Sonntag, 28. November 2021
Erster OVE Innovation Day mit internationalen Normungsvertretern

OVE Innovation Day: Neue Technologien brauchen Standards

Hintergrund | Julia Jamy | 25.11.2021 | |  
Mehr als 100 Interessierte nahmen am ersten OVE Innovation Day 2021 teil. Mehr als 100 Interessierte nahmen am ersten OVE Innovation Day 2021 teil. (© OVE/Christian Fürthner) Welche Innovationen beschäftigen die Branche derzeit? Welche Rahmenbedingungen sind für ihre Umsetzung notwendig? Welche Rolle spielen Normung und Standardisierung im Zusammenhang mit neuen Technologien? Darüber diskutierten am 18. November 2021 beim OVE Innovation Day 2021 internationale Normungsexperten sowie Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. 

Die großen Themen der Menschheit seien nur über technische Innovationen zu lösen, zeigte sich Margarete Schramböck, Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, überzeugt: „Wir haben alles, was wir dazu brauchen: Die neuen Möglichkeiten der Artificial Intelligence, des Internets der Dinge, neue Möglichkeiten, Daten zu verarbeiten, sowie unterschiedlichste Technologien im Bereich der Umwelt. Es geht darum, alles zu bündeln und nach vorne zu bringen und Österreich zu den innovativsten Ländern dieser Welt zu machen.“

Vor allem die Branche der Elektrotechnik und Informationstechnik spiele in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle, betonte auch OVE-Präsident Kari Kapsch: „Technologien aus dem Bereich der Elektrotechnik und Informationstechnik sind die Basis für digitale Anwendungen. Diese wiederum sind Voraussetzung für den erfolgreichen Umbau unseres Energiesystems sowie die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Österreich.“

Normen und Standards als Basis für erfolgreiche Innovation

Für den OVE Innovation Day waren zahlreiche internationale Normungsexperten angereist, darunter auch Philippe Metzger, Generalsekretär der Internationalen Elektrotechnischen Kommission IEC. Er betonte, dass Normen und Standards notwenige Werkzeuge seien, um Innovation und Nachhaltigkeit zu fördern. „Sie sind die Grundlage, um die Sicherheit, Interoperabilität und Leistung neuer Technologien zu gewährleisten.“ Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich, bestätigte im Rahmen der Podiumsdiskussion: „Normung ist für uns ein strategisches Instrument.“

Innovationsmotor Elektrotechnik und Informationstechnik

In ihrem Beitrag gab Herlitschka einen Einblick in die Bedeutung von Innovationen für den Chiphersteller und nannte als Beispiele etwa die vollautomatisierte Produktion in der neuen Chipfabrik in Villach, innovative neue Materialien oder die Verwendung von vor Ort produziertem grünem Wasserstoff als Kraftstoff für öffentliche Verkehrsmittel.

Zum Abschluss wurden dann noch im Rahmen einer Abendveranstaltung wurden dann noch zahlreiche Preise verliehen: Die OVE-Ehrennadel ging an Gerhard Ludwar, der im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort bis April 2021 für die nationalen Umsetzungen europäischen Rechts insbesondere im Bereich der elektrotechnischen Regelsetzung verantwortlich war.

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