Sonntag, 28. November 2021
WKÖ fordert dringend finanzielle Unterstützungen für betroffene Branchen

Trefelik: „Gravierende negative Folgen in noch nicht absehbarem Ausmaß“

Die Branche | Stefanie Bruckbauer | 15.11.2021 | |  
„Ungeimpfte können in Supermärkten und Drogeriemärkten von der Waschmaschine, über Textilien bis hin zum Spielzeug alles kaufen und beim Fachhandel müssten sie abgewiesen werden. (...)Das ist eine untragbare Situation „Ungeimpfte können in Supermärkten und Drogeriemärkten von der Waschmaschine, über Textilien bis hin zum Spielzeug alles kaufen und beim Fachhandel müssten sie abgewiesen werden. (...)Das ist eine untragbare Situation", erklärt Rainer Trefelik. Auch die WKÖ äußerst sich zum „Lockdown für Ungeimpfte“ und warnt, dass dieser die Situation im Handel erheblich verschärfe. „Die Maßnahmen bringen den Handel unter Druck. Rund 35% der Kunden dürfen nicht mehr in die Geschäfte. Unterstützungen für besonders betroffene Branchen sind notwendig!“

Der österreichweite Lockdown für Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, habe „in noch nicht absehbarem Ausmaß“ gravierende negative Folgen für den österreichischen Handel, so Rainer Trefelik, Obmann der WKÖ Bundessparte Handel. „Mit dieser Maßnahme müssen Fachgeschäfte rund 35% an potenziellen Kunden aussperren, hohe Umsatzverluste sind damit vorprogrammiert.“

Umsatzrückgänge von bis zu 50%

Aufgrund der pandemischen Situation ist die Lage im Handel schon seit den letzten 20 Monaten angespannt. Insbesondere Handelsunternehmen, die von Veranstaltungen abhängig sind, mussten im vergangenen Jahr Umsatzrückgänge von bis zu 50% verkraften. Ähnlich kritisch sei die Situation bei Händlern in Innenstadtlagen, in touristischen Gebieten und für die Markthändler, wie Rainer Trefelik sagt: „Mit dem Lockdown für Ungeimpfte werden die Umsätze noch weiter in den Keller rasseln, ich mache mir große Sorgen um die Existenz unsere Mitgliedsunternehmen.“

„Das unerfreuliche Thema der Sortimentsabgrenzung wird wieder massiv schlagend“

Neben dem schwierigen Problem der Kontrollen, wer geimpft und wer ungeimpft ist, werde das aus den vergangenen Lockdowns bekannte und unerfreuliche Thema der Sortimentsabgrenzung wieder massiv schlagend. „Ungeimpfte können in Supermärkten und Drogeriemärkten von der Waschmaschine, über Textilien bis hin zum Spielzeug alles kaufen und beim Fachhandel müssten sie abgewiesen werden. Die Kunden brechen weg, die laufenden Kosten wie Miete und Personal bleiben aber in voller Höhe bestehen. Das ist eine untragbare Situation“, erklärt Trefelik.

Impfung als einziger Weg aus der Pandemie

„Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür und besonders betroffene Branchen im Handel brauchen dringend finanzielle Unterstützungen. Es wird notwendig sein, die staatlichen Hilfen wieder einzuführen“, fordert Trefelik die Politik auf. Und in Richtung Bevölkerung appelliert Trefelik einmal mehr, sich impfen zu lassen: „Ich kann mich nur immer wieder wiederholen. Der einzige Weg aus der Pandemie ist die Impfung.“

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