Freitag, 9. Dezember 2022
Auf allen Kanälen direkt zum Kunden

„Dyson investiert nach wie vor in den Fachhandel“

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 12.04.2022 | | 4  Branche
2021 eröffnete Dyson seinen ersten „Dyson Demo Store“ in Österreich, in der Shopping City Süd in Vösendorf. Dort wird auf 168 m2 direkt an Endkunden verkauft. (Foto: Dyson) 2021 eröffnete Dyson seinen ersten „Dyson Demo Store“ in Österreich, in der Shopping City Süd in Vösendorf. Dort wird auf 168 m2 direkt an Endkunden verkauft. (Foto: Dyson) „Produziert von Dyson. Gekauft bei Dyson.“ Mit diesem Werbespruch hat das britische Unternehmen aufhorchen lassen. Dyson vertreibt sowohl online als auch stationär direkt an Endkunden und polarisiert mit diesem D2C-Vertriebskonzept sehr. Wir haben bei Dyson Österreich nachgefragt.

Dyson hat in Österreich 2016 begonnen Produkte mittels eines eigenen Online-Shops zu verkaufen. Seit 2018 gibt es auch stationäre direkte Vertriebsflächen in Österreich. 2021 wurde der „Dyson Demo Store“ in der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf eröffnet (elektro.at berichtete), er gilt im Unternehmen als wichtigste eigene stationäre Vertriebsfläche in Österreich.

Auf die Frage nach den Beweggründen für den Direktvertrieb, antwortet Moritz Guetz, Head of Retail Dyson Austria: „Dyson ist darum bemüht Kunden auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen zu erreichen und  die bestmögliche Shopper-Journey zu ermöglichen – es ist uns besonders wichtig, dass Kunden unsere Produkte bestmöglich erleben können. So einfach Dyson Geräte in der Handhabung sind, so erklärungsbedürftig ist die innovative Technologie dahinter, die häufig neue Maßstäbe in der Branche setzt. Wir sind der Meinung, dass wir bei Dyson (durch unsere Expertise als Erfinderunternehmen) das am besten können – sei es online oder auch im physischen Handel, bei dem geschulte Experten zum Einsatz kommen, die den Konsumenten die Technologie näherbringen sollen. Daher nennt Dyson die Flächen auch bewusst ‚Dyson Demo‘, da es vor allem darum geht, Menschen von der Technologie zu begeistern, die unseren Alltag vereinfachen soll.“

Ob Dyson damit in Konkurrenz mit dem Elektro(fach)handel steht, sei „schwer und nicht eindeutig beantwortbar“, wie Guetz meint. Er erklärt: „Dyson investiert nach wie vor in den Fachhandel – sei es direkt auf der Fläche oder im Bezug auf Personal. In Sachen Personal wurde das Retail und Trainings-Team insgesamt neu ausgerichtet, um den Kontakt zu allen Händlern weiter zu stärken.

Daneben kommen die von Dyson im Marketing getätigten Investitionen, welche im Vergleich zu anderen Unternehmen, sehr hoch angesetzt sind, nicht nur den direkten Vertriebskanälen zu Gute, sondern allen Händlern. Zudem haben wir weltweit die Erfahrung gemacht, dass Vertriebspartner, die in der Nähe eines Dyson Stores angesiedelt sind von der Nähe der Demo Stores im Bezug auf Verkaufszahlen profitiert haben.“

Die Ziele, die Dyson mit dem B2C-Kanal erreichen möchte, lauten: „Wir möchten als starker Brand in Österreich die Möglichkeiten nutzen, die Kommunikation mit Kunden bzw potenziellen Kunden zu maximieren, einen direkteren Kontakt mit ihnen aufbauen und somit unsere Technologie auf die bestmögliche Art und Weise näherbringen. Zudem erhalten wir hier auch direktes, ungefiltertes Feedback, was wiederum Dyson insgesamt hilft unsere Produkte wie Services weiter zu verbessern.“

Das der traditionelle Handel nicht unbedingt erfreut ist über diese Entwicklung, versteht Guetz. Er ergänzt: „Dyson investiert nach wie vor in den Fachhandel, damit auch hier Dyson Produkte im bestmöglichen Umfeld angeboten werden können. Würden wir nicht mehr auf den Fachhandel als starken Partner setzen, würden wir diese finanziellen Investitionen nicht tätigen. Daneben sind Marketingaktivitäten auch immer auf den gesamten Handel gemünzt – und wir bezweifeln, dass sehr viele andere Unternehmen aus dem Heimgeräte-Sektor in diesem Ausmaß wie wir tätig sind.“

 

 

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Kommentare (4)

  1. Als aktiver Dyson Händler kann ich die Kommentare leider nicht wirklich verstehen und finde sie teilweise auch sehr limitiert betrachtet.
    1. Investiert eine meiner Marken, die ich als kleiner Händler führen darf, Millionen in TV Werbungen und spült mir so regelmäßig Kunden ins Geschäft.
    2. Stört mich der Satz am Ende der Werbung “Bei denen kaufen, die es gemacht haben”? Natürlich, aber glücklicherweise habe ich genügend Vertrauen in mein Team und deshalb auch keine Angst vor einer sehr preisstabilen Marke. (kennen wir auch anders)
    3. Dass wir mit Dyson nicht reich werden ist uns denke ich allen Bewusst, aber das nehme ich gerne in Kauf und seh die Verfügbarkeit der Produkte als großen Mehrwert für meine Kunden.

    Anschließend kann ich sagen, dass es noch immer große Defizite seitens Dyson im Bereich Service usw. gibt und sie noch einiges zu tun haben, dass sie an die alten Zeiten anschließen können, aber die Investition macht sich für mich absolut bemerkbar. Bin mit meinem Betreuer regelmäßig im Austausch und werde auch fast monatlich besucht.

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  2. Dyson investiert zwar indirekt in Werbung, welche wiederum direkt die Marke an sich weiter stärkt. Investitionen in den Fachhandel sehen aber für mich anders aus. Schade um die guten Produkte, hoffentlich ist der Fachhandel so clever und wählt Alternativen, bevor uns der „Marktführer“ Richtung Null-Marge befördert.

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