Donnerstag, 30. Juni 2022
Ausbau der Windkraft

An einem Strang ziehen

Julia Jamy | 19.06.2022 | Bilder | | 1  
(© Pixabay) Vergangenen Montag hat Klimaschutzministerin Leonore Gewesser einen Drei-Punkte-Plan für eine schnellere Energiewende vorgestellt. Die Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass künftig mehr Flächen für Erneuerbare zur Verfügung stehen. Die Entwicklung ist zwar gut, allerdings hat die Sache einen Haken.

Spät, aber doch scheint nun auch in Österreich Schwung in das Thema Energiewende zu kommen. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat vergangenen Montag einen Drei-Punkte-Plan für eine schnellere Energiewende vorgestellt. Die Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass künftig mehr Flächen für die Energiewende zur Verfügung stehen und auch Verfahren schneller geführt werden können.

Aktuell dauert die Genehmigung von Windparks nämlich durchschnittlich 5 bis 8 Jahre. Bis 2030 sollen 100 Prozent des Stroms zumindest bilanziell aus erneuerbaren Quellen kommen, so sieht es das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) vor. Das könnte knapp werden.

Je schneller der Umstieg von fossil auf erneuerbar geschafft wird, desto besser. Für das Aufstellen von Windrädern braucht es aber passende Flächen und dazu müssen alle Bundesländer an einem Strang ziehen „Da gibt es Energieraumplanung, da gibt es Zonen, in denen gebaut werden kann. In anderen Bundesländern ist das bisher nicht der Fall.“, sagte Gewessler und bezog sich dabei insbesondere auf die westlichen Bundesländer, wo derzeit gar keine Windräder stehen, auch weil die Bundesländer keine Widmungen vornehmen.

Deshalb soll zukünftig in Bundesländern ohne Energieraumplanung keine Widmung für Erneuerbaren-Anlagen mehr notwendig sein. Stattdessen soll die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) auch ohne Widmung starten, der Standort werde dann dort geprüft. In Ländern mit Energieraumplanung werde weiterhin nur in den ausgewiesenen Zonen gebaut.

Das Potenzial für Windkraft wird von Experten jedenfalls als hoch eingestuft. Derzeit werden in Österreich jährlich rund 63 Terawattstunden (1 TWh = 1 Milliarde Kilowattstunden) Strom verbraucht. Ende 2017 stellten Windräder ein Erzeugungspotenzial von 7 TWh bereit, das sind 11 Prozent des heimischen Strombedarfs. Heuer könnte die Windkraft bereits 19 Prozent des Strombedarfs decken. Wenn bis zum Jahr 2030 rund 120 Windkraftanlagen pro Jahr errichtet werden, kann der Windstrom 26 Prozent des österreichischen Strombedarfs decken, wie eine Studie der Interessengemeinschaft Windkraft Österreich zeigt. Das sollte doch nur ein Grund mehr sein, um den Ausbau der Windkraft weiter voran zu treiben.

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Kommentare (1)

  1. ich weiß nicht, ob diese Windparks wirklich das „Gelbe vom Ei“ sind … über Stromverbrauch und Klimaschutz wird so viel verzapft, daß mir glatt eine „kühle Blonde“ jetzt lieber wäre, frisch gezapft- ich weiß nicht, wo die „so möchtegern“ schlauen Leute das Wissen her haben, zu glauben, daß die drehende Erde auf uns „AFFEN“ Rücksicht nimmt – ob wir da Energie sparen, die Erde erwärmen oder was weiß ich für einen Quacksalber – die nächste EISzeit kommt bestimmt! Schönen Sommer!

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