Mittwoch, 28. September 2022
„Ankündigungen allein sind nicht genug"

PV Austria: Erreichung der PV-Ausbauziele gefährdet

Photovoltaik Energiezukunft | Julia Jamy | 21.01.2022 | |  
Die Investitionsförderung für PV-Anlagen ist laut Photovoltaic Austria noch immer längst überfällig. Die Verzögerungen würden einen „massiven wirtschaftlichen Schaden für die Unternehmen Die Investitionsförderung für PV-Anlagen ist laut Photovoltaic Austria noch immer längst überfällig. Die Verzögerungen würden einen „massiven wirtschaftlichen Schaden für die Unternehmen" bedeuten. (© PV Austria) Gestern wurde das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) vom Nationalrat novelliert und an die Vorgaben der europäischen Kommission angepasst. Die Investitionsförderung für PV-Anlagen ist aber laut Photovoltaic Austria noch immer längst überfällig. Der Verband fordert daher von der Regierung sich zu einigen und einen verbindlichen Zeitplan vorzulegen.

Die Investitionsförderung stehe in keinen Zusammenhang mit den EU-Vorgaben und hätte damit bereits vor Monaten starten können, so die Photovoltaic Austria. Die dazu notwendige Förder-Verordnung scheitere an der fehlenden Einigung von BMK und BMLRT (Landwirtschaftsministerium). Dadurch werden laut dem Verband unzählige und dringend benötigte Projektumsetzungen unnötig aufgehalten. „So zu tun als würde man sich für den Kampf gegen die Klimakrise einsetzen reicht schon lange nicht mehr. Die Menschen, wie die Unternehmen die aktiv zur Energiewende beitragen wollen werden ständig enttäuscht. Allein durch politische Ankündigungen wird die Versiebenfachung der PV-Leistung nicht gelingen“, warnt Herbert Paierl, Vorstands-Vorsitzender des Bundesverbandes Photovoltaic Austria.

Ohne konkreter Rahmenbedingungen sind Ziele gefährdet

Die Verzögerungen würden einen massiven wirtschaftlichen Schaden für die Unternehmen bedeuten. „Seit Ewigkeiten ist die Rede vom Ausbauturbo, um das Ziel „100% Strom aus Erneuerbaren“ bis 2030 zu erreichen. Die PV-Branche macht ihre Aufgaben, berät Kunden, bereitet sich und ihre Mitarbeiter vor und steht somit in den Startlöchern. Vom angekündigten Turbo fehlt jede Spur“, sagt Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Verbands.

„Wir haben bereits unglaublich viel Zeit verloren und 2030 ist gleich ums Eck. Ohne ernst gemeinter Schritte, dem umgehenden Start des neuen Fördersystems und dem uneingeschränkten Bekenntnis der Bundesländer zu einem ganzheitlichen PV-Ausbau wird Österreich weiterhin massiv von Stromimport aus dem Ausland und damit von der fossilen Preisdiktatur und von Atomstrom abhängig sein“, warnt Paierl.

Verordnung muss Energiewende auf den Fast-Track bringen

Nach dem die EU-Vorgaben nun eingearbeitet wurden, fordert der Verband daher von der Regierung sich zu einigen und einen verbindlichen Zeitplan vorzulegen. „Die Regierungsparteien müssen jetzt gemeinsam und fokussiert am Ausbau der Erneuerbaren arbeiten und die Energiewende vom Abstellgleis zurück auf den Fast-Track bringen. Die Branche hat kein Verständnis mehr und erwartet eine unverzügliche Vorlage der Verordnung“, fordert Immitzer.

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