Montag, 28. November 2022
Masterplan Ladeinfrastruktur 2030

Smatrics und Verbund veröffentlichen fünf Handlungsfelder für die Mobilitätswende der Zukunft

Elektromobilität | Julia Jamy | 20.10.2022 | |  
VERBUND-CEO Michael Strugl und SMATRICS-CEO Hauke Hinrichs präsentieren den „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 VERBUND-CEO Michael Strugl und SMATRICS-CEO Hauke Hinrichs präsentieren den „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030". (© Himmelhoch) In Österreich sollen bis zum Jahr 2030 CO2-ausstoßende Benzin- und Dieselfahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Vor diesem Hintergrund veröffentlichten SMATRICS und VERBUND den „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ mit insgesamt 13 konkrete Maßnahmen, die Österreichs Weg in eine erfolgreiche e-mobile Zukunft ebnen sollen.

Zuletzt hatte das Europäische Parlament zugunsten des Klimaschutzes entschieden, dass ab 2035 keine neuen Autos mit Verbrenner mehr innerhalb der EU zugelassen werden. Konkret bedeutet das, dass CO2-ausstoßende Benzin- und Dieselfahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden sollen. In Österreich soll dieses Ziel bereits 2030 erreicht werden. Dabei werde gerade einmal ein Drittel des notwendigen Ausbaus der Ladeinfrastruktur zeitgerecht umgesetzt, so eine Studie des europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA).

„Für die Mobilitätswende braucht es die richtigen Rahmenbedingungen, die Infrastruktur und 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen. Nur dann kann Laden statt Tanken seine Alltagstauglichkeit beweisen und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Michael Strugl, Vorstandsvorsitzender von VERBUND. Hauke Hinrichs, CEO von SMATRICS, fügt hinzu: „Eine funktionierende Ladeinfrastruktur ist der entscheidende Schlüssel für die Mobilitätswende. Zwar ist Österreich bei der Ladeinfrastruktur europaweit vorne dabei, doch damit 2040 die Klimaneutralität im Verkehrssektor erreicht werden kann, muss noch viel passieren, und das in höherem Tempo als bisher.“

Masterplan

Der „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ von SMATRICS zeigt nun in fünf Handlungs- und Entwicklungsfeldern insgesamt 13 konkrete Maßnahmen auf, die Österreichs Weg in eine erfolgreiche e-mobile Zukunft ebnen sollen. Als ersten Punkt fordern die beiden Unternehmen, dass die Politik „dringliche gesetzliche Maßnahmen auf den Weg“ bringt. Denn: Je größer die regulatorischen Anforderungen an Ladestationsbetreiber werden, umso eher entwickele sich der Ausbau der Ladeinfrastruktur zum Flaschenhals der E-Mobilität. Im zweiten Punkt soll die „Energieintegration durch Digitalisierung und Prozesse für E-Mobilität“ verbessert werden. Die Netzbereitstellung sei bereits heute eine große Herausforderung für Infrastrukturerrichter und Verteilnetzbetreiber.

Zudem fordern die beiden Unternehmen als dritten Punkt „maximalen Raum für die elektrifizierte Mobilitätswende“. Dazu müssen Parkplätze entsprechend ausgerüstet und dem Ladeprozess gewidmet werden. Was bereits existiert, aber stärker gefördert werden sollte, ist die Verknüpfung von nachhaltigen Verkehrsmitteln, beispielsweise die Ausstattung von Park-and-Ride-Parkplätzen an Bahnhöfen mit Ladeinfrastruktur.

Der  4. Punkt lautet „Attraktivierung durch Förderungen“. Denn aktuell sei es „schwierig bis kaum möglich, Ladestationen kostendeckend zu errichten bzw. zu betreiben“. Aus diesem Grund sollen Förderprogramme für öffentliche Ladestationen aufrechterhalten werden, um eine flächendeckende Infrastruktur bereitstellen zu können – auch wenn diese noch nicht wirtschaftlich ausgelastet werden kann. Der letzten Punkt lautet „Suche nach qualifizierten Fachkräften“. Denn: In der Elektromobilität werde wie in allen digitalen Branchen intensiv nach qualifizierten Fachkräften gesucht, hierbei insbesondere Fachleute in der IT sowie der Elektrotechnik.  Zudem brauche es Ausbildungsprogramme und Lehrgänge für Berufe mit elektrotechnischem Hintergrund.

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