Sonntag, 28. November 2021
LADDA und STENKOL

IKEA macht Schluss mit „Einweg“-Batterien

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 05.10.2021 | | 3  
IKEA steigt auf Wiederaufladbare um und verbannt herkömmliche Alkali-Batterien aus dem Sortiment. (Bilder: IKEA) IKEA steigt auf Wiederaufladbare um und verbannt herkömmliche Alkali-Batterien aus dem Sortiment. (Bilder: IKEA) Wie IKEA informiert, werden beim schwedischen Möbelriesen in Österreich ab Oktober 2021 keine herkömmlichen Einweg-Alkali-Batterien mehr verkauft. Der Grund: Nachhaltigkeit & Umwelt. Die Alternative: „Wiederaufladbare LADDA-Akkus mit nachhaltigerem STENKOL-Ladegerät“.

IKEA Österreich stellt den Verkauf herkömmlicher Alkali-Batterien endgültig ein. Stattdessen gibt es ab Oktober 2021 ein neues Sortiment wiederaufladbarer „LADDA“-Akkus mit dem sogenannten „STENKOL“-Ladegerät, das aus mindestens 50% recyceltem Kunststoff bestehe und „mit einfacher Handhabung und klarem Design“ überzeuge, wie IKEA sagt. Damit (also durch die Mehrfachverwendung) sollen Abfall, Kosten sowie negative Umweltauswirkungen reduziert werden. Mit dieser Entscheidung hofft IKEA laut eigenen Angaben, „Kunden zu neuen, umweltbewussteren Verhaltensweisen und zum Umstieg auf aufladbare Batterien zu motivieren“, wie es in einer Aussendung heißt.

Das LADDA-Sortiment enthält zwei Kapazitäten von AA-Akkus (2450 mAh und 1900 mAh) und eine Kapazität von AAA-Akkus (750 mAh)

„Die bestmögliche Nutzung von Ressourcen und die größtmögliche Reduzierung von Abfall ist Teil des IKEA-Erbes. Um unsere ambitionierte Kreislauf-Agenda zu erfüllen, möchten wir Lösungen, Inspiration, Wissen und Dienstleistungen anbieten, die unsere Kunden dabei unterstützen, ein gesünderes und nachhaltigeres Leben zu führen“, erklärt Alpaslan Deliloglu, Country Manager und Chief Sustainability Officer bei IKEA Österreich. „IKEA hat sich dazu verpflichtet, bis 2030 ‚People & Planet positive‘ zu werden. Bis dahin wollen wir kohlenstoffneutral sein und nur noch erneuerbare und recycelbare Materialien in der Produktion verwenden. Zu diesem Zweck ist es unser Ziel, die Lebensdauer von IKEA-Produkten und Materialien zu verlängern – daher entwickeln wir unseren langfristigen Ansatz für Einwegprodukte. Als eines der ersten Länder weltweit haben wir es bei IKEA Österreich geschafft, von Einweg-Alkali-Batterien auf wiederaufladbare LADDA Akkus umzusteigen.“

Die Maßnahme betrifft im Konkreten das ALKALISK-Batteriensortiment: Die Lithium-Ionen-Knopfzellenbatterie PLATTBOJ soll vorerst im Sortiment bleiben, da einige wenige IKEA-Geräte mit Knopfbatterien betrieben werden. Jedoch werde auch hier bereits nach besseren Lösungen gesucht, wie das Unternehmen betont.

IKEA beschreibt: „Die neue LADDA-Reihe ist im aufgefrischten Design erhältlich – die nachhaltige Verpackung besteht zu 100% aus Papier. Das LADDA-Sortiment enthält zwei Kapazitäten von AA-Akkus (2450 mAh und 1900 mAh) und eine Kapazität von AAA-Akkus (750 mAh) und die Akkus können bis zu 1.000 Mal wiederaufgeladen werden. LADDA Akkus lassen sich in diversen Produkten verwenden – aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten eignen sie sich am besten für Geräte, die viel Energie verbrauchen, wie tragbare Speaker, Spielzeug, Taschenlampen oder Kameras.“

IKEA beschreibt: „Mit dem neuen STENKOL-Ladegerät, das aus 50% recyceltem Kunststoff besteht, können beispielsweise vier Batterien mit hoher Kapazität (2450 mAh) innerhalb von acht Stunden aufgeladen werden.“

Zum neuen Ladegerät erklärt das Möbelhaus: „Mit dem neuen STENKOL-Ladegerät, das aus 50% recyceltem Kunststoff besteht, können beispielsweise vier Batterien mit hoher Kapazität (2450 mAh) innerhalb von acht Stunden aufgeladen werden, während zwei Batterien mit hoher Kapazität nur vier Stunden zum Aufladen benötigen. Bereits nach zehn Aufladungen eines wiederaufladbaren Nickel-Metallhybrid-Akkus (NiMH), wie zum Beispiel der neuen LADDA-Reihe, sind die Treibhausgasemissionen geringer als bei der Verwendung von herkömmlichen Alkali-Batterien, um die gleiche Energiemenge zu erhalten. Betrachtet man die Reduzierung der Treibhausgasemissionen und den Einfluss auf die globalen CO2-Emissionen von wiederaufladbaren Akkus, so wird der Break-Even-Punkt (Punkt, an dem eine NiMH-Batterie wie LADDA nachhaltiger wird als eine Alkali-Batterie wie ALKALISK) nach fünf bis zehn Ladezyklen erreicht. Was den Abfall am Ende der Lebensdauer betrifft, so fällt bereits nach zwei Ladezyklen weniger Abfall an. Berechnungen zeigen, dass weltweit jährlich an die 5.000 Tonnen Müll reduziert werden könnten, wenn alle IKEA-Kunden auf wiederaufladbare Batterien umsteigen würden.“

 

 

 

 

 

 

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Kommentare (3)

  1. Was ist mit Geräten, die nicht mit den geringeren Spannungen von Akkus klarkommen?
    Wie lange lassen sich diese Akkus entladen/wiederladen ohne durch Ablagern, Tiefenentladen… vorzeitig kaputtzugehen?

    Ganz ohne Batterien geht es nicht…

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