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Freitag, 19. April 2024
Anschub für DAB+

Digitalradio: Popularbeschwerde soll ORF zum Sendestart bewegen

Multimedia | Wolfgang Schalko | 05.05.2023 | Downloads | | 3  Markt, Wissen
Wie die erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie „DAB+ Digitalradio Österreich 2023“ zeigt, wächst Bekanntheit und Nutzung stetig. Dennoch wird – gerade im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – das Fehlen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf DAB+ in Österreich als Manko erachtet. Eine auf den Versorgungsauftrag des ORF bezugnehmende Popularbeschwerde soll nun „Anschubhilfe” leisten.

Bei einer aktuell im Auftrag der RTR-Medien durchgeführten Studie von Ipsos Market Research zeigt sich, dass mittlerweile 30%, also fast ein Drittel, aller Haushalte in Österreich über DAB+ Empfang verfügen. Den Begriff DAB+ kennt mit 54% bereits die Hälfte der Österreicher im Versorgungsgebiet, womit sich DAB+ als relevanter Verbreitungsweg etabliert hat. Zusätzlich zum bereits weit verbreiteten Gerätebesitz plant rund ein Viertel der Befragten im Verlauf der kommenden zwei Jahre die Anschaffung eines DAB+ Radiogerätes, vorrangig bei einem Elektrofachhändler vor Ort.

Popularbeschwerde DAB+

Als Nachteil – besonders im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern – sehen viele Befragte die bislang ausbleibende Ausstrahlung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf DAB+ in Österreich. Nun gibt es eine Popularbeschwerde, die den ORF dazu bewegen soll, seine drei österreichweit gesendeten Hörfunkprogramme auch auf DAB+ verfügbar zu machen. Die Popularbeschwerde bezieht sich dabei auf den Versorgungsauftrag des ORF gemäß § 3 Abs 1 Z 1 ORF-G in Verbindung mit § 3 Abs 4 ORF-G und sieht diesen durch die Unterlassung der Verbreitung auf DAB+ als digital terrestrischen Hörfunk als verletzt. Alle Informationen zur Popularbeschwerde sowie die Unterstützungserklärung zum Download sind unter www.pbs-dabplus.at, der Webseite des Beschwerdeführers, zu finden.

„Die aktuelle Ipsos-Studie und die Popularbeschwerde zeigen einmal mehr, dass DAB+ ein in diesem Sinne relevanter Verbreitungsweg und Marktplatz ist. Das zeigt sich auch in Hinblick auf den nächsten Multiplex (MUX III), dessen Ausschreibung die Medienbehörde KommAustria derzeit vorbereitet. Damit einhergehen muss auch eine Aufstockung des Digitalisierungsfonds, um die Medienvielfalt in der österreichischen Hörfunk-Landschaft weiter zu fördern“, sagt Roman Gerner, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Österreich.

Aktuell stehen bundesweit 16 DAB+ Radioprogramme sowie regional (Wien und Umgebung) 14 weitere DAB+ Radioprogramme zur Verfügung. Durch einen neuen MUX III würden etwa weitere 16 Programme auf DAB+ in Österreich verfügbar sein.

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Popularbeschwerde
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Kommentare (3)

  1. Nicht nur die DAB+ Blockade vom ORF ist äußerst fragwürdig, nein auch die Verschlüsselung via DVB-T2… aber man merkt halt, dass die Sendetechnik privatisiert wurde und so kommerzielle Interessen statt öffentlich-rechtliche Interessen abgedeckt werden. In Südtirol – dort gehört die Sendetechnik dem Land Südtirol, ist der ORF via DVB-T2 unverschlüsselt in HD empfangbar und per DAB+ sowieso. Da in Südtirol der Sender Hühnerspiel DAB+ ausstrahlt kann man so auch in Innsbruck die ORF Programme via DAB+ hören

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  2. In neuen Auto’s ist es Pflicht das DAB eingebaut ist, aber der ORF muss erst dazu gezwungen werden, was für ein Schwachsinn. Gibt es noch Denkende in der Führungsebene?

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