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Montag, 15. April 2024
Der heimische Einzelhandel im Jahr 2022

Historisches Minus für Onlinehandel

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 06.02.2023 | |  
(Bild: Gerd Altmann, pixabay.com) (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com) Aktuelle Zahlen der Statistik Austria zeigen: Der heimische Einzelhandel hat im Gesamtjahr 2022 insgesamt einen Umsatz von rund 72,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht zwar einer nominellen Steigerung von +8,1%, inflationsbereinigt steht aber ein leichtes Minus von -0,8% zu Buche. Der Branchenvergleich zeigt zudem, dass im Vorjahr vor allem der eCommerce massiv Federn lassen musste. Der Elektro- und Möbelhandel verlor „moderat“.

Der Handelsverband sieht seine und die Zahlen des WIFO durch die aktuellen Daten der Statistik Austria für den österreichischen Einzelhandel bestätigt: Insgesamt haben die heimischen Einzelhändler im Gesamtjahr 2022 einen Umsatz von rund 72,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das entspricht einer nominellen Steigerung von +8,1%, inflationsbereinigt bleibt allerdings ein leichtes Minus von -0,8% unterm Strich stehen – „und das im Vergleich zum holprigen Pandemiejahr 2021“, sagt Handelsverband GF Rainer Will.

Im Branchenvergleich: Historisches Minus für Onlinehandel

„Im Branchenvergleich musste im Vorjahr vor allem der eCommerce massiv Federn lassen. Nominell sind die Umsätze um -3,2% zurückgegangen, real sogar um -7,8%. Das ist das höchste Minus in der Geschichte des österreichischen Onlinehandels„, berichtet Will.

„Der Lebensmitteleinzelhandel musste 2022 inflationsbereinigt einen Umsatzrückgang von -3,2% verkraften und hat damit hin zur Bevölkerung inflationsdämpfend agiert. Der Non-Food-Handel konnte real ein leichtes Plus von +1,3% erwirtschaften, wobei es hier große Unterschiede zwischen den Sektoren gab“.

Möbel & Elektro verlieren moderat

Im Möbel- und Elektrohandel lag das reale Minus bei -4,5%. „Allerdings haben diese beiden Branchen während der Pandemiejahre 2020 und 2021 am stärksten vom Cocooning-Trend profitiert“, merkt der Handelsverband GF an. „Somit hat sich das Umsatzniveau der Branchen ein Stück weit eingependelt.“

Der Modehandel war wiederum einer der größten Leidtragenden während der Corona-Jahre, konnte aber im Vorjahr inflationsbereinigt um starke +17,8% zulegen. „Unsere Bekleidungs- und Schuhhändler haben sich das Umsatzwachstum von fast 18% im Vorjahr hart erarbeitet. Kaum eine Branche war 2020 und 2021 stärker von der Pandemie betroffen. Noch heute liegt der Modehandel deutlich unter Vorkrisenniveau, aber zumindest die Richtung stimmt“, ist Will überzeugt.

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