Dienstag, 9. August 2022
2G-Regel für den Handel, Maskenpflicht, Alleingänge der Bundesländer

Nach dem Lockdown ist Verwirrung vorprogrammiert

Die Branche | Dominik Schebach | 09.12.2021 | |  
Ab dem 13. Dezember dürfen die Geschäfte wieder öffnen - die meisten jedenfalls. Ab dem 13. Dezember dürfen die Geschäfte wieder öffnen - die meisten jedenfalls. Nun ist es also offiziell, die Bundesregierung hat gestern nicht nur das Ende des Lockdowns nochmals bestätigt, sondern auch die ab dem 12. Dezember geltenden Schutzmaßnahmen vorgestellt. Diese sind sozusagen das Mindestmaß, welches einzuhalten sei. Die Bundesländer können von sich aus zusätzliche Maßnahmen einführen. Ein Recht wovon u.a. Wien und Oberösterreich Gebrauch machen wollen, womit die weitere Verwirrung für die Endkunden vorprogrammiert ist.

Aus Sicht des Handels ist natürlich die Öffnung der Geschäfte nach dem 12. Dezember zu begrüßen. Allerdings bleiben in Oberösterreich die Geschäfte noch bis zum 17. Dezember geschlossen. In Wien bleibt die Gastronomie bis zum 20. Dezember zu. Zudem gilt auch im Handel wieder die 2G-Regel. Betriebsstätten des Handels dürfen nur mit einem gültigen 2G-Nachweis betreten werden. Ausnahmen von der 2G-Pflicht bilden nur Betriebsstätten der Grundversorgung wie z.B. öffentliche Apotheken, Lebensmittelhandel und bäuerliche Direktvermarkter, Drogerien, Banken, Tankstellen usw. Dh, dass auch der Telekom-FH nicht unter die 2G-Regel fällt. Zudem müssen die Unternehmen bzw Betreiber der Shops einen COVID-19-Beauftragten bzw eine COVID-19-Beauftragte ernennen und ein Präventionskonzept erstellen. Für alle Kundinnen und Kunden gilt zudem eine FFP2-Maskenpflicht.

Weihnachtseinkauf so sicher wie möglich

Seitens der Bundessparte Handel begrüßte Handelsobmann Rainer Trefelik die Öffnung für den Handel. „Das Ende des Lockdowns für den Handel steht für alle Bundesländer außer Oberösterreich bevor. Das ist für viele unserer Betriebe und Kunden eine gute und wichtige Nachricht. Jetzt haben alle Österreicher die Gelegenheit, ihre Weihnachtsgeschenke in den heimischen Geschäften zu besorgen. Wie auch schon bisher, werden die Unternehmen auch weiterhin alles tun, um den Weihnachtseinkauf für die Kunden so sicher wie möglich zu machen“, so Trefelik zur bevorstehenden Öffnung der Geschäfte am 13. Dezember. Die Öffnung des Handels sei nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht unbedingt notwendig, sondern auch epidemiologisch vertretbar, weil es im Handel kaum zu Infektionen komme, wie Trefelik unter Verweis auf Daten der AGES erklärte.

Trefelik bedauerte allerdings, dass die Öffnung der Geschäfte nicht bundesweit einheitlich geschehe. So werden in Oberösterreich die Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung zählen, bis inklusive 17. Dezember geschlossen bleiben. Hier haben die Händler weiterhin nur die Möglichkeit, ihren Kunden ihre Produkte via Click & Collect anzubieten. Ebenso bedauerlich sei es aus Sicht des Handelsobmanns, dass es ab dem 12. Dezember zu keiner flächendeckenden Öffnung der Gastronomie kommt. Gastronomie und Handel sind eine eng verwobene Einheit. Der Fleckerlteppich der unterschiedlichen Öffnungsschritte in den Bundesländern im Bereich der Gastronomie ist für den Handel schwer nachzuvollziehen.

Offener Sonntag

Nach Ansicht von Trefelik geht es jetzt darum, den Schaden für den österreichischen Handel einzugrenzen. Um den Konsumenten mehr Zeit für ihre Einkäufe zu bieten, dürfen jene Geschäfte, die im harten Lockdown geschlossen waren, am 4. Adventsonntag (19.12.) von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr offenhalten. „Damit kann wenigstens ein Teil des Umsatzausfalls aufgefangen werden“, so Trefelik. Zusätzlich fordert Trefelik von der Bundesregierung eine Anpassung der Wirtschaftshilfen. Hier sei laut Bundesspartenobmann dringend eine Anpassung der Förderinstrumente an die wirtschaftliche Lage der Unternehmen notwendig.

Diesen Beitrag teilen

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

An einen Freund senden