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Donnerstag, 25. Juli 2024
Editor's ChoiceMöglicher Hausgeräte-Megadeal

Liebäugelt Bosch mit dem Kauf von Whirlpool?

Hausgeräte | Stefanie Bruckbauer | 28.06.2024 | | 4  Unternehmen
Wie zahlreiche deutsche Medien berichten, bereitet Bosch möglicherweise einen Megadeal vor. Insidern zufolge soll der Konzern mit seiner Hausgerätetochter BSH die Übernahme des US-Wettbewerbers Whirlpool prüfen.

Ob die FAZ, die Stuttgarter Nachrichten oder das deutsche Handelsblatt – alle berichten gerade über einen möglichen Megadeal in der Hausgerätebranche. Bosch scheint mit seiner Hausgerätetochter BSH ein Kaufangebot für den US-Konzern Whirlpool abzugeben. Der Stuttgarter Zeitung zufolge (die sich dabei auf die Nachrichtenagentur Reuters bezieht), hätten mehrere mit den Plänen vertraute Personen bestätigt, dass Bosch bereits Interesse bekundet und Gespräche mit Beratern aufgenommen habe.

Der Bericht ließ den Aktienkurs von Whirlpool um knapp 17% steigen. Bis zu diesem Kursanstieg wurde Whirlpool an der Börse mit 4,8 Milliarden Dollar bewertet, derzeit beträgt der Wert rund 5,57 Milliarden Dollar.

Whirlpool hatte zuletzt ja Schwierigkeiten und musste Umsatzrückgänge hinnehmen. Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs laut Handelsblatt um fast 30% gesunken. Das Unternehmen wird vom Deutschen Marc Bitzer geführt und hat größere Veränderungen hinter sich. Erst kürzlich brachte es sein Europageschäft (u.a. mit der Marke Bauknecht) in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem türkischen Wettbewerber Arcelik ein.

Keine Bestätigung

Wie die Frankfurter Allgemeine schreibt, gab es von beiden Unternehmen auf Anfrage keine Bestätigung, es hieß lediglich von Seiten eines deutschen BSH-Sprechers: „Wir kommentieren keine Marktgerüchte“, so die Frankfurter Allgemeine.

Grundsätzlich scheint ein solcher Übernahmedeal nicht unrealistisch und er würde, laut Stuttgarter Zeitung, auch zu Aussagen von Bosch-Chef Stefan Hartung passen. „Unser strategisches Ziel ist, Geschäfte auszubauen weltweit, insbesondere in den USA und im nicht-automobilen Bereich“, soll er erst kürzlich vor deutschen Journalisten gesagt haben. Zudem zitiert die Stuttgarter Zeitung aus einem Interview, in dem Hartung gesagt haben soll, dass man „ein paar größere Dinge im Auge“ habe.

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Kommentare (4)

  1. Viel mehr als den Markennamen wird man bei weltweit über 40 Bosch Fabriken wohl nicht brauchen.
    Steht dann bei einer Bosch Waschmaschine eben Whirlpool drauf. Vielleicht noch einige Nischen wie Toplader, Mikrowelleneinbauherde mit den Whirlpool Fabriken besetzen. Das wird`s dann auch schon gewesen sein.
    Oder man nimmt die Whirlpool „Billigstkistenmaker“ – Fabriken her um sich preislich nach unten ausdehnen zu können, Bsp. Ikea Geräte, etc. Im schlechtesten Fall klebt man bei den Indesit Fabriken Bosch drauf.
    Wehret den Anfängen, wenn man sowas tun würde. Die Chinesen & Co würden sich über die Qualitätsverminderung freuen, der gute Ruf der BSH Geräte wäre dahin.

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  2. Hausgeräte-Konzentration?
    Ich sehe es als große Chance für die Seite Whirlpool um Service, Vertrieb und After Sales endlich in den Griff zu bekommen. In Vergangenheit sind im Whirlpool-Konzern so viele Firmen aufgegangen, da kann man nur hoffen, dass diesmal das Marketing und die Visionen stimmen. Viel Erfolg!

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  3. erinnert mich ein wenig an den super-mega deal von Bayer…
    die US Boys haben es seit jeher geschafft ihre toxischen Papiere den Deutschen unter zu jubeln.
    Muhahaha!

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