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Dienstag, 21. Mai 2024
RTR-Studie: Bekanntheit und Nutzung wachsen stetig

DAB+ weiter auf Erfolgskurs

Multimedia | Dominik Schebach | 03.05.2023 | | 3  
Thomas Pöcheim, GF des Vereins Digitalradio, sowie ElectronicPartner-GF Jörn Gellermann, gemeinsam mit Roman Gerner, Digitalradio Österreich-Obmann, sowie RTR-GF Wolfgang Struber, bei der Präsentation der Studie zur Digitalradio-Nutzung in Österreich. Thomas Pöcheim, GF des Vereins Digitalradio, sowie ElectronicPartner-GF Jörn Gellermann, gemeinsam mit Roman Gerner, Digitalradio Österreich-Obmann, sowie RTR-GF Wolfgang Struber, bei der Präsentation der Studie zur Digitalradio-Nutzung in Österreich. Vier Jahre nach dem bundesweiten Start von „DAB+ Digitalradio“ wachsen Bekanntheit und Nutzung stetig. Wie aus der nun vorgestellten Studie „DAB+ Digitalradio Österreich 2023“ hervorgeht, nutzen immerhin 18% Österreicher DAB+ zumindest einmal im Monat. 30% der österreichischen Haushalte verfügen über ein DAB+ fähiges Empfangsgerät.

Es sind ermutigende Ergebnisse: Bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren (54%) im bundesweiten Versorgungsgebiet des digitalen Hörfunkangebots ist der Begriff DAB+ oder sogar dessen Logo bekannt. Knapp ein Viertel der Bevölkerung hat schon einmal Radioprogramme über DAB+ gehört. Und rechnet man die Ergebnisse der jüngsten Studie „DAB+ Digitalradio Österreich 2023“, die der Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien) am 2. Mai 2023 veröffentliche, dann gibt es zumindest 960.000 Hörer (18%), die in Österreich zumindest einmal in Monat, mehrmals in der Woche oder sogar täglich nutzen.

„Dass bereits 30 % der österreichischen Haushalte über mindestens ein DAB+ Empfangsgerät verfügen, bedeutet einen sprunghaften Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr“, sagt Wolfgang Struber, Geschäftsführer der RTR Medien. „Der Bekanntheitsgrad von 54 % für DAB+ im Versorgungsgebiet des bundesweiten Angebotes stellt sogar einen Zuwachs um sieben Prozentpunkte innerhalb eines Jahres dar“, fügt Struber hinzu. „Das sind vor dem Hintergrund von 70 Jahren UKW Radio und bloß fünf Jahren Digitalradio DAB+ in Österreich sehr ansehnliche Erfolge für das junge, digitale Hörfunkangebot. Dazu beigetragen hat auch die im Jahr 2021 in Kraft getretene EU-Verpflichtung, Neuwagen mit DAB+ fähigen Autoradios auszustatten“, so Struber.

Studien-Reihe

Die Studie zur Erhebung von Bekanntheit und Reichweite des seit 2018 in Wien und seit 2019 bundesweit verbreiteten, digitalen Hörfunkangebotes wurde im Auftrag der RTR Medien von Ipsos Market Research erstellt. Das Marktforschungsinstitut befragte dazu im Zeitraum zwischen Ende Jänner und Anfang März dieses Jahres bevölkerungsrepräsentativ 2.900 Menschen in Österreich. Präsentiert wurde die Studie von Ipsos Market Research Manager Roswitha Wachtler.

Wachtler hob in diesem Zusammenhang auch ein kleines Paradox im Bezug auf DAB+ hervor. Demnach hört zwar die junge Zielgruppe 15 bis 29 Jahren zwar im Allgemeinen weniger Radio. Dafür ist in dieser Gruppe die Bekanntheit von DAB+ höher. In den besonders radioaffinen älteren Zielgruppen ist das Verhältnis genau umgekehrt. „Gerade die stärksten Radiohörer kennen DAB+ am wenigsten“, so Wachtler. Für die Zukunft von DAB+ gibt sie sich jedoch sehr optimistisch: „Man braucht überall eine kritische Masse, um den Durchbruch zu erreichen, und ich glaube dieser Punkt ist bald erreicht“

Zu den Vorteilen von DAB+ befragt, nennen die aktiven DAB+ Hörer:innen unter den Studienteilnehmern am häufigsten den besseren bzw. störungsfreien Empfang (23 %) bzw. eine bessere Qualität des digitalen Radios insgesamt (21 %) sowie die große Programmauswahl (12 %). Rund ein Viertel der Bevölkerung (24 %) im Verbreitungsgebiet des bundesweiten DAB+ Angebotes plant im Verlauf der kommenden zwei Jahre die Anschaffung eines DAB+ Radiogerätes, vorrangig bei einem Elektrofachhändler vor Ort.

Bewusstsein schärfen

Um die Verbreitung von DAB+ Digitalradio weiter voranzutreiben, setzt Thomas Pöcheim, Geschäftsführer des Vereins Digitalradio, auf das Autoradio und ein spezielles Argument: „Seitdem neue Autoradios verpflichtend DAB+ fähig sind, kommen auch mehr Endkonsumenten mit Digitalradio in Berührung. So gesehen ist das Auto der große Lustmacher auf DAB+. Wer einmal im Auto DAB+ gehört hat, der kauf dies auch für zu Hause. Ansonsten müssen wir ds Bewusstsein schärfen. Ein Radioprogramm zu streamen benötigt übermäßig viel Energie. DAB+ schon dagegen die Ressourcen und bringt gleichzeitig viel Reichweite.“

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Kommentare (3)

  1. ORF/ORS setzen auf 5G Broadcast… Es mag schon, dass das die modernere Technologie ist, aber es gibt auf dem Markt kaum Endgeräte. Österreich ist ein zu kleiner Markt, dass Hersteller auf einen Eigenweg reagieren. Zum Beispiel hat Deutschland als erstes DVB-T2 HEVC eingeführt – die Hersteller haben reagiert . Bei einem Zehntel der Einwohner undenkbar. Daher muss man sich dem europaweiten Standard nun mal anpassen.

  2. …und wie sieht es überhaupt mit einem Flächendeckenden Ausbau aus?
    Bis jetzt fehlen noch riesige bewohnte Gebiete.
    Die Hälfte von Vorarlberg, Tirol, alles was westlich von Innsbruck, bzw. etwas weiter neben der Inntalautobahn ist, die Salzburger Gebirgsgaue, der Kärntner Westen, Osttirol……
    Der Rest ist auch nur marginal abgedeckt.
    Stellt man die Übersichtskarte auf der dab+ Seite nämlich auf Satellitenansicht kann man deutlich erkennen, daß der vermutete Empfang sehr oft auf irgendwelchen Bergen, wo nur der Pleitegeier haust, nicht aber in der Tälern vorhanden ist.

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  3. bin ein absoluter FAN von DAB + vor allem der beiden Sender TECHNIKUM one und natürlich RADINO Kinderradio ( wenn mit den Kids unterwegs 🙂 )
    Warum DAB+ ?? weil fast keine nervigen Werbeunterbrechungen !!! bei Ö3 hört man ja mehr nervige Werbung als Musik !

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