Mittwoch, 20. Oktober 2021
Positionspapier zur Bepreisung von CO2

Unternehmen machen sich für CO2-Preis stark

Energiezukunft | Julia Jamy | 30.09.2021 | |  
Berthold Kren (CEO LAFARGE Zementwerke GmbH), Christiane Brunner (Vorständin CEOs FOR FUTURE), Birgit Kraft-Kinz (Vorständin CEOs FOR FUTURE), Wolfgang Anzengruber (Vorstand CEOs FOR FUTURE) (v.l.n.r.) haben gemeinsam ein Positionspapier erarbeitet mit dem man eine CO2-Bepreisung für Unternehmen ab 2022 erreichen will. Berthold Kren (CEO LAFARGE Zementwerke GmbH), Christiane Brunner (Vorständin CEOs FOR FUTURE), Birgit Kraft-Kinz (Vorständin CEOs FOR FUTURE), Wolfgang Anzengruber (Vorstand CEOs FOR FUTURE) (v.l.n.r.) haben gemeinsam ein Positionspapier erarbeitet mit dem man eine CO2-Bepreisung für Unternehmen ab 2022 erreichen will. (© Paris Tsitsos) Die Diskussion rund um die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Zukunft ist kontroversiell. Oft werden Unternehmen als Gegner einer CO2-Bepreisung angeführt. Ein Preis für CO2 kann aber auch aus wirtschaftlicher Sicht Sinn machen. Diese Meinung vertritt der gemeinnützige Verein CEOs FOR FUTURE und hat ein Positionspapier erarbeitet mit dem man eine CO2-Bepreisung für Unternehmen ab 2022 erreichen will.

„Die Klimakrise ist eine enorme Chance, unser Wirtschaftssystem auf neue Beine zu stellen“, sagt der Vorstand des Vereins Wolfgang Anzengruber und meint weiter: „Wir wollen uns als Wirtschaftsinitiative dieser Verantwortung stellen und vor allem auch die wirtschaftlichen Chancen der Dekarbonisierung aktiv nutzen!“

Zentrale Maßnahme

Die Bepreisung von CO2 werde seit Jahrzehnten von Klimaökonomen als eine zentrale Maßnahme gesehen, um die Klimakrise zu managen. Während ca. 35 % der nationalen CO2-Emissionen aus den energieintensiven Wirtschaftssektoren vom Europäischen Emissionshandel bereits umfasst sind und damit auch einen Preis für CO2 haben, ist der überwiegende Teil der Emissionen in Österreich aus einer CO2-Bepreisung ausgenommen. Es gehe aber nicht nur um mögliche Kosten, sondern auch um für die Dekarbonisierung dringend nötigen Investitionen. „Wir wollen einen fairen Wettbewerb für Unternehmen, die auf die Chancen der Dekarbonisierung setzen. Und kein CO2-Preis heißt nicht, dass keine Kosten anfallen – das Nicht-Handeln wird deutlich teurer sein!“, sagt Anzengruber.

Wettbewerbsnachteil

Tatsächlich soll die CO2-Bepreisung neue Geschäftschancen eröffnen. So ermögliche ein CO2-Preis einem Unternehmen, Business Cases für Dekarbonisierungs-Lösungen umzusetzen. „Ein fehlender oder unzureichender CO2-Preis bedeutet einen massiven Wettbewerbsnachteil für Unternehmen, die in die Dekarbonisierung investieren oder Projekte entwickeln können. Deswegen sprechen wir uns für einen wirksamen CO2-Preis in allen Sektoren aus!“ erläutert Christiane Brunner, Vorständin des Vereins.

CEOs FOR FUTURE bezieht ganz klar Position: „Wir halten eine Bepreisung von CO2 für alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft aus wirtschaftlicher Sicht für unumgänglich“, erläutert Wolfgang Anzengruber. Man begrüßt die Vorschläge der EU-Kommission separate Emissionshandelssysteme für die Sektoren Gebäude und Verkehr und damit ein europaweites CO2 -Preis-Signal zu etablieren und spricht sich auch für ein CO2-Bepreisungssystem in Österreich ab 2022 aus.

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