cybermobbing und unangemessenen Inhalten zu schützen. Drei hat eine exklusive Partnerschaft mit dem österreichischen Start-up Keepers abgeschlossen. Dessen App soll mithelfen, Kinder und Jugendliche im Web vor Cybermobbing und unangemessenen Inhalten zu schützen. Um Kinder und Jugendliche zukünftig besser vor Belästigungen im Internet schützen zu können, geht Drei eine Partnerschaft mit dem Cyber-Tech Startup Keepers Child Safety ein. Der Betreiber unterstützt das Unternehmen beim Start der ersten Kinderschutz-App für den deutschsprachigen Raum, welche mittels künstlicher Intelligenz in Echtzeit Cybermobbing oder unangemessene Inhalte erkennt.

Laut einer UNO-Studie ist eines von drei Kindern Opfer von Cybermobbing – und aufgrund erhöhter Smartphone-Nutzung steigt dieser Anteil. Mit der App Keepers können Eltern ihre Kinder vor unangemessenen Inhalten schützen. Mit der exklusiven Partnerschaft mit Keepers in Österreich baut Drei wiederum als Telekom-Komplettanbieter sein Online-Security Produktportfolio weiter aus. So bietet der Betreiber z.B. mit dem Drei Internetschutz oder mit Kooperationen mit Versicherungsunternehmen im Bereich von Reiseschutz oder Cyberversicherungen.

„Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit digitalen Tools ist nicht erst seit Corona relevanter denn je. Mit unserer Partnerschaft mit Keepers Child Safety wollen wir Eltern dabei unterstützen, schon früh erste Anzeichen eines problematischen Umgangs ihrer Kinder mit der digitalen Welt zu erkennen“, erklärt Günter Lischka Bereichsleiter Privatkunden bei Drei, zu der neuen Partnerschaft.

Frühzeitig Erkennung

Die App lässt sich am Kinder-Smartphone installieren, nachdem ein Elternteil Keepers zuerst am Eltern-Gerät installiert und sich registriert hat. Durch intelligente Texterkennung warnt Keepers Eltern in Echtzeit bei Mobbing, aber auch bei sexueller Belästigung im Netz sowie Anzeichen psychischer Probleme. Dazu unterstützt Keepers zahlreiche Social Media Apps auf Android Smartphones wie WhatsApp, TikTok, Snapchat, Instagram, Telegram, Discord oder Kik.

Die Kontrolle erfolgt nicht-invasiv: Es werden keine kompletten Gespräche und keine geteilten Bilder gezeigt. Die Privatsphäre der Kinder wird dadurch gewahrt. Darüber hinaus schützt die App Kinder auch vor unangemessenen Inhalten (Pornografie, Glücksspiel, Hassrede, etc.), bietet GPS-Standort-Ortung und zeigt den Akkustand des Kinder-Smartphones an. Außerdem können Eltern den Zugriff auf einzelne Apps für gewisse Zeiträume limitieren, beispielsweise während der Schulzeit oder in der Nacht.

Oberste Priorität hat für Keepers der Datenschutz. Die von Keepers Child Safety betriebene Plattform wird komplett in Europa und unter Einhaltung strengster Datenschutzvorgaben gehostet. Keepers Child Safety hat sich dazu auch freiwillig einer genauen Evaluierung hinsichtlich der DSGVO-Konformität durch die Wirtschaftsprüfungsagentur Deloitte unterzogen.

Transparente Kosten

Die Keepers App ist 14 Tage lang gratis und kostet wahlweise 3,99 Euro pro Monat oder vergünstigt 35,90 Euro pro Jahr. Die Bezahlung erfolgt für Drei Kunden einfach über die Drei Handyrechnung, weitere Zahlungsmittel müssen nicht bekannt gegeben werden. Alle anderen Kunden bezahlen via Kreditkarte im Apple App Store oder Google Play Store. Die Keepers App kann in Österreich von Kunden aller Betreiber genutzt werden. Pro Familie reicht ein Abo, um bis zu 5 Kinder zu schützen.

Österreichisches Unternehmen

Hinter der Keepers App steht das österreichische Start-up Keepers Child Safety. Dieses will mit seinen AI NLP-basierten Anti-Toxic- und Web-Filter-Systemen die Online-Sicherheit von Kindern auf neue Beine stellen, sodass Minderjährige die digitale Welt sicher für sich entdecken können, ohne dass ihnen die Eltern laufend über die Schulter blicken. Als Investoren der ersten Stunden hat das Unternehmen Ex-Bundeskanzler Christian Kern und Blueminds Geschäftsführerin Eveline Steinberger-Kern gewinnen können. Zudem wurde die App im Rahmen des Horizon 2020-Programm der Europäischen Kommission als besonders innovatives Produkt gefördert. Zusätzlich erhielt die App erst kürzlich von der Österreichischen Forschungs- und Förderungsgesellschaft FFG von BM Margarete Schramböck eine weitere Förderung im Ausmaß von über 1 Mio. Euro.

 

Bilder
Die Warnungen für die Eltern der Kinder erfolgen laut Keepers Child Safety in Echtzeit.
Die Warnungen für die Eltern der Kinder erfolgen laut Keepers Child Safety in Echtzeit.
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