Sonntag, 28. November 2021
Deloitte zum österreichischen Mobilfunkmarkt

Digital Consumer Trends: Zunehmend vernetzt aber lockerer Umgang mit persönlichen Daten

Telekom Hintergrund | Dominik Schebach | 25.11.2021 | |  
Nicola Süssl, Partner bei Deloitte Österreich, sieht bei den österreichischen Konsumenten einen recht lockeren Umgang mit den persönlichen Daten, was sich auch in der Nutzung von vernetzten Geräten wie Smart TVs, Fitness Tracker oder Smart Watches und smarten Lautsprechern niederschlägt. Nicola Süssl, Partner bei Deloitte Österreich, sieht bei den österreichischen Konsumenten einen recht lockeren Umgang mit den persönlichen Daten, was sich auch in der Nutzung von vernetzten Geräten wie Smart TVs, Fitness Tracker oder Smart Watches und smarten Lautsprechern niederschlägt. Die Österreicher sind recht technikaffine, wenn es um den Einsatz digitaler Anwendungen geht. Das beruht allerdings nicht unbedingt auf einem tieferen Verständnis der Technologien bzw deren Auswirkungen wie die aktuelle Digital Consumer Trends Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt: So gibt es eine steigende Penetration mit vernetzten Endgeräten, gleichzeitig zeichnet sich ein Großteil der heimischen Befragten durch einen lockeren Umgang mit ihren persönlichen Daten aus und hinsichtlich des Mobilfunkstandards 5G bedarf es weiterhin mehr Aufklärungsarbeit.

Insgesamt 1000 Personen wurden von Deloitte für die diesjährige Digital Consumer Trends Studie befragt. Im Mittelpunkt standen wieder die Nutzungsgewohnheiten sowie Einstellungen der Konsumenten gegenüber aktuellen Entwicklungen auf dem Mobilfunksektor. Auffällig ist dabei der entspannte Umgang mit dem Thema Datenschutz:  Die überwiegende Mehrheit der Befragten (88 %) glaubt, dass Firmen online persönliche Daten von Konsumenten sammeln und diese verarbeiten. 45 % bereitet das aber keinen Grund zur Sorge. Diese offene Haltung beim Thema Datenschutz spiegelt sich auch bei der Bereitschaft wider, den persönlichen COVID-19-Impfstatus zu teilen. „54 % der befragten Konsumenten sind bereit, dem Arbeitgeber via App Auskunft über den eigenen Impfstatus zu geben. Ebenfalls die Hälfte würde Fluglinien und Reiseunternehmen sowie Eventveranstalter darüber informieren“, erläutert Nikola Süssl, Partner bei Deloitte Österreich.

Dieser eher lockere Umgang mit dem Thema Datenschutz wird ebenfalls durch die steigende Popularität vernetzter Geräte, die Konsumentendaten kontinuierlich teilen, sichtbar: Österreicher integrieren Smartwatches und Fitness-Tracker zunehmend in ihren Alltag. 54 % der Studienteilnehmer besitzen mittlerweile bereits ein Smart TV. Zurzeit sind insbesondere intelligente Lautsprecher mit Sprachassistenten hoch im Kurs. „Mehr als ein Fünftel der Befragten besitzt mittlerweile einen smarten Lautsprecher mit Alexa, Google Assistant und Co. 84 % haben Zugriff auf mindestens ein vernetztes Gerät – dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe schießen“, ergänzt der Deloitte Experte.

Zunehmende Akzeptanz von 5G

Die neue Mobilfunktechnologie 5G beginnt sich hierzulande ebenfalls zu etablieren. Einer von zehn Befragten nutzt diese bereits. Während im Vorjahr noch über ein Drittel der Studienteilnehmer das neue Netz mit Gesundheitsrisiken in Verbindung brachte, ist der Prozentsatz der 5G-Gegner mittlerweile auf 28 % gesunken. Gleichzeitig wächst langsam die Bereitschaft der Konsumenten, für die höhere Übertragungsgeschwindigkeit mittels 5G mehr zu bezahlen.

Beim Kauf eines neuen Smartphones achten immerhin schon 53 % der befragten Konsumenten darauf, dass es mit dem neuen Netz kompatibel ist. Trotzdem fühlt sich fast die Hälfte noch immer zu wenig über 5G informiert. Daraus leitet Süssl eine Aufforderung an die Mobilfunkbetreiber ab, verstärkt Aufklärungsarbeit zur neuen Mobilfunktechnologie zu leisten, damit das volle Potenzial der Netze ausgeschöpft werden kann.

Streaming-Dienste auf dem Vormarsch

Gerade in Zeiten von Home Office werden Video-Streaming-Dienste bei den Österreichern immer populärer. Netflix und Amazon Prime haben sich am heimischen Markt fest etabliert. Die zunehmende Beliebtheit der Streaming-Dienste hat auch die Nachfrage nach schnelleren Internetverbindungen angekurbelt: In der Corona-Krise haben fast 40 % der Befragten Änderungen an ihrem Internetservice vorgenommen. Dabei ging es neben einer schnelleren Verbindung auch um ein besseres Gesamtpaket und eine Senkung der Kosten.

„Durch die verstärkte Nutzung der Streamingangebote wurden Hindernisse wie eine langsame Internetverbindung spürbar – und die Konsumenten haben darauf mit einem Upgrade reagiert. Streaming-Dienste sind heute vom Markt nicht mehr wegzudenken. Hier erwarten wir in den nächsten Jahren ein deutliches Wachstum“, betont Nikola Süssl.

 

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