Samstag, 21. Mai 2022
Mehr als 38.000 Kollektoren

Energie Steiermark plant größten Photovoltaik-Park Österreichs

Photovoltaik | Julia Jamy | 11.05.2022 | |  
Auf dem Areal der Aschekippe des ehemaligen Braunkohle-Abbaus in der Weststeiermark plant die Energie Steiermark den größten Photovoltaik-Park Österreichs. Auf dem Areal der Aschekippe des ehemaligen Braunkohle-Abbaus in der Weststeiermark plant die Energie Steiermark den größten Photovoltaik-Park Österreichs. (© Energie Steiermark) Die Energie Steiermark will ihre Groß-Offensive in Sachen „Erneuerbare Energie“ fortsetzen: Auf dem Areal der Aschekippe des ehemaligen Braunkohle-Abbaus in der Weststeiermark entsteht ab sofort der nach eigenen Angaben größte Photovoltaik-Park Österreichs. 38.000 Kollektoren auf einem 21 Hektar großen Areal sollen ab Herbst mehr als 5.700 Haushalte mit grünem Strom versorgen.

Mit einer Leistung von 16,1 Megawatt sollen pro Jahr mehr als 18 Millionen Kilowattstunden grüner Strom erzeugt werden. Das soll für die Einsparung von über 13 Millionen Kilogramm CO2 jährlich sorgen. Die Energie Steiermark investiert nach eigenen Angaben  in die Umsetzung dieses Projektes. Über mindestens 25 Jahre kann der Bedarf von mehr als 5.700 Haushalten in der Region gedeckt werden.

„Die überaus konstruktive Zusammenarbeit mit den Gemeinden vor Ort und den Behörden auf Landesebene hat die Umsetzung in nur zwei Jahren ermöglicht. Das ist absolut beispielgebend und würde man sich auch in anderen Projekten wünschen“, so Vorstandssprecher Christian Purrer beim offiziellen Baustart. „Auch die GKB Bergbau als Grundstücks-Eigentümer und die AnrainerInnen haben sich partnerschaftlich und positiv eingebracht. In Summe wollen wir als führendes grünes Energieunternehmen in den kommenden Jahren landesweit ja mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt über 100.000 Haushalte mit Strom aus Photovoltaik versorgen. Unser Budget für den Ausbau Erneuerbarer Energie-Produktion liegt bei über 2 Milliarden Euro.“

Zusätzlich zu den bereits bestehenden rund 25.000 privaten PV-Anlagen sollen in den kommenden Jahren noch mindestens 20.000 weitere kommen. „Dabei liegt der Fokus unserer Sonnenstrom-Offensive auf einer Nutzung der bestehenden Dachflächen – insbesondere auch von Industrie- und Agrar-Betrieben sowie auf der Errichtung von Freiflächenanlagen“, so Vorstandsdirektor Martin Graf. „Wir haben dafür bereits Flächen im Gesamtausmaß von 450 Hektar gesichert und ein Investvolumen von über 250 Millionen Euro eingeplant. Die dafür erforderlichen Investitionen in die Aufrüstung des Stromnetzes liegen bei rund einer Milliarde Euro“.

„Der PV-Park Bärnbach-Rosental zeigt vor, wie die Energiewende funktionieren kann. Auf einem ehemaligen Kohleabbaugebiet entsteht hier eine klimafreundliche Sonnenstromanlage, die über 5.700 Haushalte versorgen wird. Von der Kohle zur Sonne, das ist ein Sinnbild für die Zeitenwende in der Energieversorgung, vor der wir stehen. Die Anlage wird einen wichtigen Beitrag für die Region, für den Klimaschutz und für unsere Unabhängigkeit von russischem Gas leisten, das freut mich sehr.“, sagt Energie – und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. 

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