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Montag, 15. April 2024
Mehr als 60% Umsatzwachstum

Nuki: Mit smarten Schlössern zum Erfolg

Die Branche | Stefanie Bruckbauer | 22.02.2023 | |  Unternehmen
Genervt vom Schlüsselbund im Trikot, entwickelte der österreichische Rennradfahrer Jürgen Pansy gemeinsam mit seinem Bruder Martin eine schlüssellose Lösung für Schlösser. 2014 gründeten sie in Graz das Unternehmen Nuki, der Marktstart erfolgte 2016. Heute ist Nuki führender Anbieter für smarte, nachrüstbare Zutrittslösungen in Europa.

Wie kommt der Wohnungsschlüssel rechtzeitig vor dem spontan geplanten Städtetrip nach Paris zum Katzensitter? Wie kommt er rasch zur Reinigungskraft, die kurzfristig an einem anderen Tag kommt? Und wie kommt man selbst in den unendlichen Weiten seiner Tasche zum Schlüssel, wenn man wieder einmal mit vollen Händen vor verschlossener Tür steht? „Gar nicht – weil man es nicht mehr muss“, sagt Nuki. „An der Innenseite einer bestehenden Tür – ganz ohne Bohren und Schrauben – innerhalb weniger Minuten montiert, öffnet und schließt das in Europa produzierte nachrüstbare elektronische Schloss die Tür: mit Smartphone, Smartwatch, Fingerprint oder komplett automatisch per Auto Unlock. Über die App von Nuki lassen sich Berechtigungen vergeben sowie verwalten. Und ich kann jederzeit und von überall aus prüfen, ob meine Tür versperrt ist oder wer mein Zuhause mit meiner Erlaubnis betreten hat.“

Das erfolgreichste Jahr der Firmenhistorie

Seit der Gründung durch die Brüder Martin und Jürgen Pansy im Jahr 2014 und dem Marktstart 2016 wuchs Nuki stetig – besonders stark aber 2022. So schloss Europas führender Anbieter für smarte, nachrüstbare Zutrittslösungen das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus von mehr als 60% im Vorjahresvergleich ab.

Nuki CEO Martin Pansy

Natürlich stelten die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen des Jahres 2022 auch Nuki vor große Herausforderungen. „Unsere Smart Locks der neuesten Generation waren mehrere Monate lang nur sehr eingeschränkt verfügbar. Deshalb sind wir für das deutliche Umsatzwachstum und das bislang erfolgreichste Jahr unserer Unternehmensgeschichte umso dankbarer. Die Dankbarkeit gilt aber auch allen Mitarbeitenden, die 2022 wieder einmal die Extrameile gegangen sind – ohne sie wäre dieser Erfolg nicht möglich“, so Martin Pansy, CEO von Nuki.

Der Erfolg des Jahres 2022 sei aber nicht nur in Umsatzzahlen messbar – viele weitere Fakten untermauern die aktuelle Position als Marktführer in Europa: „500 Millionen Mal wurde dank der Technologie von Nuki eine Tür ohne Schlüssel geöffnet. Mehr als 400.000 aktive Nutzer vertrauen auf die smarte, einfache und sichere Zutrittslösung. Mehr als 133.000 Smart Locks wurden alleine in diesem Jahr verkauft. Auch in Sachen Personal Ist Nuki den StartUp-Schuhen längst entwachsen und beschäftigt ein Viertel mehr an Mitarbeitenden als etwa noch 2021: 120 Menschen sorgen aktuell am Standort in Graz für die stetige Weiterentwicklung smarter Zutrittslösungen für eine komplett schlüssellose Zukunft“, so die Unternehmer.

Einheitlicher Standard für alle Smart-Home-Systeme

Eine Sache sei bei Nuki in puncto Weiterentwicklung aktuell von besonderer Bedeutung: Matter. Dabei handelt es sich um den von der internationalen Connectivity Standard Alliance geschaffenen Standard, der Geräte zur Hausautomatisierung von unterschiedlichen Anbietern kompatibel machen wird. Denn: „Die Vielfalt an Produzenten von Smart-Home-Systemen ist mittlerweile riesengroß. Funktioniert ein Gerät etwa mit Apple HomeKit, bedeutet das noch lange nicht, dass es das auch mit Amazon Alexa oder Google Assistant tut. Matter soll hier eine einheitliche Basis schaffen, Geräte verschiedener Systeme in einer App gemeinsam zu steuern. Als Pionier in Sachen Smart Home ist es uns extrem wichtig, an der Definition dieses neuen Standards mitzuarbeiten. Wir kooperieren dazu im Rahmen der Matter Foundation eng mit internationalen Größen wie Apple, Google und Amazon“, erklärt Martin Pansy.

Blick nach vorne

Keine Hand frei um aufzusperren?

Stetige Innovation bedingt anhaltende Investition. Und ebendiese sei in den kommenden Jahren von Nuki zu erwarten. „Wir werden rund 15 Millionen Euro in Neuproduktentwicklungen investieren und streben über die kommenden drei Jahre weiteres Wachstum an“, stellt der CEO von Nuki fest. Investiert werde aber nicht nur in Produktinnovationen, sondern auch in Personal: 80 neue Arbeitsplätze sollen am Unternehmensstandort in Graz entstehen – alleine bis Ende 2023 soll die Zahl der Mitarbeiter die 150-Personen-Marke übersteigen.

Unterstützt wird dieses kräftige Investment unter anderem durch das Austria Wirtschaftsservice (aws) in Form eines „Green Frontrunner“-Zuschusses. Damit fördert das aws in Österreich beheimatete, international tätige, innovative Unternehmen, die sich auf dem Weg zum Markt-oder Technologieführer befinden sowie einen auf Klima-und Umweltschutzziele ausgerichteten Business-Plan vorzuweisen haben. „Klimaneutral sind Nuki und unsere Produkte seit 2020“, sagt Pansy. In drei Bereichen wird das Engagement für Nachhaltigkeit aktuell forciert: Akkus sollen Batterien als wiederaufladbare Energiequelle der Smart Locks ersetzen. Bei zukünftigen Modellen des Smart Locks will Nuki auf eine modulare Bauweise setzen. So können Retouren und beschädigte Geräte in möglichst großem Ausmaß weiterverwendet werden, Verschrottung wird minimiert. Auch auf Kundenseite möchte man ökologisch positive Wirkung erzielen. Der CEO von Nuki dazu: „Es geht ganz konkret um Alltagssituationen, in denen der digitale Zutritt im Gegensatz zum physischen Schlüssel einen wesentlichen Vorteil bietet und so einen beachtlichen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leistet. Ein gutes Beispiel sind hier etwa Autofahrten für Schlüsselübergaben, die durch unsere Technologie nicht mehr nötig sind.“

Aufgrund des großen Marktpotenzials im Bereich der smarten Zutrittslösungen blickt das Grazer Unternehmen zuversichtlich auf die kommenden Jahre. „Laut Schätzungen gibt es alleine in Europa rund 200 Millionen nachrüstbare Türen – und wir haben erst ein paar Hunderttausend davon smart machen dürfen. Die Tür für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren steht für Nuki also weit offen“, gibt sich Martin Pansy für 2023 und auch weit darüber hinaus optimistisch.

Vertrieb: Nuki-Pro Partnerprogramm

Für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Kunden bei der Auswahl und/oder Installation von Smart-Home-Produkten unterstützen möchten, wurde das „Nuki Pro“-Partnerprogramm ins Leben gerufen. Weitere Informationen unter https://nuki.io/de/vertrieb/

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